Navigation und Service

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

KERN – Kompetenzen Entwickeln und im Zeitalter der Digitalisierung Richtig Nutzen

Das Projekt KERN entwickelt neue Konzepte für das Kompetenz- und Bildungsmanagement von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der digitalen Arbeitswelt. Die Ideen werden in Konzepten und softwarebasierten Prototypen umgesetzt und in einem betrieblichen Lern- und Experimentierraum erprobt. Das Ziel ist die Entwicklung eines Kompetenz-Assistenzsystems, das mittels Künstlicher Intelligenz in der Arbeitsumgebung unterstützt, richtige Entscheidungen für die persönliche Weiterentwicklung zu treffen.

KERN – Kompetenzen Entwickeln und im Zeitalter der Digitalisierung Richtig Nutzen

"KERN" gehört zu den 17 Projekten, die im Rahmen der BMAS-Förderrichtlinie „Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel" gefördert werden (Lern- und Experimentierräume).

Durch die fortschreitende Automatisierung bisher manuell ausgeführter Tätigkeiten verändern sich die Anforderungen an Kompetenzen in der Arbeitswelt rasant. Gleichzeitig führen demographische Entwicklungen zu einem Engpass an Fachkräften, welcher die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland zunehmend gefährdet.

Projektziel ist es daher, in einem betrieblichen Lern- und Experimentierraum neue Konzepte für ein intelligentes Kompetenz- Assistenzsystem (KAS) zu entwickeln und in der Praxis zu erproben. Das Projekt wird vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Institute of Information Systems and Marketing (IISM) koordiniert und in Zusammenarbeit mit Industriepartnern durchgeführt.

Mit neuartigen Ansätzen wie der Analyse physiologischer Daten und der Verwendung von Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Treffen richtiger Entscheidungen bezüglich der persönlichen Weiterentwicklung unterstützt. Organisationen werden befähigt, „Lern- und/oder Arbeitseinheiten“ (LAE, z.B. aktuelle Aufgaben, Projekte, Aufträge, Lern-Sessions) so zu besetzen, dass diese zur gleichen Zeit wirtschaftlich und motivierend sind.

Der Lösungsansatz sieht dabei die Entwicklung, Pilotierung und Evaluation eines KI-basierten KAS vor. Das KAS erfasst Informationen über Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern während der Aufgabendurchführung, u.a. das Wohlbefinden, die Zufriedenheit und das „Flow“-Erleben – das Aufgehen in einer Aufgabe. Für diese Zustandserfassung ist neben der fragebogenbasierten Erhebung der Einsatz von physiologischen Messgeräten wie dem Elektrokardiogramm (EKG) oder der elektrodermalen Aktivität (EDA) vorgesehen. Hierbei können niedrige Flow-Zustände bei der Aufgabendurchführung auf Verbesserungspotentiale hinweisen. Ist ein solches Potenzial identifiziert, gibt das KAS Feedback und schlägt passgenaue LAE vor.

Die Konzeption und Evaluation des KAS erfolgt auf Basis wissenschaftlich etablierter Methoden. Im Mittelpunkt steht dabei auch die Erhebung funktionaler Anforderungen direkt bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Deren kontinuierliche Einbindung ist sowohl aus datenschutzrechtlichen Gründen aber auch für die Akzeptanz der späteren Lösung von integraler Bedeutung. Das neue INQA-Format der Experimentierräume bietet zudem ein Umfeld, in dem die Belegschaft aber auch die Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertreter die erarbeiteten Prototypen des KAS testen und gemeinsam Lösungsvorschläge für Probleme im Spannungsfeld Digitalisierung der Arbeitswelt erarbeiten können.

Empfehlen und Drucken

Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Nico Loewe

Karlsruhe Institute of Technology (KIT) - Institute of Information Systems and Marketing (IISM)
Fritz-Erler-Straße 23
76133 Karlsruhe
E-Mail schreibenTelefon: 0721 608-41586

Steckbrief

Themen:

  • Wissen & Kompetenz

Projektlaufzeit

  • 11/2018 bis 11/2020