Navigation und Service

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Gute Arbeit im Dienstleistungssektor

Das Projekt soll einen Beitrag zur humanen Gestaltung der Arbeitsbedingungen und zur nachhaltigen Sicherung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten leisten. Schwerpunkte sind die Branchen Gesundheitswesen und Finanzdienstleistungen. Der Abschlussbericht stellt die zentralen Ergebnisse und Schlussfolgerungen vor.

Bankangestellte und Kunde am Schaltertisch.

Das Projekt "Gute Arbeit im Dienstleistungssektor" möchte mit einer umfassenden Analyse der Qualität der Arbeitsbedingungen in ausgewählten Betrieben des Finanzdienstleistungssektors und in Krankenhäusern den betrieblichen Diskussionsprozess zum Thema Gute Arbeit anstoßen und somit einen Beitrag zur Humanisierung der Arbeit und nachhaltigen Sicherung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten in diesen Branchen leisten.

Methodisches Vorgehen

Die Erhebung der Arbeitsqualität erfolgte auf Branchenebene und in ausgewählten Betrieben mit Hilfe des arbeitswissenschaftlichen Instrumentariums des DGB-Index Gute Arbeit. Die Mitarbeiterbefragungen wurden durch Interviews mit betrieblichen Experten ergänzt. Die Gesamtergebnisse flossen in Betriebsberichte ein, die neben einer umfassenden Analyse der Arbeitssituation der Beschäftigten ein betriebsspezifisches Stärken-Schwächen-Profil sowie Empfehlungen für Handlungsansätze enhalten.

Zentrale Ergebnisse

Sowohl der Krankenhaus- als auch der Finanzdienstleistungssektor waren in den vergangenen Jahren zahlreichen Veränderungen ausgesetzt, die einen starken Einfluss auf die Beschaffenheit der Arbeitsbedingungen hatten.

In den Kliniken ist die Arbeit eines Großteils der Beschäftigten maßgeblich durch starke körperliche und psychische Belastungen geprägt. Die zusätzlich hohe Verantwortung für das Wohlergehen der Patienten sorgt vor allem im medizinisch-pflegerischen Bereich häufig für Unzufriedenheit mit dem Einkommen. Die Qualifizierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten erweisen sich zudem als stark begrenzt.

Im Finanzdienstleistungssektor ist die Problemlage deutlich heterogener. In allen Betrieben gab es in der Vergangenheit weitreichende Umstrukturierungen, die vor allem unter den Beschäftigten im Bankwesen zu starken Verunsicherungen hinsichtlich ihrer beruflichen Zukunft geführt haben. Gleichzeitig führte der Einstellungsstopp bzw. Personalabbau häufig zu einem vergleichsweise starken Anstieg der Arbeitsintensität.

Fazit

Das Projekt beschreibt einen guten Weg, auf dem es gelingen kann, das Thema Gute Arbeit verstärkt in die betriebliche Diskussion zu bringen, unabhängig davon, in welchem Wirtschaftsbereich das Unternehmen tätig ist. Der Erfolg im Sinne einer tatsächlichen Verbesserung der Arbeitssituation hängt allerdings vor allem davon ab, wie gut die betrieblichen Akteure es verstehen, den Folgeprozess zu strukturieren und nachhaltig im Betrieb zu verankern.

Empfehlen und Drucken

Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Ines Roth

Input Consulting GmbH
Theodor-Heuss-Str. 2
70174 Stuttgart
E-Mail schreibenTelefon: 0711 28648-80
Fax: 0711 28648-98

Steckbrief

Themen:

  • Führung
  • Pflege

Projektlaufzeit

  • 09/2009 bis 11/2010