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Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Gestaltung inner- und überbetrieblicher Erwerbsverläufe in der mittelständischen Bauwirtschaft

Ziel des Projektes "erwerbsverlauf Bau" war, die Potenziale und Ansatzpunkte für systematisch entwickelte Erwerbsverläufe mit Tätigkeitswechseln und auch mit Branchenwechseln zu untersuchen. Sie sind eine Möglichkeit, arbeitsbedingte Belastungen zu reduzieren.

Bauarbeiter mit Schippe in einer Baugrube. © Fotoagentur FOX/Uwe Völkner

Die Projektergebnisse legen nahe, dass dies aber jeweils individuelle Einzellösungen sind, die in der Breite nicht für alle älteren Beschäftigten zur Verfügung stehen. Gleichzeitig sind Branchenwechsel mit dem Verlust der Fachkräfte für die Bauunternehmen und Handwerksbetriebe sowie häufig auch mit Statusverlusten für Beschäftigte verbunden. Sinnvoll erscheint deshalb, die arbeitsbedingten Belastungen, insbesondere auch die physischen Belastungen, insgesamt weiter zu reduzieren, um die Fachkräfte länger in der Bauwirtschaft halten zu können.

Im Projekt wurden besonders belastete Berufsgruppen in den Bauberufen ermittelt, physisch und psychisch weniger belastende Tätigkeiten in der Wertschöpfungskette Bau identifiziert, für die zuvor ausgewählten Berufsgruppen notwendige Qualifikationserfordernisse bestimmt und Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote entwickelt und modellhaft umgesetzt.

Das Projekt liefert belastbare Einschätzungen zu den Potenzialen einer gezielten Planung überbetrieblicher und branchenübergreifender Erwerbsverläufe: Gezielt in der Bauwirtschaft gestaltete Branchenwechsel sind ein Weg, ein Lösungsbaustein und können mit der Umsetzung von Projektergebnissen besser strukturiert und gestaltet werden. Das Interesse der Bauwirtschaft an einem Branchenwechsel, also dem Verlassen der Branchen ist aber gering. Die Bauwirtschaft benötigt leistungsfähige Fachkräfte und will diese grundsätzlich halten. Lösungen zur Bewältigung des demografischen Wandels müssen deshalb überwiegend in der Branche und nicht in einem Branchenwechsel gesucht werden.

Eine Herausforderung für die Strukturierung von Weiterbildungsangeboten sind individuelle Leistungsvoraussetzungen und Entwicklungsziele auf der Seite von Beschäftigten und andererseits spezifische Bedarfe in den analysierten Tätigkeitsbereichen und den aufnehmenden Unternehmen für überbetrieblicher Erwerbsverläufe. Mit dem entwickelten Modulkonzept besteht eine klare und flexibel anpassbare Struktur für das Zusammenstellen passender Weiterbildungsangebote sowohl für Beschäftigte und gleichzeitig auch für aufnehmende Unternehmen.

Die Ergebnisse sind für einen nachhaltigen Transfer, insbesondere für die weiteren fachpolitischen Diskussionen, in einer Handlungshilfe zusammengefasst.

Kooperationspartner im Projekt waren das Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen (IAQ), das Bildungswerk BAU Hessen-Thüringen e.V. und die RG-Bau im RKW Kompetenzzentrum. Um möglichst vielfältige Wirkungszusammenhänge von Beginn an zu berücksichtigen, ist das Forschungsprojekt als ein Sozialpartnerprojekt konzipiert. Dies umfasst Sozialpartner der Bauwirtschaft (Bauindustrieverbände, Baugewerbeverbände und die IG BAU), sowie entsprechende Weiterbildungseinrichtungen.

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Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Christina Hoffmann

RKW Kompetenzzentrum
Düsseldorfer Str. 40 A
65760 Eschborn
E-Mail schreibenTelefon: 06196 49 53 504

Steckbrief

Themen:

  • Führung
  • Bauen
  • Mittelstand

Projektlaufzeit

  • 01/2011 bis 06/2013