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Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Führung im digitalisierten öffentlichen Dienst - FührDiv

Das Projekt will vorhandene Lösungen und Instrumente von INQA an den Kontext der Arbeit in öffentlichen Verwaltungen anpassen, diese weiter verbreiten und umsetzen. Insbesondere unter den sich wandelnden Möglichkeiten und Anforderungen von e-Government und der breiten Anwendung von IT-Lösungen sollen im Themenfeld „Führung und Personalentwicklung“ gemeinsam mit 6 beteiligten Pilotorganisationen praxistaugliche Instrumente entwickelt werden.

Zwei Frauen sitzen sich gegenüber an Computerarbeitsplätzen im Büro. © Fotoagentur FOX/Uwe Völkner

Das Projekt setzt am Handlungsfeld Führung zum Thema „Führung und Personalentwicklung“ an. Mit neuen Kommunikationsmitteln und der zunehmenden Digitalisierung von Arbeitsvorgängen ist auch das Thema Führung im digitalisierten Raum inzwischen in den öffentlichen Verwaltungen in Deutschland angekommen. Doch wie sieht der Umgang in der Praxis damit aus? Wo gibt es Probleme, Herausforderungen und Unklarheiten, vor denen Führungskräfte, Personalverantwortliche und die Beschäftigten in den Verwaltungen stehen? Wesentliche Veränderungen sind beispielsweise eine stärkere indirekte Steuerung der Beschäftigten, mehr Eigenverantwortung im Rahmen einer stärker „virtualisierten Führung“ oder eine größere Flexibilität in der zeitlichen und räumlichen Arbeitsorganisation.

Das Projekt will „Führung und Personalentwicklung“ in der öffentlichen Verwaltung unter den sich wandelnden Möglichkeiten und Anforderungen von e-Government und der breiten Anwendung von IT-Lösungen verbessern und wird hierfür gemeinsam mit 6 beteiligten Pilotorganisationen praxistaugliche Instrumente entwickeln. Führungskräfte, Beschäftigte und ihre Vertreter/-innen sollen hierfür multidisziplinär mit Verantwortlichen für Personal, IT und Organisation in Teams zusammenarbeiten.

Fortschritte und Erfahrungen in den Pilotprojekten werden zusammen mit Beispielen „Guter Praxis“ veröffentlicht und zielgruppenbezogen unter den Projektbeteiligten sowie in die Verwaltungswelt und die Öffentlichkeit kommuniziert. Ein prominent besetzter Beirat unterstützt das Projektteam dabei, gute Formen sozialpartnerschaftlicher Gestaltung der Verwaltungskultur zu verbreiten. Die kommunalen Spitzenverbände und Vertreter/innen der Verwaltung werden zusammen mit der Gewerkschaft ver.di und dem DGB als Kooperationspartner einbezogen.

Vorgehen

Das Projekt hat vier zentrale Arbeitsfelder:

  • Neue Herausforderungen durch „virtuelles Führen“ in der öffentlichen Verwaltung. Wo zeigen sich Veränderungen und Probleme und wo gibt es Veränderungsbedarfe in der bisherigen Führungskultur in der öffentlichen Verwaltung?
  • „Virtuelle Führung“ und Digitalisierung von Arbeitsvorgängen bringt mehr Eigenverantwortung und Selbstmanagement für die Beschäftigten in der öffentlichen Verwaltung mit sich. Welche Veränderungen ergeben sich dadurch für die Beschäftigten und welche Kompetenzen braucht es hier für gute Führung auf Distanz?
  • „Beteiligungsorientierte Gestaltung digitalisierter Arbeitsabläufe“, also wie gestalten sich Aushandlungsprozesse im Team und mit der Führungskraft („Wie wollen wir als Team virtuell zusammenarbeiten?“) und was heißt das für die Mitbestimmung?
  • Digitalisierung und e-Government in der öffentlichen Verwaltung erfordern eine dauerhafte Förderung genereller IT-Kompetenzen. Wie kann hier das Erlernen von Kompetenzen „on the job“ gefördert werden? Wie müssen Arbeitsstrukturen gestaltet werden, damit in der Verwaltung auch der informelle Transfer von IT-Kompetenzen gewährleistet wird, und was bedeutet das für Führungskräfte und Personalverantwortliche?

In den sechs Pilotorganisationen werden Führungskräfte, Beschäftigtenvertreter/innen, Personalverantwortliche und Beschäftigte begleitet und unterstützt neue Formen der Arbeitsorganisation zu entwickeln und diese aktiv zu gestalten. Dafür werden Schulungen, Veranstaltungen, Weiterbildungen und bei Bedarf Coachings angeboten. Außerdem wird das Projekt den Transfer guter Praxisbeispiele fördern und als Dialogplattform dienen. Zu den Aufgaben des Projekts gehört der Austausch und die Vernetzung der Projektbeteiligten untereinander, aber auch der Transfer von Ergebnissen über die beteiligten Gewerkschaften, Spitzenverbände und weiteren Kooperationspartner.

Das Projekt will vorhandene Lösungen und Instrumente der INQA-Initiative an den Kontext der Arbeit in öffentlichen Verwaltungen anpassen, diese weiter verbreiten und umsetzen.

Projektpartner sind bfw-Unternehmen für Bildung, die FOM Hochschule für Oekonomie und Management und der ver.di Bundesvorstand mit Unterstützung des DGB und des Amtes für Informationsverarbeitung der Stadt Köln.

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Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Dr. Judith Beile

wmp consult-Wilke Maack GmbH
Schaarsteinwegsbrücke 2
20459 Hamburg
E-Mail schreibenTelefon: 040 37 50 21 62
Fax: 040 43 27 87 44

Steckbrief

Themen:

  • Führung

Projektlaufzeit

  • 07/2017 bis 12/2019