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GenerIK - Aufbau generationengerechter Innovationskulturen in KMU

Im Projekt generIK wurde ein Instrumentenset für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) entwickelt und erprobt, um die Integration älterer Arbeitskräfte in das betriebliche Innovationsgeschehen zu analysieren und gezielt zu verbessern.

Zwei Männer und eine Frau in einer Besprechung. © TU Dresden

Untersuchungen zur Leistungsfähigkeit älterer Beschäftigter belegen, dass es mit zunehmendem Alter nicht zwangsläufig zu einer Reduzierung der Innovationsfähigkeit kommt. Es kann vielmehr davon ausgegangen werden, dass spezielle Fähigkeiten und Kompetenzen stabil bleiben oder sogar zunehmen. Im Projekt sollte ein niederschwelliges Sensibilisierungsinstrument geschaffen werden, um eine generationengerechte Innovationskultur in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu schaffen. Ziel dabei war es, vor dem Hintergrund des demografischen Wandels insbesondere ältere Beschäftigte wieder mehr am Innovationsprozess zu beteiligen, um alle Potenziale zu nutzen und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Um die innovativen Modellunternehmen zu analysieren, nutzte das generIK-Projekt ein Instrumentenset, bestehend aus einer Altersstrukturanalyse, verschiedenen Interviewleitfäden und einer Prozessmodellierungssprache. Hierdurch kann der Ablauf eines Innovationsprozesses unter Beteiligung der Beschäftigten analysiert und grafisch aufbereitet werden. Mit diesem Vorgehen lassen sich explorativ Strukturen und Prozesse abbilden, die anschließend systematisiert oder grundsätzlich verbessert werden können. Parallel dazu hat das generIK-Projekt eine Befragung unter Demografieexperten durchgeführt, um vorhandene Barrieren gegenüber älteren Beschäftigten und Probleme im Innovationsprozess zu ergründen. Hierdurch wurde zusätzlicher Input zur KMU-tauglichen Instrumentenentwicklung gewonnen.

Damit entstand im generIK-Projekt unter Beteiligung der Modellunternehmen ein Selbstcheck für kleine und mittlere Unternehmen. Dieser ermöglicht es Unternehmern und Führungskräften den eigenen Innovationsprozess systematisch zu analysieren und verborgene oder bisweilen ungenutzte Potenziale zu erschließen. Anhand von Beispielen aus der gelebten Unternehmenspraxis sowie dem aktuellen Stand der Arbeitswissenschaft können Unternehmer bzw. Führungskräfte Anregungen sowie Ideen für Maßnahmen zur Potenzialerschließung nutzen, um sie in die eigene Unternehmenspraxis zu überführen. Der entstandene INQA-Themencheck "Potenzialanalyse – Innovation sichert Erfolg" ist branchenunabhängig und kann dank seiner ganzheitlichen Betrachtung zum Auf- und Ausbau einer generationengerechten Innovationskultur in KMU beitragen.

Auf Anregung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wurde die Idee aufgegriffen, einen INQA-Themensäulencheck zu entwickeln. Dazu wurden als Grundlage die vorhandenen Erfahrungen und Analyseergebnisse aus den Modellunternehmen genutzt sowie das theoretische Wissensmanagementmodell nach Probst, Raub und Romhardt KMU-tauglich angepasst. Dadurch konnte ein ganzheitliches und niederschwelliges Sensibilisierungsinstrument vorrangig für kleine und mittlere Unternehmen, ebenfalls in Form eines Selbstchecks, entwickelt werden. Dieser INQA-Check "Wissen & Kompetenz" ermöglicht den Unternehmen eine systematische Analyse ihrer Prozesse und Möglichkeiten, wie sie die immer wichtiger werdenden Ressourcen Wissen und Kompetenzen besser nutzen können. Als Ergebnis des Selbstchecks lassen sich Verbesserungsmaßnahmen für das eigene Unternehmen ableiten.

Beide Instrumente können kostenfrei über die INQA-Geschäftsstelle als Print-Version bezogen oder aber durch die Online-Umsetzung im Internet angewendet werden. Darüber hinaus wurden drei Beispiele "Guter Praxis" aus den Modellunternehmen generiert und sind zum Teil in der TOP 100 INQA-Datenbank zu finden. Hierdurch werden Anwendungsmöglichkeiten der Instrumente verdeutlicht und anschaulich im Unternehmensalltag dargestellt.

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Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Gordon Lemme

CIMTT Zentrum für Produktionstechnik und Organisation - Technische Universität Dresden
Helmholtzstraße 7 a
01062 Dresden
E-Mail schreibenTelefon: 0351 46334338
Fax: 0351 46337119

Steckbrief

Themen:

  • Wissen & Kompetenz

Projektlaufzeit

  • 09/2011 bis 09/2015