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Gesunde Region Eifel – Entwicklung eines Unternehmensnetzwerkes zur Förderung der betrieblichen Gesundheit bei KMU und Institutionen in der Region Eifel

Im Großraum Eifel wurde 2016 eine Genossenschaft mit 52 Mitgliedsunternehmen und insgesamt 4.500 Beschäftigten gegründet. Ziel der Genossenschaft ist das Outsourcing von Nicht-Kernprozessen der Mitgliedsunternehmen u.a. im Bereich von Gesundheit in die Genossenschaft. Der Genossenschaftsauftrag orientiert sich dabei an den vier INQA-Säulen Personalführung, Chancengleichheit, Gesundheit und Wissen & Kompetenz. Zusätzlich ist das Thema Digitalisierung impliziert worden.

Grafik zum Projek "Gesunde Region Eifel – Entwicklung eines Unternehmensnetzwerkes zur Förderung der betrieblichen Gesundheit bei KMU und Institutionen in der Region Eifel" auf Basis des 4-Säulenmodells der Initiative Neue Qualität der Arbeit © Dienstleistungsgenossenschaft Eifel eG auf Basis des 4-Säulenmodells der Initiative Neue Qualität der Arbeit

Die Region Eifel ist eine strukturschwache Region mit wenigen regionalen Arbeitgebern und einer zunehmenden Abwanderung junger Arbeitskräfte in die umliegenden größeren Städte, wie es in anderen strukturschwachen Regionen auch der Fall ist. Die vorhandenen Arbeitgeber sind - neben wenigen Großunternehmen - vor allem Kleinst-, Klein- und mittelständische Unternehmen (KMU).

Diese Unternehmen haben mit einer zunehmenden Alterung ihrer Beschäftigten zu tun, müssen sich im Kampf um Nachwuchs-, Fach- und Führungskräfte positionieren und stehen vor der Herausforderung, sich insbesondere gegen wesentlich größere Unternehmen aus Ballungsräumen und umliegenden Städten behaupten zu müssen. Zudem ist es schwierig, geeignete Nachfolger gerade in Familienunternehmen zu finden. Ein systematisches Gesundheitsmanagement ist ebenso wenig verbreitet wie moderne Formen des Employer Branding. Es fehlt an der Entwicklung von Unternehmenskulturen, die sich auch für kreative Fachkräfte als attraktiv darstellen. Zwar gibt es bereits vereinzelte regionale Initiativen, ein umfassender Ansatz existiert jedoch noch nicht.

Das Projekt hat vor dem beschriebenen Hintergrund einer strukturschwachen Region und der sehr unterschiedlichen Größen der Mitglieder der Dienstleistungsgenossenschaft die Aufgabe, ein hochwertiges betriebliches Gesundheitsmanagement mit aufeinander abgestimmten und verzahnten Bausteinen und Aktionen so zu organisieren, dass es für Unternehmen aller Größen, insbesondere für die Klein- und Kleinstunternehmen, sowie für Institutionen wirtschaftlich möglich ist, daran teilzunehmen.

Folgende Projektziele werden angestrebt:

  • Der kostengünstige Zugang zu hochwertigen Gesundheitsmanagement- und Gesundheitsförderungsdienstleistungen für regionale Unternehmen und Institutionen aller Größen wird durch Pooling und andere innovative Ansätze verbessert.
  • Neue Konzepte zum Aufbau einer individuellen, organisationalen und regionalen Resilienz sowie der Erfahrungsaustausch und die praktische gegenseitige Unterstützung der KMU und der Institutionen der Region zum Thema „Gesundheit“ sowie zu angrenzenden Themen werden entwickelt, mit Pilotunternehmen und / oder -Institutionen umgesetzt und dokumentiert.
  • Neue Konzepte eines auf betrieblichem Gesundheitsmanagement basierenden einzelbetrieblichen Employer Branding werden entwickelt und in einem Netzwerk zu einem ausstrahlenden „Regional Branding“ zusammengeführt.
  • Dieses erfolgreich evaluierte Vernetzungsmodell mit der Organisationsform „Dienstleistungsgenossenschaft in einer ländlichen strukturschwachen Region“ wird zur Übertragung an weitere Regionen dokumentiert und aufbereitet.

Es soll ein Gesamtkonzept entwickelt werden, auf dessen Basis die bundesweite Umsetzung und Weiterentwicklung weiterer "Gesunder Regionen" gefördert werden kann. Die Initiative hat Modellcharakter und soll als "Blaupause" für die Gründung weiterer "Gesunder Regionen" in Deutschland dienen. Es ist geplant, dieses Modell während und nach Abschluss des Projekts in Kooperation mit der INQA und anderen Multiplikatoren deutschlandweit auszurollen. Interessierte können das Projektteam jederzeit kontaktieren.

Kooperationen mit bestehenden INQA-Projekten sind geplant: mit GeMIT-Betriebsnachbarschaften, mit NOAH-in, mit MASTER und dem Modellvorhaben GUSAGO. Des Weiteren werden bewährte Instrumente, wie der INQA-Check Gesundheit, die Materialsammlung psyGA ‚Kein-Stress-mit-dem-Stress‘ eingesetzt.

Erwartete Projektergebnisse

  • Handlungskonzept inklusive Leitfaden und Erfahrungsbericht „Nutzung einer Dienstleistungsgenossenschaft als Basis für die verbindliche Vernetzung, Schaffung und Bereitstellung von attraktiven, innovativen Angeboten rund um das Thema Gesundheit zum Aufbau einer „Gesunden Region“ in Deutschland.
  • Entwicklung und Aufbau neuer dokumentierter Formate sowie innovative Nutzung bestehender Formate im Rahmen eines Qualifizierungsangebots zur Etablierung einer gesundheitsorientierten und partnerschaftlichen Führung sowie zur Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements.
  • Beispielsammlung für KMU und Institutionen zu gelungenem betrieblichen Gesundheitsmanagement als gemeinsamer, auf einer Dienstleistungsgenossenschaft aufbauender Prozess der Förderung von Verhaltens- und Verhältnisprävention.
  • Erfahrungsbericht der Nutzung einer regionalen Plattform zum Austausch von Best Practices und Erfahrungen der DLG Eifel-Mitgliedsunternehmen und
    -institutionen und Teilnehmer an der „Gesunden Region“.

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Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Agnes Voerste

Dienstleistungsgenossenschaft Eifel DLG eG
Am Markt 35
53937 Schleiden
E-Mail schreibenTelefon: 02445 – 85 11 62-0

Dr. Katharina Hoss

Dienstleistungsgenossenschaft Eifel DLG eG
Am Markt 35
53937 Schleiden
E-Mail schreibenTelefon: 02445 – 85 11 62-0

Steckbrief

Themen:

  • Gesundheit

Projektlaufzeit

  • 07/2017 bis 06/2020