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Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Entwicklung fundierter und praktikabler Handlungshilfen für die Pflegepraxis in Krankenhäusern, stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen

Betriebliche Maßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten in der Pflege stellen ein vordringliches Entwicklungsfeld dar. In diesem Sinn wurden in dem vom Institut Arbeit und Technik in Gelsenkirchen und seinen Kooperationspartnern durchgeführten Projekt sechs Themenfelder bearbeitet, die mit besonderen Belastungen für die Beschäftigten verbunden sind.

Eine sehr alte Patientin liegt im Pflegebett und wird von einer Betreuerin versorgt. © Fotoagentur FOX/Uwe Völkner

Die gesundheitlichen Belastungen sind in den Pflegeberufen überdurchschnittlich hoch, wobei neben physischen Belastungen insbesondere auch psychische eine entscheidende Rolle spielen. Diese Tatsache führt u. a. zu einem überdurchschnittlichen Krankenstand und einer geringen Verweildauer im Beruf. Der Abbau von Belastungen und der Aufbau gesundheitsfördernder Arbeitsbedingungen sind für eine personenbezogene Dienstleistung wie die Pflege nicht nur im Hinblick auf die Mitarbeiter(innen) selbst von Bedeutung. Es kommt hinzu, dass sich hier die Belastungen der Beschäftigten direkt auf die Qualität der Arbeit und damit auf Patienten und Bewohner auswirken. Betriebliche Maßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten in der Pflege stellen ein vordringliches Entwicklungsfeld dar.

Sechs Themenfelder

In diesem Sinn wurden in dem vom Institut Arbeit und Technik in Gelsenkirchen und seinen Kooperationspartnern durchgeführten Projekt sechs Themenfelder bearbeitet, die mit besonderen Belastungen für die Beschäftigten verbunden sind:

  • Zeitdruck in der Pflege
  • Führung in der Pflege
  • Kommunikation und Interaktion in der Pflege
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Pflege
  • Pflege demenzerkrankter Personen
  • Entbürokratisierung in der Pflege

Wissen recherchieren, bewerten, verbreiten

Zu diesen Themen existieren bereits vielfältige Wissensbestände. Dabei kann unterschieden werden zwischen theoretischem Wissen und solchen Wissensbeständen, die in den Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens meist verborgen existieren. Diese beiden Wissensebenen sollen sinnvoll und systematisch miteinander verknüpft werden. Das übergeordnete Ziel des Vorhabens war es, solches Wissen zu recherchieren, zu bewerten und als Handlungshilfen für die Praxis in Form ausführlicher Broschüren zu verbreiten. Auf diese Weise soll ein Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege geleistet werden.

Enger Bezug zur Praxis

Die Autoren der Handlungshilfen arbeiteten bei der Entwicklung in mehreren Workshopreihen eng mit Kliniken sowie stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen zusammen. Im Wechsel mit diesen Workshops waren Phasen der Aufbereitung, Prüfung und Reflexion durch die Autoren vorgesehen. Am Ende beinhalten die Handlungshilfen die Perspektiven aller Beteiligten und können als gemeinsames Arbeitsergebnis betrachtet werden.

Insbesondere wurden in der Diskussion mit den beteiligten Praxiseinrichtungen Wege zur Integration der Handlungshilfen in bestehende Qualitätsmanagement-Systeme und Maßnahmen der Gesundheitsförderung der Beschäftigten erarbeitet. Auf diese Weise wird erreicht, dass neben der erforderlichen fachlichen Fundierung insbesondere auch die Einbettung in betriebliche Abläufe und Strukturen gelingen kann, also die Praxisrelevanz der Handlungshilfen gewährleistet ist. Hiervon hängen die Akzeptanz und die Verwertbarkeit der Ergebnisse für die Praxis entscheidend ab.

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Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Diplom-Pflegewissenschaftler Christoph Bräutigam


Munscheidstraße 14
45886 Gelsenkirchen
E-Mail schreibenTelefon: 0209 1707-222
Fax: 0209 1707-245

Steckbrief

Themen:

  • Führung
  • Pflege

Projektlaufzeit

  • 03/2007 bis 09/2008