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Handwerk FIT - Den demografischen Wandel im Handwerk gestalten und Erfolge sichtbar machen

Im Projekt wurden vor dem Hintergrund des demografischen Wandels speziell für das Handwerk zugeschnittene Instrumente aus dem Bereich des Gesundheits- und Personalmanagements entwickelt bzw. vorhandene Instrumente angepasst und angewendet. Jetzt liegt der Abschlussbericht vor.

Zwei Tischler arbeiten an einer großen Kreissäge. © Fotoagentur FOX/Uwe Völkner

Der Anteil älterer Beschäftigter an der erwerbstätigen Bevölkerung wird in den nächsten Jahren immer stärker ansteigen. Gleichzeitig nimmt die Zahl qualifizierter Nachwuchskräfte kontinuierlich ab. Besonders Handwerksbetriebe müssen sich darauf einstellen, mit älteren Beschäftigten ihre Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit zu erhalten und auch für Nachwuchskräfte attraktive Arbeitsbedingungen zu entwickeln.

Ziel des Projektes war es, Handwerksbetriebe besser auf den demografischen Wandel vorzubereiten. Die Annahme war, dass es einen großen (Handlungs-) Bedarf in kleinen Handwerksbetrieben gibt und dass insbesondere Maßnahmen des Personal- und Gesundheitsmanagements sichtbare Erfolge in diesem Sinne nach sich ziehen.

Instrumente zur Gestaltung des demografischen Wandels sind auch für das Handwerk in ausreichender Zahl vorhanden. So haben beispielsweise in den letzten Jahren mehrere Hundert Handwerksbetriebe am Bonusprogramm der Vereinigten IKK teilgenommen. In diesem Programm werden Maßnahmen der Gesundheitsförderung und der Prävention im Bereich Muskel-Skeletterkrankungen, Stress und Demographischer Wandel teilgenommen.

Vor diesem Hintergrund wurden speziell für das Handwerk zugeschnittene Instrumente aus dem Bereich des Gesundheits- und Personalmanagements entwickelt bzw. vorhandene Instrumente angepasst und angewendet.

Die wichtigsten Fragestellungen in diesem Zusammenhang sind:

  • Wie lässt sich die Arbeit so gestalten, dass sie (auch) von älter werdenden Mitarbeitern bewältigt werden kann? (Verhältnisprävention)
  • Was können Mitarbeiter tun, um ihre Gesundheit und Arbeitsfähigkeit zu erhalten? (Verhaltensprävention)
  • Wie können sich Handwerksbetriebe als attraktive Arbeitgeber für junge Mitarbeiter darstellen, um im "Konkurrenzkampf um die Köpfe" mit anderen Arbeitgebern, insbesondere aus der Industrie, mithalten zu können?

Am Projekt Handwerk FIT haben 39 Handwerksbetriebe teilgenommen. Überwiegend handelte es sich um metall- bzw. holzverarbeitende Betriebe, ergänzt um Betriebe aus anderen Branchen (Sanitär/Heizung/Klima, Bäckerei, Reinigungsgewerbe).

Das Projekt hat in den beteiligten Betrieben, so deren Rückmeldung, gute bis sehr gute Ergebnisse erzielt. Der Ansatz, über eine intensive Arbeit mit den Inhabern und verbunden mit einer breiten Beteiligung der Belegschaften eine positive Entwicklung der Arbeitsbedingungen im umfassenden Sinne anzustreben, hat sich bewährt.

Zum Transfer der Projektergebnisse in die betriebliche Praxis dient der Handlungsleitfaden "Der erfolgreiche Handwerksbetrieb". Dieser soll Multiplikatoren im Handwerksbereich und interessierte Handwerksbetriebe unterstützen, die Arbeit "demografiefest" zu gestalten. Der Handlungsleitfaden enthält vielfältige betriebliche Beispiele, die Vorgehensweise in den Betrieben, die entsprechenden Instrumente und Erfahrungen aus der Beratungspraxis zum Aufbau "demografiefester Strukturen" sowie entsprechende Empfehlungen und Anregungen zur eigenen Arbeit der Leserschaft.

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Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Robert Schleicher

BIT e.V.
Max-Greve-Straße 30
44791 Bochum
E-Mail schreibenTelefon: 0234 92231-47
Fax: 0234 92231-27

Steckbrief

Themen:

  • Führung
  • Mittelstand

Projektlaufzeit

  • 03/2011 bis 03/2013