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HWG 4.0 - Handwerksgeselle 4.0 – Entwicklung von Assistenzsystemen für das SHK-Handwerk 

Das Projekt erforscht unterstützende Technologien für kognitive und physische Assistenzsysteme, die Beschäftigten der Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche gesundheitsschützendes sowie effizienteres Arbeiten ermöglichen.

Logo HWG 4.0 © ZVSHK St. Augustin

"HWG 4.0" gehört zu den 17 Projekten, die im Rahmen der BMAS-Förderrichtlinie „Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel" gefördert werden (Lern- und Experimentierräume).

Der demografische Wandel und die Energiewende eröffnen dem SHK-Handwerk in Deutschland ein enormes Marktpotential. Dies bezieht sich insbesondere auf den Umbau von altersgerechten Bädern und die energetische Sanierung von Heizungsanlagen. Dem gegenüber steht der Fachkräftemangel, welcher die Betriebe immer stärker zwingt, ihre erfahrenen Monteure länger im Betrieb zu halten. Die zunehmende Überalterung der Belegschaft lässt die Anzahl an SHK-Monteuren kontinuierlich sinken. Der Badumbau ist für den SHK-Monteur eine schwere körperliche Arbeit, die mit zunehmendem Alter immer schwerer erledigt werden kann. Dieses Projekt entwickelt innovative sowie passgenaue digitale Assistenzsysteme speziell für Beschäftigte in Sanitär-, Heizung- und Klima-Handwerksbetrieben.

Das Projekt gliedert sich in drei Hauptphasen. In der Analysephase wird die Bedarfsanalyse der handwerklichen Prozesse und der damit verbundenen körperlichen und kognitiven Belastungen mit Ableitung der Use-Cases (Anwendungsfall) für die Experimentierräume „Labor“ und „Baustelle“ durchgeführt. In der Laborphase wird der Aufbau und der Betrieb eines Handwerks-Labs für Entwickler- und Nutzeruntersuchungen für physische Unterstützung in Hamburg und eines virtuellen Labors für kognitive Unterstützung im Kontext realer Handwerkssettings in Berlin/Potsdam stattfinden. Die abschließende Baustellenphase beinhaltet den Feldversuch von physischen und kognitiven Unterstützungen und die Erprobung der Unterstützungssysteme mit Handwerkern vor Ort.

Durch die entwickelten kognitiven Assistenzsysteme sind Informationen für die Mitarbeitenden direkt vor Ort auf der Baustelle abrufbar. Das führt zu einer qualitativen Verbesserung der Arbeitsorganisation in Handwerksunternehmen. Zur sicheren, gesunden und motivierenden Arbeitsplatzgestaltung tragen zudem physische Unterstützungssysteme (Exoskelette) bei, die die Beschäftigten vor Ort bei der Montage von Produkten körperlich entlasten und so den häufig auftretenden Krankheitsbildern (z.B. Muskel-Skelett-Erkrankungen) im Handwerk entgegenwirken. Damit soll das Projekt die Arbeitsqualität sowie die Motivation der Beschäftigten steigern, Organisationsabläufe optimieren und insgesamt eine Imageaufwertung des SHK-Berufs in der Arbeitswelt der Zukunft erreichen.

Mit der Projektwebsite entsteht eine nachhaltige Wissensplattform für die betriebliche Nutzung, welche die Fortschritte des Projektes dokumentiert.

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Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Matthias Thiel

Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK)
Am Neuen Markt 11
14467 Potsdam
E-Mail schreibenTelefon: +49331 200 830 51

Steckbrief

Themen:

  • Gesundheit

Projektlaufzeit

  • 11/2018 bis 10/2021