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Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Interne Rekrutierung - Entwicklungspfade und Qualifizierungskonzepte (IREQ)

Die Ergebnisse des Projekts sind zusammengestellt in der Handlungshilfe "Interne Potenziale - Kompetenzen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erkennen, nutzbar machen, entfalten. Bausteine für eine neue Personalstrategie in KMU" und stehen zum Download bereit.

Fabrikarbeiter in der Elektronikindustrie sitzen in einer Reihe nebeneinander © Prospektiv GmbH

Bei der Besetzung von Fach- und Führungspositionen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gegenüber großen Unternehmen häufig im Nachteil. Denn im Wettbewerb um die knapper werdenden Fachkräfte können sie weniger Entwicklungsperspektiven bieten und haben häufig auch eine niedrigere Gehaltsstruktur als große Unternehmen. Eine wichtige Strategie der Fachkräftesicherung für KMU ist daher die Bindung und Weiterqualifizierung der eigenen Belegschaft. Dazu ist es wichtig, die richtigen Kandidaten im Unternehmen identifizieren zu können. Denn wer das Wissen und die Fähigkeiten der eigenen Beschäftigten kennt, kann diese auch weiterentwickeln. Dies setzt voraus, dass KMU die Kompetenzen ihrer Beschäftigten systematisch erfassen, auswerten und zur Personalentwicklung nutzen.

Hier setzt das Projekt "Interne Rekrutierung - Entwicklungspfade und Qualifizierungskonzepte" (IREQ) an. Projektziel war die Unterstützung von KMU bei der internen Fachkräftesicherung durch die Entwicklung von Konzepten und Instrumenten in folgenden Handlungsfeldern:

  • Job-Profiling: Analyse von betrieblichen "Jobfamilien"
  • Wissenstransfer: Erfolgreiche Strategien für interne Rekrutierung (z.B. bei Nachfolgeplanung)
  • Kompetenzmanagement: Beteiligungsorientierte Eignungs- und Potenzialdiagnostikverfahren
  • Qualifizierungen für alternsgerechte Karrierewege im Betrieb (für unterschiedlichste Stationen im Berufsleben wie z.B. Wiedereinstieg, Umstieg, Aufstieg)
  • Implementierung von Gesamtkonzepten in die Personalentwicklung und Betriebspraxis

So funktioniert IREQ: Zunächst unterstützt IREQ Betriebe darin, Tätigkeiten klar zu beschreiben und Anforderungen festzulegen (mithilfe des sogenannten Job-Profiling). Parallel werden die fachlichen Fähigkeiten (in einer Qualifikationsmatrix) sowie die überfachlichen Kompetenzen der einzelnen Beschäftigten ermittelt. Nimmt man alles zusammen in den Blick, können einzelne Mitarbeiter/-innen für konkrete Um- und Aufstiegsqualifizierungen identifiziert und ein System betrieblicher Karrierewege entwickelt werden. Mithilfe des Systems können Betriebe Fragen klären, wie z.B.: Für welche anderen Tätigkeiten im Unternehmen ist die Person befähigt? Mit welchem Inhalt und welchem Aufwand ist eine Qualifizierung verbunden? Damit stößt IREQ in den Betrieben Analyseprozesse an, die über die reine Fachkräftesicherung hinaus laufen. Mit dem Wissen zu Qualifikationen und Kompetenzen der Beschäftigten können KMU nämlich auch andere Maßnahmen, beispielsweise zur alternsgerechten Arbeitsgestaltung, anstoßen.

Das Fazit der dreijährigen Projektlaufzeit lautet, dass sich aus der Implementierung der Methoden und Verfahren in die Unternehmenspraxis ein äußerst positiver Einfluss auf die Unternehmenskultur entwickeln kann. Dies unterstreicht auch das Fazit von Thomas Konrad, Kfm. Leiter der Hanno Werk GmbH & Co. KG: "Jedes Unternehmen ist einzigartig, tickt anders, hat seine eigene Kultur: Aber für alle gilt: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Basis jedweden Erfolges. Personalentwicklungsinstrumente müssen daher praxistauglich und passend konfiguriert werden. IREQ hat uns wertvolle Impulse geliefert, wie wir als KMU diese Tools adaptieren und nutzbringend für Unternehmen und Belegschaft einsetzten können."

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Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Kai Rosetti

Prospektiv Gesellschaft für betriebliche Zukunftsgestaltungen mbH
Kleppingstraße 20
44135 Dortmund
E-Mail schreibenTelefon: 0231 556 976 -17

Steckbrief

Themen:

  • Wissen & Kompetenz

Projektlaufzeit

  • 01/2013 bis 01/2016