Navigation und Service

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Lebensphasenorientierte Selbsthilfekompetenz (LoS!)

Im Rahmen des Projektes der Initiative Neue Qualität der Arbeit wurden Lösungsansätze für Unternehmen entwickelt, die die Beschäftigten bei der Bewältigung von kritischen Lebensphasen und -ereignissen unterstützen und dabei ihre Selbsthilfekompetenz stärken. Die Handlungshilfen stehen ab sofort als Download zur Verfügung.

Blonde Frau mit leerem, traurigem Blick. © Fotoagentur FOX/Uwe Völkner

Im Rahmen des Modell- und Transferprojektes LoS! entwickelte und erprobte das Institut für gesundheitliche Prävention (IFGP) ein ganzheitliches und lebensphasenorientiertes Angebot zum Erhalt der Beschäftigungs- und Leistungsfähigkeit. Projektpartner ist die REWE Group.

Belastende Lebensphasen (z.B. Pflege von Angehörigen) und Lebensereignisse wie der Tod eines nahen Angehörigen, finanzielle Probleme oder eine Trennung können gravierende Auswirkungen auf die Leistungs- und Beschäftigungsfähigkeit haben. In Unternehmen sind Ansätze, die die möglichen negativen Auswirkungen dieser Lebensphasen und -ereignisse vermindern sollen, bisher noch wenig verankert. Viele Aktivitäten greifen erst sehr spät, wenn der Leidensdruck der Betroffenen bereits sehr hoch ist.

Hier setzte das Projekt LoS! an: Wie schätzen Unternehmen den Unterstützungsbedarf von Beschäftigten in kritischen Lebensphasen ein? Welche kritischen Lebensereignisse erfordern Maßnahmen? Welche Aktivitäten unternehmen Organisationen bereits und was hindert eine nähergehende Beschäftigung mit dem Thema? Dazu erschien der LoS!-Unternehmensreport "Soziale Unterstützung von Beschäftigten in kritischen Lebensphasen - Stand der Auseinandersetzung in deutschen Unternehmen" [PDF, 3,7 MB].

Zur Erfassung der aktuellen Situation in den Unternehmen führte das IFGP eine bundesweite Befragung durch, an der sich mehr als 100 Unternehmensvertreter beteiligt haben. Darin wird deutlich, dass der Handlungsbedarf, Beschäftigten in kritischen Lebenssituationen Hilfen anzubieten, sehr hoch eingeschätzt wird. Gleichzeitig geben Dreiviertel der Befragten an, dass die Ansprechpartner derzeit nicht ausreichend auf den Umgang mit kritischen Lebensereignissen vorbereitet seien. Neben fehlender Fachkompetenz und fehlender Spezialisierung in den Themengebieten werden Themenkomplexität oder nicht vorhandene Zeitressourcen bzw. Handlungsspielräume angegeben. Ein weiterer Aspekt ist die fehlende Bereitschaft zur Unterstützung der Personalverantwortlichen von Seiten der Unternehmen.

Ziele des Vorhabens:

  • Kompetenzvermittlung für Beschäftigte, Personalverantwortliche und Multiplikatoren im Unternehmen zum aktiven Umgang mit kritischen Lebensphasen und -ereignissen
  • Entlastung der Unternehmen (insbesondere kleine und mittlere Unternehmen) durch Stärkung der Selbstverantwortung von Beschäftigten
  • Entwicklung von Angeboten zur Begleitung und Unterstützung von Beschäftigten (Handlungshilfen, Web-basierte Programme und Ausbildungskonzepte)

Die Projektlaufzeit betrug 24 Monate (Januar 2011 bis Januar 2013). Die Vorträge der Abschlussveranstaltung stehen Ihnen unter www.ifgp.de zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Empfehlen und Drucken

Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Marc Lenze

Geschäftsführer

IFGP Institut für gesundheitliche Prävention
Wolbecker Windmühle 13a
48167 Münster
E-Mail schreibenTelefon: 02506 - 300 28 0

Steckbrief

Themen:

  • Wissen & Kompetenz
  • Mittelstand

Projektlaufzeit

  • 01/2011 bis 01/2013