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Mein nächster Beruf - Personalentwicklung für Berufe mit begrenzter Tätigkeitsdauer

Tätigkeits- und Berufswechsel vor dem Auftreten arbeitsbedingter Leistungs- und Gesundheitseinschränkungen sind eine Möglichkeit, die Beschäftigungsfähigkeit älter werdender Arbeitnehmer zu erhalten. Nach den Modellberufen in der stationären Krankenpflege und im Straßen- und Tiefbau wurde nun die Gruppe der Reinigungsberufe untersucht. Der iga-Report 17 fasst die Ergebnisse der drei Teilprojekte zusammen.

Eine Reinigungskraft im Krankenhaus wischt den Boden eines Patientenzimmers nass. © RainerSturm / www.pixelio.de

Insbesondere Berufe mit hohen physischen und psychischen Belastungen haben häufig eine begrenzte Tätigkeitsdauer, d. h. sie können oft nicht bis zur Rente ausgeübt werden. Als Ergänzung zu klassischen Präventionsansätzen, die die Arbeitsfähigkeit im aktuellen Beruf erhalten sollen, wird mit diesem Projekt ein neuer Weg eingeschlagen: Der rechtzeitige Wechsel in eine alternative Tätigkeit oder einen neuen Beruf.

Tätigkeits- und Berufswechsel vor dem Auftreten arbeitsbedingter Leistungs- und Gesundheitseinschränkungen sind eine Möglichkeit, die Beschäftigungsfähigkeit älter werdender Arbeitnehmer zu erhalten. Gleichzeitig können so Folgekosten für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Versicherungsträger gesenkt werden. In zwei Berufen, nämlich der stationären Krankenpflege sowie im Straßen- und Tiefbau, wurde das Projekt bereits modellhaft erprobt. Als dritter Modellberuf wurde nun die Gruppe der Reinigungsberufe (Glas- und Gebäudereiniger/in sowie Raum- und Hausratreiniger/in) untersucht. Die Ergebnisse der drei Teilprojekte wurden als iga-Report 17 "Mein nächster Beruf - Personalentwicklung für Berufe mit begrenzter Tätigkeitsdauer" veröffentlicht.

Beschäftigte in Reinigungsberufen sind vielfältigen Belastungen ausgesetzt, sowohl aufgrund der körperlich anstrengenden Arbeit als auch durch psychische Faktoren, beispielsweise durch zunehmenden Zeitdruck, mangelnde Wertschätzung und das negative Image in der Gesellschaft. Im Gegensatz zu den ersten beiden Modellberufen stellt der Reinigungsberuf für die Beschäftigten häufig bereits einen "nächsten Beruf" dar. Meistens haben die Personen vorher einen anderen Beruf gelernt und in diesem gearbeitet, konnten aber nach einer Unterbrechung, beispielsweise wegen Elternzeit, Krankheit oder Arbeitslosigkeit, nicht mehr dahin zurückkehren. Viele Beschäftigte besitzen für die Reinigungstätigkeit keine Qualifikation, sondern wurden im Unternehmen angelernt, was in der Regel einen Berufswechsel eher schwierig macht.

Die in den vorangegangenen Modellprojekten entwickelten Maßnahmen und Konzepte wurden auf die neue Berufsgruppe übertragen und weiterentwickelt. So wurde u. a. erneut ein Anforderungsprofil für Auszubildende und Bewerber erstellt, Frühwarnindikatoren der häufigsten Erkrankungen in Reinigungsberufen aufgelistet, sowie Wege beschrieben, um länger im Beruf zu verweilen oder in einen alternativen Beruf zu wechseln. Zudem wurden leicht verständliche und einfach zu handhabende Praxishilfen für den betrieblichen Einsatz erstellt sowie Hinweise für die Umsetzung in die Praxis gegeben.

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Ansprechpartner/in

Dr. Frauke Jahn

Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung
Königsbrücker Landstr. 2
01109 Dresden
E-Mail schreibenTelefon: 0351 457 1800
Fax: 0351 457 201 800

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  • Wissen & Kompetenz
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  • 10/2009 bis 02/2011

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