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Erhalt und Förderung der Beschäftigungsfähigkeit in der Altenpflege - ProAge

ProAge ist ein Modellprojekt, das sich auf den Erhalt und die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit in der Altenpflege in Thüringen und angrenzenden Regionen konzentrierte. Ziel war die Schaffung verbesserter Arbeitsbedingungen unter Berücksichtigung einer älter werdenden Belegschaft.

Eine Altenpflegerin mit zwei älteren Damen im Seniorenheim. © Fotoagentur FOX/Uwe Völkner

Der demografische Wandel bedeutet insbesondere für die Altenpflege sowohl einen quantitativen Zuwachs als auch ein personalpolitisches Dilemma. Zum einen ist zu erwarten, dass sich die Zahl der zu Pflegenden weiter erhöht - zum anderen verringert sich aber gleichzeitig die Erwerbsbevölkerung. Belegschaften werden also immer älter, viele Pflegekräfte verlassen zudem ihren Beruf und es wird schwieriger, Nachwuchs zu finden. Die Arbeitsbedingungen gelten als hochbelastend, was sich auf Krankenstände und Fluktuation der Beschäftigten auswirkt. Um den steigenden Bedarf an gut qualifizierten (Fach)Kräften zu decken, wird es notwendig sein, die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeitenden zu erhalten und zu fördern sowie diese an die Einrichtung zu binden, um deren frühzeitiges Ausscheiden zu vermeiden.

Projektziele

Zentrales Ziel war die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeitenden in den Praxispartner-Einrichtungen. Im Hinblick darauf adressierte ProAge die Handlungsfelder Arbeitsorganisation, Qualifikation und Führung. Zudem wurde das Thema Gesundheit als Querschnittsthema in alle Handlungsfelder integriert. Hieraus ergaben sich folgende Fragestellungen:

  1. Inwieweit können veränderte Tätigkeitsprofile im Sinne einer alternsgerechten Gestaltung für die Beschäftigten im Pflegebereich genutzt werden?
  2. Wie kann die Pflegearbeit alternsgerecht gestaltet werden, insbesondere durch neue Formen der Arbeitsorganisation und begleitende Qualifizierung?
  3. Welche Veränderungen sind dazu auf der Führungsebene notwendig? In welchem Zusammenhang stehen Veränderungen mit der Unternehmenskultur?

Nach der Analyse der Ist-Situation wurden verschiedene modellhafte Konzepte, Methoden und Instrumente entwickelt und von den Praxispartnern erprobend umgesetzt. Dabei wurde ebenso auf Ebene der Mitarbeitenden wie auf Ebene der Führungskräfte gearbeitet.

Ergebnisse

Durch den Einsatz verschiedener Instrumente (u.a. Änderungen in den Arbeitsabläufen, Team- und Kommunikationstraining, Führungskräfteentwicklung) wurden Entwicklungen angestoßen. Entlastende Wirkungen wurden, zumindest teilweise, bestätigt und auch die sozialen Aspekte zeigen eine positive Entwicklung, was zur Belastungsreduktion, Motivation und Stressverarbeitung beiträgt. Führungskräften wurden Instrumente an die Hand gegeben, um die Mitarbeiter stärker zu binden und Weiterqualifizierung systematischer umzusetzen. Als Ergebnis der zweiten Befragung kann sich ein größerer Anteil an Mitarbeitenden vorstellen, bis zum Rentenalter in ihrer Einrichtung zu arbeiten.

Die Projektumsetzung erfolgte in Kooperation der Eichenbaum GmbH und der Universität Erfurt, Lehrgebiet Weiter-/Erwachsenenbildung. Als Praxispartner waren sechs Einrichtungen der stationären Pflege in alle Projektphasen einbezogen.

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Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Nadine Erdmann

Eichenbaum GmbH
Friemarer Straße 38
99867 Gotha
E-Mail schreibenTelefon: 03621 510 400
Fax: 03621 510 407

Prof. Dr. Rudolf Husemann

Lehrgebiet Weiterbildung / Erwachsenenbildung

Universität Erfurt
Nordhäuser Straße 63
99089 Erfurt
E-Mail schreibenTelefon: 0361 737-2081
Fax: 0361 737-2079

Steckbrief

Themen:

  • Führung
  • Pflege

Projektlaufzeit

  • 01/2011 bis 12/2013