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Kompetenzentwicklungsinitiative "Ressourcenschonendes Arbeiten" (ResA)

In diesem Projekt wurde ein neuartiger Ansatz entwickelt, um Mitarbeiter zu befähigen, belastende Verschwendungen im Arbeitsalltag zu entdecken sowie eigenständig Lösungen zu entwickeln und zu realisieren.

Zwei Männer laufen in einer Bibliothek hintereinander eine Treppe hoch. © Westfälische Hochschule

Viele Unternehmen sehen sich mit ganz ähnlichen Herausforderungen konfrontiert. Statt Belastungsfaktoren bei einer älter werdenden Belegschaft zur Sicherung der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit abzubauen, kommt es in vielen Unternehmen zu weiterer Arbeitsverdichtung. Angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels ist eine Entlastung kaum zu erwarten. Gleichzeitig leisten es sich Unternehmen weiterhin, ihre personellen Ressourcen in nicht wertschöpfenden Tätigkeiten zu binden und so zusätzlich zu belasten.

Ziel des Projektes war es, unter Nutzung der Erkenntnisse aus dem Bereich der industriellen Produktion zum Thema "Abbau von Verschwendung", diesen Herausforderungen zu begegnen. Insbesondere bestand die Aufgabe der Kompetenzentwicklungsinitiative "Ressourcenschonendes Arbeiten" (ResA) darin ein Programm zu entwickeln, das Belastungsabbau und Produktivitätssteigerung bzw. mehr Wertschöpfung verzahnt und sich eignet, Verschwendung als ungenutzte Potenziale für ein ressourcenschonendes Arbeiten kreativ aufzuspüren.

Ansatzpunkt für das Projekt ResA - und damit günstige Umsetzungsvoraussetzung in den Unternehmen - ist die Identifikation und Reduktion besonders belastender Verschwendung. Mitarbeiter sollten mit diesem neuen Ansatz befähigt werden belastende Verschwendungen im Arbeitsalltag zu entdecken und eigenständig Lösungen zu entwickeln und zu realisieren.

Auf Basis einer umfangreichen Aufarbeitung bereits in der Praxis etablierter Ansätze zur Produktivitätssteigerung mit Potential für den Abbau von Belastung wurde ein Vorgehen zum ressourcenschonenden Arbeiten entwickelt:

  1. Verschwendung und Belastung entdecken,
  2. die Ursachen analysieren,
  3. Lösungen erarbeiten und ggfs. bewerten,
  4. Maßnahmen ableiten und umsetzen und
  5. die Nachhaltigkeit sichern

Die Konzepte aus der betrieblichen Praxis wurden in ihre einzelnen Instrumente aufgeschlüsselt und - ergänzt um Methoden und Instrumenten aus der Literatur - diesen fünf Disziplinen zugeordnet. Diese Sammlung an Tools galt es an den Besonderheiten kleiner und mittelständischer Unternehmen zu spiegeln, um die Passfähigkeit zur Zielgruppe zu gewährleisten. Über eine Auswertung hinsichtlich Komplexität, Vermittelbarkeit sowie Schulungs- und Umsetzungsaufwand wurden die Instrumente zum ResA-Maßnahmenset verdichtet, welches nicht nur zum Erkennen und Eliminieren von Verschwendung, sondern auch zum Umgang mit stressigen und belastenden Situationen modular einsetzbar ist.

Im Zuge der mittelstandstauglichen Aufbereitung der Programmelemente kristallisierte sich heraus, dass zwei unterschiedliche Zielgruppen - Mitarbeiter sowie Führungskräfte, Personal- und Gesundheitsbeauftragte - mit der Kompetenzentwicklungsinitiative ResA anvisiert werden müssen. Um beiden Anspruchsgruppen gerecht zu werden, ohne mit zu vielen Informationen zu überfordern, wurde der ursprünglich geplante Handlungsleitfaden in zwei Dokumente aufgeteilt:

  • eine Toolbox für den aktiven Gebrauch auf Mitarbeiter- und Team-Ebene und
  • eine Handlungshilfe, die Wege zur Implementierung und nachhaltigen Umsetzung von ResA im Unternehmen aufzeigt.

Ergänzend wurden weitere Lern- und Arbeitsmaterialien wie Kurzvideos, Infokarten, Präsentationsvorlagen und Formulare sowie ein Workshopkonzept entwickelt. Im Rahmen einer Erprobungsphase wurden das entwickelte Vorgehen und die Materialien in sechs KMU getestet und überarbeitet. Das Konzept wurde überwiegend als schlüssig und gut verständlich beurteilt. Dennoch empfanden die Teilnehmer der Erprobungsphase die externe Moderation, als ersten Anstoß um Routinen zu hinterfragen, als äußerst hilfreich. Daher wird sich der weitere Transfer der Projektergebnisse besonders auf Multiplikatoren, wie beispielsweise das Beraternetzwerk von unternehmensWert:Mensch, fokussieren.

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Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Prof. Dr. Bernd Kriegesmann

Westfälische Hochschule

Institut für Innovationsforschung und -management
Buscheyplatz 13
44801 Bochum
E-Mail schreibenTelefon: 0234 915 923 0

Julia Eßlinger

Westfälische Hochschule

Institut für Innovationsforschung und -management
Buscheyplatz 13
44801 Bochum
E-Mail schreibenTelefon: 0234 915 923 55

Stefanie Bengfort

Westfälische Hochschule

Institut für Innovationsforschung und -management
Buscheyplatz 13
44801 Bochum
E-Mail schreibenTelefon: 0234 915 923 55

Steckbrief

Themen:

  • Wissen & Kompetenz

Projektlaufzeit

  • 03/2013 bis 05/2016