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Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Umsetzung der alter(n)sgerechten Arbeitsgestaltung in der Eisen- und Stahlindustrie (ergo-stahl)

Das Projekt verfolgte das Ziel, Unternehmen der Eisen- und Stahlindustrie bei der Gestaltung des demografischen Wandels zu unterstützen. Die Ergebnisse des Projektes - Broschüre, Toolbox und Abschlussbericht - liegen jetzt vor.

Drei Gussputzer bei der Arbeit in einer Werkstatt. © Fotoagentur FOX/Uwe Völkner

Das Projekt verfolgte das Ziel, Unternehmen der Eisen- und Stahlindustrie bei der Gestaltung des demografischen Wandels zu unterstützen, denn trotz zahlreicher Verbesserungen sind die Arbeitsbedingungen in der Eisen- und Stahlindustrie nach wie vor durch zum Teil körperlich und psychomental belastende Prozesse geprägt. Belastungsfaktoren ergeben sich unter anderem aus der Arbeitsumgebung wie Hitze, Staub, Lärm, Beleuchtung, einer unflexiblen Arbeitszeit und Schichtplangestaltung, ergonomischen Mängeln der Arbeitsplatzgestaltung, Defiziten aus der Arbeitsorganisation, unzureichend ausgeprägten Beteiligungsprozessen bzw. einer nicht alter(n)sgerechten Führungskultur.

Grundlage des Projektvorhabens bildeten der "Tarifvertrag zur Gestaltung des demografischen Wandels in der Eisen- und Stahlindustrie" und die mit ihm skizzierten Anforderungen.

Ausgehend von einer differenzierten Bestandsaufnahme wurden dazu in fünf Unternehmen in ausgewählten Bereichen Maßnahmen zur Arbeitsgestaltung, zur Qualifizierung, zum belastungsorientierten Arbeitsplatzwechsel, zur Optimierung der Führungskompetenz, der Unternehmenskultur und der Gesundheitsförderung geplant, umgesetzt und evaluiert.

Im gesamten Projektverlauf kamen Instrumente/Methoden wie folgende zum Einsatz, die auf die spezifischen Anforderungen der Eisen- und Stahlindustrie angepasst wurden:

  • Altersstrukturanalysen
  • Qualifikationsbedarfsanalysen
  • Qualifikationsmatrizen
  • Gefährdungs- und Belastungsanalysen
  • Arbeitsplatzkataster
  • Leitmerkmalmethoden zur Beurteilung von Heben, Halten und Tragen sowie von Ziehen und Schieben
  • Lerntandems
  • Seminare zur Führung und Gesundheit und alternsgerechter Arbeitsgestaltung

Der Abschlussbericht verdeutlicht, wie das Projekt organisatorisch in die Betriebe und deren Abläufe eingebunden wurde und welche inhaltlichen Ziele mit welchen Maßnahmen erreicht worden sind. Ein Handlungsleitfaden mit Toolbox wurde für betriebliche Praktiker erstellt, der "kurz und bündig" Hilfestellung bei der Übertragung der beschriebenen Vorgehensweise, bei dem Einsatz der verwendeten Instrumente sowie Hinweise für Maßnahmen im eigenen Unternehmen bietet.

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Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Hans Szymanski

BIT e.V.
Max-Greve-Straße 30
44791 Bochum
E-Mail schreibenTelefon: 0234 92231-44

Andrea Lange

BIT e.V.
Max-Greve-Straße 30
44791 Bochum
E-Mail schreibenTelefon: 0234 92231-46

Steckbrief

Themen:

  • Chancengleichheit & Diversity
  • Demografie

Projektlaufzeit

  • 11/2010 bis 12/2013