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Work & Age - Branchen und Berufe im Wandel

Die Deutschen werden immer älter - und sie bleiben auch immer länger beruflich aktiv. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie "Berufe im Demografischen Wandel" der Initiative Neue Qualität der Arbeit. Sie ist im Rahmen des zweijährigen Projektes "Work & Age - Branchen und Berufe im Wandel" und wurde auf dessen Abschlussveranstaltung am 24. Oktober 2013 in Berlin vorgestellt.

Ein älterer Büroangestellter schaut nach unten auf seine Arbeitsunterlagen. © Colourbox.com

Der demografische Wandel führt grundsätzlich zu einem Rückgang und einer Alterung der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Diese Entwicklung wird gegenwärtig und in naher Zukunft durch die Alterung der Babyboomer Generation und ihrem Austritt aus dem Erwerbsleben getrieben. Die Babyboomer Generation ist die derzeit zahlenmäßig stärkste Kohorte auf dem Arbeitsmarkt. Ihr Renteneintritt wird eine Vielzahl von Unternehmen vor die Herausforderung stellen, adäquaten Personalersatz zu finden. Die gleichzeitig auf den Arbeitsmarkt eintretenden Generationen fallen bei ähnlicher Qualifikationsstruktur deutlich kleiner aus. In der Konsequenz droht ein breiter Fachkräftemangel, der die Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft begrenzen könnte.

Die Universität Rostock in Zusammenarbeit mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg sowie econsense, einem Forum der deutschen Wirtschaft für nachhaltige Entwicklungen, werteten in dem Projekt Daten zum Fachkräftemangel in ausgewählten Berufen untergliedert nach Branchen und Regionen aus und bewerteten zukünftige Risiken. Ergänzend wurden Bestimmungsfaktoren fortgesetzter Erwerbsbeteiligung identifiziert, um Wege abzuleiten, wie ältere Erwerbspersonen zu einem längeren Verbleib auf dem Arbeitsmarkt motiviert und befähigt werden können. Auf diese Weise könnte ein wichtiges Kompensationspotenzial im demografischen Wandel aktiviert werden.

Projektziel

Ziel war die Erstellung einer Übersicht, in der für die ausgewählten Berufe (Ingenieurtechnische und naturwissenschaftliche (MINT-)Berufe, Gesundheits- und Pflegeberufe, Kaufmännische Berufe) das Risiko eines Fachkräftemangels und gleichzeitig Ansätze, um dieses abzumildern, dargestellt werden. Die Ergebnisse sollten in Anlehnung an die erfolgreiche Demographic Risk Map des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels zugänglich aufbereitet und öffentlichkeitswirksam kommuniziert werden.

Der Beitrag des Projekts liegt damit vor allem in der Kombination von Informationen zum aktuellen und zukünftigem Ausmaß des Fachkräftemangels mit der Darstellung und Bewertung von Instrumenten zur Bewältigung dieses Mangels. Die neue Publikation "Berufe im demografischen Wandel - Alterungstrends und Fachkräfteangebot" fasst die Ergebnisse der vergleichenden Analyse der zwölf Berufsgruppen aus vier Tätigkeitsbereichen zusammen.

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Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Dr. Golo Henseke

Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Rostock
Ulmenstraße 69
18051 Rostock
E-Mail schreibenTelefon: 0381 498-4468

Steckbrief

Themen:

  • Chancengleichheit & Diversity
  • Demografie

Projektlaufzeit

  • 08/2011 bis 08/2013