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ZEITREICH und ZEITREICH@orga - Zielkonflikte in der betrieblichen Arbeitszeitpolitik lösen

Innovative Arbeitszeitmodelle für kleine und mittlere Betriebe (KMU) in der Metall- und Elektroindustrie, im Einzelhandel, in der Chemieindustrie sowie für die öffentlichen Verwaltung werden im Projekt ZEITREICH - Zielkonflikte in der betrieblichen Arbeitszeitpolitik lösen – entwickelt.

Eine Fotomontage aus einer Uhr und Menschen in einer U-Bahn © Colourbox

ZEITREICH

Das Projekt ZEITREICH unterstützt die Betriebsparteien, Geschäftsleitung und Personalverantwortliche auf der einen sowie Betriebs- bzw. Personalräte auf der anderen Seite, neue Zeitmodelle zu entwickeln, zu erproben und einzuführen, die für beide Seiten von Vorteil sind: Vor allem KMU und Verwaltungen sollen durch attraktive Arbeitszeitmodelle ihre Position im Wettbewerb um qualifizierte Nachwuchskräfte stärken und potenzielle Zeitreserven mobilisieren. Für Beschäftigte geht es darum, Lösungen zu entwickeln, die Belastungen mindern und Zeitsouveränität erhöhen.

Im Blickfeld stehen dabei insbesondere die folgenden fünf Zielsetzungen:

  • Zeitsouveränität: Wie kann ein eigenverantwortlicher und selbstbestimmter Umgang mit Arbeitszeit erreicht werden?
  • Zeitumverteilung: Wie lassen sich Arbeitszeiten im Lebensverlauf bedarfsgerecht zwischen den Geschlechtern und Generationen verteilen?
  • Zeitsynchronisation: Wie können inner- und außerbetriebliche Zeitstrukturen besser aufeinander abgestimmt werden?
  • Zeitkompetenz: Wie kann die Fähigkeit, mit Zeit als knapper Ressource optimal umzugehen, gefördert werden?
  • Zeitqualität: Wie kann die Arbeitszeit potenzielle und tatsächliche Belastungen vermindern und zur Gesundheit erhaltenden Entlastung beitragen?

Die erste Phase mit sieben Modellbetrieben und -verwaltungen wurde nach knapp einem Jahr erfolgreich abgeschlossen. Hierbei wurden zunächst gemeinsam mit den Projektbegleitern aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V., wmp consult – Wilke Maack GmbH sowie Dr. Hartmut Seifert Zeitkonflikte in den Arbeitszeitmodellen praxisnah identifiziert und seitens des Instituts für Beschäftigung und Employability IBE Mitarbeiterbefragungen durchgeführt. Anschließend arbeiteten die Projektteams unter fachkundiger Beratung neue Arbeitszeitmodelle heraus, die zur Lösung dieser Konflikte führen sollen. Die Betriebe und Verwaltungen erhalten zudem auch die Möglichkeit zum regelmäßigen Erfahrungsaustausch untereinander, so beispielsweise bei einem Treffen im September 2017 am Institut der deutschen Wirtschaft Köln, bei dem die Modellbetriebe der ersten Phase ihre Ergebnisse vorstellten.

Nachdem das Projekt im Juli 2016 gestartet ist, geht es nun in die nächsten Phasen. Im Mai 2019 hat die Abschlussveranstaltung im Caritasverband Frankfurt e. V. in Frankfurt am Main mit einer Ergebnispräsentation stattgefunden. Nun beginnt ZEITREICH@orga!

ZEITREICH@orga

Nach erfolgreichem Abschluss von ZEITREICH soll ZEITREICH@orga in vier bis sechs Modellbetrieben Zielkonflikte in Bezug auf Agilität/Flexibilität, New Work/Old Work und mobile/stationäre Arbeit identifizieren, Lösungen entwickeln und implementieren, die auch Einfacharbeitende ansprechen. Ebenfalls fokussiert werden Ansätze zur Sicherung der lebenslangen Beschäftigungsfähigkeit. Am Ende stehen wissenschaftlich evaluierte und in der Praxis erprobte, konfliktarme Modelle, die Betrieben, vor allem KMU, und Beschäftigten Vorteile bei der Bewältigung der Herausforderungen der Arbeitswelt bieten. Hinzu kommen eine Online-Toolbox und ein Trainingskonzept, das in Erweiterung des Konzeptes aus ZEITREICH befähigt, das entwickelte Vorgehen auch auf andere Betriebe und Verwaltungen zu übertragen und so die Nachhaltigkeit nach Projektabschluss sichert. Ergänzt wird ZEITREICH@orga durch Empfehlungen zur Gestaltung von Schnittstellen zwischen Betrieben, Beschäftigten und einer möglichen Arbeitsversicherung.

Die Zielsetzungen des Vorhabens im Einzelnen:

  • Entwicklung, Implementierung und Evaluierung konfliktarmer Modelle der Arbeitsorganisation zur Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit.
  • Berücksichtigung unterschiedlicher Branchen sowie Beschäftigter mit unterschiedlichen Arbeitsbedingungen, Qualifikationsniveaus und Lebensphasen.
  • Erarbeitung von Empfehlungen zur Schnittstellengestaltung im Kontext einer Arbeitsversicherung.
  • Etablierung eines sozialpartnerschaftlichen Ansatzes durch Einbeziehung der Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und Betriebsparteien.
  • Sicherstellung des nachhaltigen Nutzens und der Übertragbarkeit nach Projektende.

Das Projekt startete im Juli 2019 für eine Dauer von 18 Monaten bis zum 31.12.2020. ZEITREICH@orga wird vom Institut für Beschäftigung und Employability IBE der HWG Ludwigshafen sowie wmp consult – Wilke Maack GmbH und Dr. Hartmut Seifert durchgeführt.

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Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Silke Eilers

Projektleitung

Institut für Beschäftigung und Employability (IBE)
Ernst-Boehe-Straße 4
67059 Ludwigshafen am Rhein
E-Mail schreibenTelefon: 0621 52 03 29 2

Cristiane Flüter-Hoffmann

Projektpartnerin

Institut der deutschen Wirtschaft Köln
Konrad-Adenauer-Ufer 21
50668 Köln
E-Mail schreibenTelefon: 0221 49 81 84 1

Cornelia Rieke

wmp consult - Wilke Maak GmbH
Schaarsteinwegsbrücke 2
20459 Hamburg
E-Mail schreibenTelefon: 040 - 368 097 41

Dr. Hartmut Seifert

Projektpartner

Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut der Hans-Böckler-Stiftung
Hans-Böckler-Straße 39
40476 Düsseldorf
E-Mail schreibenTelefon: 0211 43 38 60

Steckbrief

Themen:

  • Führung

Projektlaufzeit

  • 07/2016 bis 12/2020