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ZEITREICH - Zielkonflikte in der betrieblichen Arbeitszeitpolitik lösen

Innovative Arbeitszeitmodelle für kleine und mittlere Betriebe (KMU) in der Metall- und Elektroindustrie, im Einzelhandel, in der Chemieindustrie sowie für die öffentlichen Verwaltung werden im Projekt ZEITREICH - Zielkonflikte in der betrieblichen Arbeitszeitpolitik lösen – entwickelt. Nachdem das Projekt im Juli 2016 gestartet ist, geht es nun in die nächsten Phasen.

Eine Fotomontage aus einer Uhr und Menschen in einer U-Bahn © Colourbox

Das Projekt ZEITREICH unterstützt die Betriebsparteien, Geschäftsleitung und Personalverantwortliche auf der einen sowie Betriebs- bzw. Personalräte auf der anderen Seite, neue Zeitmodelle zu entwickeln, zu erproben und einzuführen, die für beide Seiten von Vorteil sind: Vor allem KMU und Verwaltungen sollen durch attraktive Arbeitszeitmodelle ihre Position im Wettbewerb um qualifizierte Nachwuchskräfte stärken und potenzielle Zeitreserven mobilisieren. Für Beschäftigte geht es darum, Lösungen zu entwickeln, die Belastungen mindern und Zeitsouveränität erhöhen.

Im Blickfeld stehen dabei insbesondere die folgenden fünf Zielsetzungen:

  • Zeitsouveränität: Wie kann ein eigenverantwortlicher und selbstbestimmter Umgang mit Arbeitszeit erreicht werden?
  • Zeitumverteilung: Wie lassen sich Arbeitszeiten im Lebensverlauf bedarfsgerecht zwischen den Geschlechtern und Generationen verteilen?
  • Zeitsynchronisation: Wie können inner- und außerbetriebliche Zeitstrukturen besser aufeinander abgestimmt werden?
  • Zeitkompetenz: Wie kann die Fähigkeit, mit Zeit als knapper Ressource optimal umzugehen, gefördert werden?
  • Zeitqualität: Wie kann die Arbeitszeit potenzielle und tatsächliche Belastungen vermindern und zur Gesundheit erhaltenden Entlastung beitragen?

Die erste Phase mit sieben Modellbetrieben und -verwaltungen wurde nach knapp einem Jahr erfolgreich abgeschlossen. Hierbei wurden zunächst gemeinsam mit den Projektbegleitern aus dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V., wmp consult – Wilke Maack GmbH sowie Dr. Hartmut Seifert Zeitkonflikte in den Arbeitszeitmodellen praxisnah identifiziert und seitens des Instituts für Beschäftigung und Employability IBE Mitarbeiterbefragungen durchgeführt. Anschließend arbeiteten die Projektteams unter fachkundiger Beratung neue Arbeitszeitmodelle heraus, die zur Lösung dieser Konflikte führen sollen. Die Betriebe und Verwaltungen erhalten zudem auch die Möglichkeit zum regelmäßigen Erfahrungsaustausch untereinander, so beispielsweise bei einem Treffen im September 2017 am Institut der deutschen Wirtschaft Köln, bei dem die Modellbetriebe der ersten Phase ihre Ergebnisse vorstellten.

Die zweite Projektphase wurde auf Basis der Erkenntnisse aus den Modellbetrieben und -verwaltungen Ende 2017 eingeläutet, bei der noch einmal sechs sogenannte Second-Starter-Betriebe beraten und begleitet sowie Mitarbeiterbefragungen durchgeführt werden. Zurzeit entwickelt das ZEITREICH-Team in Kooperation mit den Bildungswerken der Gewerkschaften und der Wirtschaft ein Trainingskonzept. Erfahrene Trainerinnen und Trainer, die mit zentralen Fragestellungen verschiedener Arbeitszeitmodelle vertraut sind, sollen mit Hilfe dieses Konzepts sowohl die Arbeitgeber-, als auch die Arbeitnehmerseite für Arbeitszeitkonflikte sensibilisieren und durch die Erkenntnisse im ZEITREICH-Projekt Wege zur Lösung dieser Konflikte aufzeigen. Darüber hinaus finden im gesamten Projektverlauf weitere öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen statt, die begleitend einen Zugang für Interessenten der Thematik schaffen sollen. In Form von Vorträgen und zusätzlichen Publikationen werden praxisnahe Anregungen zum Thema Arbeitszeit gegeben, die sich auch in kleinen und mittleren Betrieben und Verwaltungen umsetzen lassen.

Abschließend ist der Transfer der Endergebnisse aller Phasen geplant. Diese sollen in zwei Leitfäden, sowohl einem für Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter, als auch einem für Arbeitgeber- und Personalvertreterinnen und -vertreter gebündelt werden. Eine öffentlichkeitswirksame Abschluss­veranstaltung im Sommer 2019 wird den finalen Teil des Projektes bilden.

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Zusatzinformationen

Ansprechpartner/in

Silke Eilers

Projektleitung

Institut für Beschäftigung und Employability (IBE)
Ernst-Boehe-Straße 4
67059 Ludwigshafen am Rhein
E-Mail schreibenTelefon: 0621 52 03 29 2

Chrsitiane Flüter-Hoffmann

Projektpartnerin

Institut der deutschen Wirtschaft Köln
Konrad-Adenauer-Ufer 21
50668 Köln
E-Mail schreibenTelefon: 0221 49 81 84 1

Cornelia Rieke

wmp consult - Wilke Maak GmbH
Schaarsteinwegsbrücke 2
20459 Hamburg
E-Mail schreibenTelefon: 040 - 368 097 41

Dr. Hartmut Seifert

Projektpartner

Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut der Hans-Böckler-Stiftung
Hans-Böckler-Straße 39
40476 Düsseldorf
E-Mail schreibenTelefon: 0211 43 38 60

Steckbrief

Themen:

  • Führung

Projektlaufzeit

  • 07/2016 bis 06/2019