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Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Studie: Gläserne Decke erschwert vielen Frauen den Aufstieg

Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen in der Arbeitswelt sind nach wie vor groß. Aber immer mehr Betriebe setzen gezielt Maßnahmen für mehr Chancengleichheit um. Immerhin will jeder vierte Betrieb den Anteil von Frauen in Führungspositionen erhöhen. Flexible Arbeitszeiten, Teilzeit für Führungskräfte und spezielle Weiterbildungen sind die häufigsten Maßnahmen auf dem Weg dahin. Dies und andere Entwicklungen zeigt der Monitor "Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsplatz", den die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales getragene Initiative Neue Qualität der Arbeit auf der Karriere-Messe women&work vorstellte.

"Frauen stoßen immer noch oft an die gläserne Decke", stellt Dr. Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability und Themenbotschafterin Chancengleichheit & Diversity bei der Initiative Neue Qualität der Arbeit, fest. "Das hat strukturelle und kulturelle Ursachen: Frauen arbeiten der Familie zuliebe sehr viel häufiger in Teilzeit, haben unterbrochene Lebensläufe und organisieren sich zu wenig. Wir brauchen eine offene Unternehmenskultur mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, transparente Karrierewege mit klaren Fixpunkten, die für alle gelten, aktivere Netzwerke und Mentorenprogramme für Frauen, aber auch ein Umdenken, um mit Stereotypen aufzuräumen. Dabei können auch die Möglichkeiten der Digitalisierung helfen."

Wie der Monitor "Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsplatz" mit aktuellen Daten belegt, haben Frauen es nach wie vor schwer, in die Führungsebene aufzusteigen: Während lediglich 14 Prozent der Frauen in einer Leitungsposition arbeiten, sind es bei den Männern 32 Prozent. Doch selbst Frauen in Führungspositionen erleben Benachteiligungen: Sie führen im Durchschnitt 18 Mitarbeitende weniger als Männer und fühlen sich bei Beförderungen oder Gehaltserhöhungen häufiger übergangen.

Der Monitor "Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsplatz" basiert auf der Längsschnittstudie "Arbeitsqualität und wirtschaftlicher Erfolg", für die 770 Personalverantwortliche sowie 7.100 Beschäftigte befragt wurden. Die aktuellen Ergebnisse belegen die Unterschiede in den Entwicklungsmöglichkeiten von Frauen und Männern in der Arbeitswelt und zeigen, wie beide Geschlechter die Förderung durch ihren Arbeitgeber wahrnehmen.

Initiative Neue Qualität der Arbeit auf der women&work

Die Studie wurde auf der Messe women&work am 28. April 2018 in Frankfurt im Rahmen des Vortragsprogramms "Die neue Arbeitswelt - digital, flexibel, weiblich?" vorgestellt. Am Messestand G1 konnten sich zudem Interessierte zu den Themen "Führung" und "Chancengleichheit & Diversity" informieren und beraten lassen.

Maßnahmen der Frauenförderung.

Flexible Arbeitszeiten, Teilzeit für Führungskräfte und spezielle Weiterbildungen sind beliebte Maßnahmen der Frauenförderung.

Die Initiative Neue Qualität der Arbeit: Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Attraktive Arbeitsbedingungen sind heute mehr denn je ein Schlüssel für Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland und bilden die Grundlage für eine erfolgreiche Fachkräftesicherung in Unternehmen und Verwaltungen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unterstützt daher mit der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) eine Plattform, auf der sich Verbände und Institutionen der Wirtschaft, Unternehmen, Gewerkschaften, die Bundesagentur für Arbeit, Sozialversicherungsträger, Kammern und Stiftungen gemeinsam mit der Politik für eine neue, nachhaltige Arbeitskultur einsetzen – entlang der Themenfelder Personalführung, Gesundheit, Wissen & Kompetenz sowie Chancengleichheit & Diversity. Als unabhängiges Netzwerk bietet die Initiative konkrete Beratungs- und Informationsangebote für Betriebe und Verwaltungen sowie vielfältige Austauschmöglichkeiten in zahlreichen – auch regionalen – Unternehmens- und Branchennetzwerken: www.inqa.de.

Stand: 20.04.2018

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