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Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Erneute Sommerhitze im Büro: Sechs Tipps für Arbeitgeber und Beschäftigte, damit sie gesund und leistungsfähig bleiben

Die Konzentration lässt nach, die Hitze im Büro heizt sich immer weiter auf und ist durch Computer, Drucker oder viele Personen zusätzlich spürbar. Wer entscheidet, wann Betriebe Maßnahmen ergreifen und vor allem welche? Nach den Technischen Regeln für Arbeitsstätten darf die Lufttemperatur in Arbeits- und Sozialräumen +26°C nicht überschreiten. Fenster oder Glaswände müssen mit Jalousien ausgerüstet sein, um direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Trotz dieser Reglungen gibt es für Beschäftigte keinen direkten Rechtsanspruch auf klimatisierte Räume oder Hitzefrei. Jedoch ist der Arbeitgeber verpflichtet bei Temperaturen über 30°C, etwas gegen die Hitze zu tun. Nach § 4 des Arbeitsschutzgesetzes ist der Arbeitgeber auch dazu verpflichtet, die Arbeit so zu gestalten, dass eine Gefährdung für Leben und Gesundheit vermieden wird. Die Maßnahmen umfassen Sonnenschutz, Klimatechnik und Arbeitsorganisation im Betrieb.

Die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) verweist auf die Tipps der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) für Arbeitgeber und Beschäftigte zum Umgang mit Hitze im Büro:

Maßnahmen im Betrieb

  • Sonnenschutz steuern: Jalousien müssen rechtzeitig heruntergelassen werden und sollten auch nach der Arbeitszeit geschlossen bleiben.
  • Frühmorgens lüften: In den frühen Morgenstunden sollte gelüftet werden. Lüftungseinrichtungen sind gezielt zu steuern, sodass z.B. eine Nachtauskühlung möglich ist.
  • Arbeitszeiten flexibel gestalten: Flexible Arbeitszeiten erlauben dann zu arbeiten, wenn die Innentemperatur gesundheitlich zuträglich ist.
  • Ventilatoren und Klimageräte einsetzen: Ventilatoren verschaffen Kühlung und mobile Klimageräte tragen dazu bei, die Temperatur in einzelnen Räumen zu senken.
  • Bekleidungsregeln lockern: Am heißen Tagen hilft eine leichte Sommerbekleidung, sodass der Körper nicht überhitzt
  • Getränke bereitstellen: Getränke wie Mineralwasser oder Saftschorlen unterstützen die körpereigne Wärmeregulation. Auf sehr kalte Getränke mit Eiswürfeln sollte verzichtet werden.

Tipps für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

  • Sonnenschutz nutzen: Sonnenschutzeinrichtungen möglichst so einstellen, sodass keine direkte Sonnenstrahlung ins Büro gelangt. Dabei auf ausreichendes Tageslicht ohne künstliche Beleuchtung achten
    Wärmequellen vermeiden: Elektrische Geräte abschalten, die nicht benötigt werden
  • Bekleidung anpassen: Luft- und feuchtigkeitsdurchlässige Kleidung erleichtert das Schwitzen und verringert Hitzebelastung
  • Mehr trinken: Der Körper verliert durch Schwitzen viel Flüssigkeit. Bei hohen Temperaturen sollte man drei Liter oder mehr trinken
  • Körperpartien kühlen: Handgelenke mit kaltem Wasser benetzen, das kühlt kurzfristig
    Ernährung anpassen: Über den Tag verteilt auf deftige Speisen verzichten und leichte Kost wählen.

INQA

Die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) bietet konkrete Beratungs- und Informationsangebote für Betriebe, Verwaltungen sowie vielfältige Austauschmöglichkeiten in zahlreichen Unternehmens- und Branchennetzwerken. Gute und attraktive Arbeitsbedingungen sind essenziell für innovative und erfolgreiche Unternehmen. Dafür engagiert sich seit 2002 die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ins Leben gerufene Initiative.

Stand: 22.07.2019

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