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12.03.2015

Projekt ResA sucht Unternehmen zur Erprobung der entwickelten Instrumente

Im Rahmen des Projekts Kompetenzentwicklungsinitiative "Ressourcenschonendes Arbeiten" (ResA) wurden Instrumente entwickelt, um Kompetenzen der Fach- und Führungskräfte im ressourcenschonenden Arbeiten zu stärken. Das Institut für Innovationsforschung und -management (ifi) sucht ab sofort kleine und mittelständische Unternehmen, die das Maßnahmenset kostenlos testen möchten. Die Erprobungsphase startet im April 2015.

Ein Lehrling und ein erfahrener Kollege arbeiten zusammen in einer Werkstatt. © Colourbox

Das Gesamtkonzept basiert auf bestehenden Konzepten zum verschwendungsarmen Arbeiten, die in Großunternehmen bereits erfolgreich durchgeführt werden und zu schnellen Ergebnissen führen.

Prof. Bernd Kriegesmann, Institutsleiter des ifi, erklärt: "Viele Unternehmen sehen sich derzeit mit ganz ähnlichen Herausforderungen konfrontiert. Statt Belastungsfaktoren bei einer älter werdenden Belegschaft abzubauen, kommt es in vielen Unternehmen – wettbewerbsbedingt – zu weiterer Arbeitsverdichtung. Angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels ist eine Entlastung jedoch kaum zu erwarten. Gleichzeitig leisten es sich Unternehmen weiterhin, ihre personellen Ressourcen in nicht wertschöpfenden Tätigkeiten zu binden. Wege mit diesen unterschiedlichen Entwicklungen umzugehen, werden in dem Projekt erarbeitet und umgesetzt."

Wettbewerbsbedingter Kostendruck, die steigende Belastung einer älter werdenden Belegschaft und der drohende Mangel an Fachkräftenachwuchs - das Projekt ResA unterstützt Unternehmen dabei diese drei Herausforderungen nicht isoliert zu betrachten, sondern gemeinsam anzugehen. Denn denkt man etablierte Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung breiter, wird deutlich, dass die Vermeidung von Verschwendung auf alle drei Handlungsfelder "einzahlen" kann. Sie steigert die Produktivität und setzt an den Ursachen von Belastung sowie der unnötigen Bindung knapper Fachkräfteressourcen an. Greifbar wird das, wenn man sich beispielsweise Überproduktion, vermeidbare aber belastende Transporte oder Nacharbeit vor Augen führt. Diese Verschwendungsarten senken Produktivität, steigern Belastung und binden Fachkräfte.

Konzept des ressourcenschonenden Arbeitens

Einen derartigen Ansatz umzusetzen, setzt bei den Fach- und Führungskräften Kompetenzen für ein ressourcenschonendes Arbeiten voraus. Daher sind sie zu ermutigen und zu befähigen,

  • Verschwendung und Belastung zu entdecken,
  • die Ursachen zu analysieren,
  • Lösungen zu erarbeiten und ggfs. zu bewerten,
  • Maßnahmen abzuleiten und umzusetzen sowie
  • die Nachhaltigkeit der Verbesserungen zu sichern.

Zu diesem Zweck wurden unter anderem eine Handlungshilfe, eine Toolbox und ein Workshop-Konzept entwickelt. Interessierte Unternehmen können die entwickelten Instrumente im Rahmen einer kostenlosen Beratung erproben und durch den Abbau von Verschwendung sowohl die Produktivität steigern als auch Belastungen verringern. Werden Sie ein ResA-Erprobungsunternehmen. Bei Interesse melden Sie sich bitte unter projekt-resa@ifi-ge.de.

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