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Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

07.07.2015

Zukunftskongress: Herausforderungen der Digitalisierung in der Arbeitswelt

Mit der zunehmenden Digitalisierung hat sich unsere Arbeitswelt massiv verändert. Doch nicht nur Unternehmen passen sich den damit verbundenen Entwicklungen an, auch der öffentliche Dienst kommt nicht umhin, auf diese Herausforderungen zu reagieren. Über Lösungen, Prozesse, Auswirkungen und Trends in der digitalisierten Arbeitswelt diskutierten zum mittlerweile dritten Mal mehr als 1.000 Spitzenvertreter aus Bund, Ländern und Kommunen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Repräsentanten innovativer Unternehmen auf dem Zukunftskongress Staat & Verwaltung am 23. und 24. Juni in Berlin.

Zwei Mitarbeiterinnen der Initiative Neue Qualität der Arbeit am Informationsstand auf dem Zukunftskongress Staat & Verwaltung 2015 in Berlin.

Dass die Digitalisierung der Arbeitswelt auch in der Verwaltung immer weiter voranschreitet, zeigt eine Untersuchung der Hertie School of Governance im Vorfeld des Kongresses. Knapp drei Viertel der befragten Behörden haben demnach eine eigene digitale Strategie bereits umgesetzt oder in Planung. Diesen Prozess weiter voranzutreiben und die elektronischen Angebote und Arbeitsabläufe in der öffentlichen Verwaltung auszuweiten, sei Ziel der Digitalen Agenda der Bundesregierung, so Bundesinnenminister Thomas de Maizière beim Zukunftskongress, der in diesem Jahr unter dem Motto "Staat und Gesellschaft in der digitalen Revolution" stand.

Auch die Initiative Neue Qualität der Arbeit, die für den öffentlichen Dienst zahlreiche praktische Tipps und Lösungen für eine moderne Personalpolitik anbietet, war mit verschiedenen Themen beim Zukunftskongress vertreten. Doreen Molnár vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) begleitete dazu einen Dialog zur Verwaltung der Zukunft. Vertreterinnen und Vertreter von kommunalen, Landes- und Bundesbehörden konnten hier ihre Erfahrungen und Lösungsansätze austauschen, unterschiedliche Perspektiven aufzeigen und Ideen vertiefen. "Die Erwartungen junger Beschäftigter, die Akzeptanz digitaler Arbeitsabläufe bei älteren Beschäftigen sowie auch das Führen von virtuellen Teams - dies alles sind Themen, die die Bandbreite der Herausforderungen für die Verwaltung aufzeigen", so Doreen Molnár vom BMAS.

In einem der zahlreichen Zukunftsforen des zweitägigen Kongresses erörterte Doreen Molnár zudem mit Vertreterninnen und Vertretern aus Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und DGB den Umgang der öffentlichen Verwaltung mit Mobilität, Vernetzung und Arbeitsverdichtung. "Um die Potentiale mobiler und vernetzter Arbeit auszuloten und zu nutzen, brauchen wir solide Leitplanken. Wir müssen Strategie, Organisation und Prozesse anpassen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Führungskräfte befähigen und einen vernünftigen Veränderungsprozess aufsetzen, so das Resümee dieses Forums."

Schließlich wurden in einem Praxisdialog zum Thema Wertschätzung durch gemeinsame Gestaltung der Arbeitswirklichkeit Praxisbeispiele aus der Privatwirtschaft sowie ein Vorhaben für den öffentlichen Dienst zum Thema "Anerkennende und wertschätzende Verwaltungskultur" vorgestellt, das im Rahmen der Demografiestrategie der Bundesregierung umgesetzt wird.

Neben dem Bedarf an Austausch und Wissenstransfer konnte auch den weitergehenden Informationsbedürfnissen der Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmer mit einem Informationsstand der Initiative Neue Qualität der Arbeit entsprochen werden. Große Resonanz fand dabei der Praxisordner "Verwaltung der Zukunft - Beispiele einer modernen Personalpolitik", der zahlreiche Praxisbeispiele aus kommunalen, Landes und Bundesverwaltungen zu den Themenfeldern Führung, Gesundheit, Kompetenz & Wissenstransfer sowie Chancengleichheit & Diversity aufzeigt.

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