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20.08.2015

INQA-Audit steigert Mitarbeitermotivation

Die Arbeitswelt ist im Wandel. Ganzheitliche, mitarbeiterorientierte und maßgeschneiderte Lösungen müssen her, wenn es um eine moderne Personalpolitik geht. Die Initiative Neue Qualität der Arbeit bietet mit dem INQA-Audit zukunftsfähige Unternehmenskultur vielen Betrieben konkrete Unterstützung - mit Erfolg, wie der Blick in die Praxis beweist.

Übergabe der INQA-Audit-Urkunde an Mitarbeiter der Haas & Co. Magnettechnik GmbH © Haas & Co. Magnettechnik GmbH

Magnettechnik, was ist das? "Wir verarbeiten und veredeln alles um permanent-magnetische Werkstoffe. Das geht vom Magneten für die Plantafel über Magnetbänder, die in Kühlschränken eingelassen werden, bis zum Magneten im Airbagsystem des Autos", sagt Christopher Haas, Geschäftsführer der Haas & Co. Magnettechnik GmbH aus Wiesbaden. Schwerpunkte setzt die Firma mit seinen rund 20 Mitarbeitern auf den POS-Bereich. POS steht für Point of Sale und bezeichnet den Verkaufsort. Zahlreiche Patente unterstreichen die Innovationsfähigkeit des hessischen Spezialbetriebs.

Das Unternehmen sei in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gewachsen, so der 40-Jährige, und dieses Wachstum sei auch der Ansporn gewesen, etwas für die Mitarbeiter zu tun. Die Herausforderung: Im Unternehmen arbeiten die unterschiedlichsten Alterskohorten, das sind auf der einen Seite junge Menschen, die gerade eine Familie gegründet haben. Auf der anderen Seite investieren die altgedienten Beschäftigten viel Zeit in die Pflege von Angehörigen. "Gute Mitarbeiter zu finden, vor allem hier im Rhein-Main Gebiet, ist sehr schwierig", erläutert der Firmenchef. Deshalb müsse er auch als kleine Firma punkten, um gut ausgebildete Fachkräfte zu rekrutieren und im Betrieb zu halten.

Zeit für eine Bestandsaufnahme

Seit Anfang des Jahres durchläuft der Betrieb jetzt das INQA-Audit. Für Haas eine gute Gelegenheit eine Bestandsaufnahme des Unternehmens zu erstellen. Der Mitarbeiterbefragung als Teil des INQA-Audit Einstiegsprozesses sah er gelassen entgegen. "In einem kleinen Betrieb ist man schon sehr nah am Beschäftigten und diesen sehr detaillierten Mitarbeiterbogen fand ich klasse", erzählt der Geschäftsführer. Seine Mitarbeiter hätten den Status Quo noch besser eingeschätzt als er.

Als Maßnahmen hat die Projektgruppe der Haas & Co. Magnettechnik GmbH unter anderem eine gesundheitliche Bestandsaufnahme abgesprochen, auch weil teilweise in der Produktion schwere Lasten gehoben werden. Dann wurde ein flexibles Arbeitszeitmodell, das in der Produktion bereits angewendet wird, auch für den Bürobereich angedacht. Ein weiterer Punkt sind strukturierte Mitarbeiter-Jahresgespräche und feste Regeln für Meetings und Konferenzen.

Veränderung treibt an

Oliver Sauer, Beauftragter für das Qualitätsmanagement im Unternehmen, ist von der Durchführung des INQA-Audits angetan. "Mir als Arbeitnehmer macht es einfach gute Laune zu sehen, dass sich der Arbeitgeber um die Situation der Beschäftigten Gedanken macht", freut sich Sauer. Und das habe sein Motivation gesteigert, sagt der 28-Jährige.

Aktuell hat sich der Wiesbadener Betrieb beim Programm "Gesunde Unternehmen" der regionalen IHK angemeldet. Das Programm startet im kommenden Frühjahr. Deshalb peilt Geschäftsführer Haas den Abschluss des INQA-Audit für den Spätsommer 2016 an - Zeit genug, um sich zusammen mit den Mitarbeitern um den Aufbau einer zukunftsfähigen Unternehmenskultur auch in seinem Betrieb zu kümmern.

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