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Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

27.10.2015

INQA-Regionalforum: Experten diskutierten über Fachkräftesicherung

Wie müssen wir die Zukunft der Arbeit gestalten, um den Herausforderungen des demographischen Wandels zu begegnen? Eine Frage, die beim INQA-Regionalforum "Die Zukunft ist da. Der demographische Wandel auch" in München im Rahmen der Fachkräftewoche heiß diskutiert wurde.

INQA-Regionalforum: Experten diskutierten über Fachkräftesicherung © BMAS

Zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer aus kleinen und mittleren Betrieben waren der Einladung der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA), des Demographie Netzwerk e.V. (ddn), dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag und der IHK München und Oberbayern gefolgt.

Einen Ausblick auf die Arbeitswelt von morgen gaben Rudolf Kast, Themenbotschafter der Initiative Neue Qualität der Arbeit und ddn-Vorstandsvorsitzender, Dr. Achim Dercks, stellv. Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) sowie Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern. Im Aufbau und der Sanierung der Infrastruktur in deutschen Metropolen sah Peter Driessen eine unverzichtbare Maßnahme für die kommenden Jahre. Dr. Achim Dercks sah eine große Herausforderung in der Integration der Flüchtlinge und den damit verbundenen Investitionen in die Bildung.

Eine klare Haltung zum Thema Fachkräftesicherung aus Sicht der Bundesregierung vertrat Anette Kramme, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Sie stellte den gesunden Mitarbeiter in den Mittelpunkt. Eine Meinung, die auch Zukunftsforscher Erik Händeler teilte. Als Befürworter einer kooperativen Arbeitskultur und einer präventiven Gesundheitspolitik gab er wichtige Denkanstöße zum demographischen Wandel.

Eine intensive Auseinandersetzung mit den Themen "Gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", "Kulturelle Vielfalt", "Unternehmenskultur" und "Fachkräfterekrutierung - Lösungen für das Wohnproblem" boten die vier Praxisforen im Rahmen der Veranstaltung. Ziel der vier Praxisforen war es, die teilnehmenden Unternehmen für die Herausforderungen der demographischen Entwicklung zum jeweiligen Themenschwerpunkt zu sensibilisieren und ihnen anhand praxisnaher Beispiele und Vorgehensweisen konkreten Lösungen zu liefern. Eine Lösung für das Wohnproblem der Stadt München präsentierte Prof. Dr. Elisabeth Merk, Stadtbaurätin der Stadt München, bereits im Vorfeld der Praxisforen. Um Konflikte im städtischen Raum zu lösen, werde die Stadt München künftig ihren Fokus auf genossenschaftliche Strukturen im Wohnbereich legen.

Wie bereichernd eine kulturell vielfältige Belegschaft sein kann, bewies Miriam L. Betz, Geschäftsführende Gesellschafterin der Betz-Chrom GmbH & Co. KG. Von den 65 Mitarbeitern des Mittelständlers haben fast 50 Prozent Migrationshintergrund so wie Rewing Obaid Abdolrahman. Der heute 28-Jährige kam mit 13 Jahren aus dem Irak nach Deutschland. Heute trainiert der Kickboxmeister seine älteren Kollegen im firmeneigenen Fitnessraum und steht ihnen bei Fragen rund um die Ernährung beratend zur Seite. Sport sei eine sehr gute Möglichkeit der Integration. Allerdings müsse ein Schritt vor dem anderen getan werden. Wichtig sei es aber, den ersten Schritt zu machen, sagte Betz.

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