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28.10.2015

Fachkräftekonferenz in Berlin mit Schwerpunktthema Migration - Eröffnung durch Anette Kramme

Zweiter Tag der Fachkräftewoche: Auf der Fachkräftekonferenz in Berlin diskutierten Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Lehre über Migration und die daraus resultierenden Chancen und Herausforderungen für den deutschen Arbeitsmarkt.

Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Lehre diskutierten auf der Fachkräftekonferenz in Berlin über Migration.

Am 27.10.2015 eröffnete die Parlamentarische Staatssekretärin Anette Kramme aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Fachkräftekonferenz im Atrium der Deutschen Bank in Berlin. Die Fachkräftekonferenz fand im Rahmen der bundesweiten Fachkräftewoche vom 26. – 30. Oktober 2015 statt – und zeigte sich mit ihrem, in gebotener Breite und Tiefe behandelten, zentralen Thema Migration auf der Höhe der Zeit.

Zu Beginn richteten Aygül Özkan (Geschäftsführerin DB Kredit Service), Osman Kimil (Präsident des Bundesverbandes der Unternehmervereinigungen) und Prof. Dr. Dr. Joachim Möller (Leiter des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) Grußworte an die rund 150 Gäste der Veranstaltung. Özkan führte aus, dass Diversität kein Selbstzweck sei, sondern auch eine Kultur des Miteinanders auf Augenhöhe erfordere. Kimil ergänzte, Vielfalt sei reelle Wirtschaftsförderung - man müsse jetzt aber auch schnell und unkompliziert seitens der Ministerien und Behörden auf die aktuelle Situation reagieren. Möller wiederum wies auf die zentrale Wichtigkeit des Spracherwerbs hin - nur so könne Integration beruflich wie gesellschaftlich gelingen.

Es folgte die Eröffnungsrede von Anette Kramme, der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundeministerium für Arbeit und Soziales. Ihre zentrale Botschaft lautete: "Aus Flüchtlingen sollen Nachbarn und Kollegen werden." Auch sie betonte, dass Spracherwerb die Basis für Integration in die Arbeitswelt darstelle - und kündigte an, dass ihr Ressort die finanziellen Ressourcen für diesen Bereich verdoppelt hätte. Das sei nun erforderlich, denn wer sich auf den beschwerlichen Weg zu einem Neustart in Deutschland gemacht hätte, der hätte eine reelle Chance verdient. Kramme schloss mit den Worten "Ein herzliches Willkommen den Neu-Europäern."

Im Anschluss an die Rede von Anette Kramme gab es Impressionen aus der Praxis, moderiert von der Fernsehjournalistin Brigitte Büscher: Die frischgebackene Diplom-Ingenieurin Meriem Harzallah, erfolgreiche Teilnehmerin des Deutsch-Tunesischen Mobilitätspakts, berichtete von ihren positiven Erfahrungen beim Ingenieursstudium in Deutschland. Michael Allimadi vom African Network of Germany erläuterte an zwei konkreten Beispielen die Effektivität seines Netzwerks. Ahmet Simsek, Inhaber der Werkstattkette "Auto Blitz", erläuterte humorvoll, wie er anatolische Risikobereitschaft mit schwäbischer Gründlichkeit verband - und auf diese Weise erfolgreich eine Werkstattkette aufbauen konnte. Prof. Dr. Patrick Lentz von der Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld stellte seinen dreiteiligen Studiengang vor, in dem Studenten praktische und theoretische Kenntnisse miteinander verbinden können.

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