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Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

06.07.2016

Drittes Memorandum des INQA Fachkreises Demografie veröffentlicht

Welche gemeinsame Perspektive kann Führungskräften und Beschäftigten helfen, die Anforderung zunehmender technologischer und organisatorischer Dynamik mit der Notwendigkeit, bis zum Renteneintritt gesund arbeiten zu können und zu wollen, zu verbinden? Unter dieser Leitfrage hat eine Arbeitsgruppe aus Wissenschaftlern, Sozialpartnern, Sozialversicherungen, Arbeitsschützern und Beratern aus dem INQA Fachkreis Demografie unter kritischer Begleitung der Sozialpartner der Chemischen Industrie das dritte Memorandum "Kompetenz gewinnt. Wie wir Arbeits-, Wettbewerbs- und Veränderungsfähigkeit fördern können" erarbeitet.

Zwei Männer in einem Büro betrachten eine Personalplanungstafel. © Fotoagentur FOX/Uwe Völkner

Das vorliegende Memorandum stellt die Förderung von Kompetenzen in den Mittelpunkt, und zwar über alle Lebensphasen, vom Kindergarten bis hin zum Arbeitsalltag. Kompetenzförderung ist der "Missing Link" der Demografiepolitik, die Verbindung von persönlichem, gesundheitlichem, betrieblichem und volkswirtschaftlichem Nutzen. Kompetenz und Engagement der Beschäftigten sind aber an Voraussetzungen gebunden - sie brauchen Gesundheit (nicht dichotom als Gegensatz von Krankheit verstanden) und sie brauchen Arbeitsbedingungen, die das fördern und unterstützen. Dabei spielen die Tarifparteien, die Parteien der Betriebsverfassung und auch die Sozialversicherungsträger eine entscheidende Rolle.

Das Memorandum will Diskussionen anstoßen, lädt zur Reflexion ein und bezieht deshalb Positionen. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden bewertet, eingeordnet und am Ziel - der Bewältigung des demografischen Wandels in der Arbeitswelt - gemessen.

Die Initiative Neue Qualität der Arbeit arbeitet seit fast 15 Jahren erfolgreich an der Umsetzung dieses Ziels. Bereits 2004 wurde im ersten Memorandum "Demografischer Wandel und Beschäftigung" des damaligen Thematischen Initiativkreises "Älter werden in Beschäftigung - 30, 40, 50 plus" gefordert, dass bei der Auseinandersetzung mit der alternden Gesellschaft ein Umdenken erforderlich ist. Im zweiten Memorandum "Mit Prävention die Zukunft gewinnen - Strategien für eine demografiefeste Arbeitswelt" wurden alternsgerechte Arbeitsgestaltung, betriebliche Gesundheitsförderung und lebenslanges Lernen als Eckpfeiler eines erweiterten Präventionsverständnisses präsentiert.

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