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Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

11.08.2016

Die Initiative in der Presse

Mit ihren vier Themenschwerpunkten gibt die Initiative Neue Qualität der Arbeit wichtige Impulse für Debatten über Qualität und Entwicklung von Arbeit. Veröffentlichungen wie Studien, Best-Practice-Beispiele, Pressemitteilungen oder Statements unserer Themenbotschafter werden regelmäßig in den Medien aufgegriffen - direkt oder als Grundlage für weitere Recherchen. Lesen Sie hier das Presseecho für den Monat Juli 2016.

Ein Stapel Zeitungen. © Colourbox.de

Klare Regeln zur Erreichbarkeit im Urlaub

Firmen-Smartphone ausschalten und berufliche E-Mails einfach ignorieren? Viele Beschäftigte, Führungskräfte und Selbständige fragen sich kurz vor den Sommerferien, wie viel Erreichbarkeit in der digitalisierten Arbeitswelt von Kunden, Kollegen und Vorgesetzten während der Freizeit nötig ist. Deshalb hat sich das INQA-Projekt MASTER ("Management ständiger Erreichbarkeit") nun in einer Online-Umfrage mit dieser Thematik beschäftigt. Das Ergebnis: Jeder dritte Beschäftigte ist unsicher, ob Kollegen und Vorgesetzte erwarten, dass man auf E-Mails oder Anrufe reagiert. Die dpa-Meldung dieser Ergebnisse war unter anderem im "Hamburger Abendblatt", den "Mittelschwäbischen Nachrichten" und in der "Augsburger Allgemeinen" zu lesen. Um Missverständnisse zu vermeiden und auch eine psychische Erholung zu gewährleisten, sollten bei Abwesenheiten die gegenseitigen Erwartungen und Zuständigkeiten klar festgelegt und übergeben werden. Dies gelte auch für Führungskräfte, die bewusst Abstand nehmen sollten, um so als Vorbild für Beschäftigte zu fungieren.

Tipps für Arbeitnehmer und Führungskräfte

Auch SWR und WDR haben das psyGA-Thema "Tipps gegen den Stress" aufgegriffen und auf die eindeutige Rechtslage hingewiesen. Demnach sei der Arbeitnehmende im Urlaub generell zu keinerlei Erreichbarkeit verpflichtet. Wer in seinem Arbeitsumfeld jedoch freiwillig eine bestimmte Verfügbarkeit anbiete, solle sich vorab auf einen festen Rhythmus festlegen. Zum Beispiel das Dienst-Tablet nur jeden dritten Tag zu einem festen Zeitpunkt einzuschalten. Das Personal-Fachportal Haufe in seinem Artikel den Rat der Diplom-Psychologin Dr. Nina Pauls vom Projekt MASTER. Besonders Führungskräften rät sie: "Verordnen Sie sich regelmäßig erreichbarkeitsfreie Zeiten, in denen Sie auftanken können."

Volles Vertrauen als Führungsstrategie

Das Gründer-Portal der Wirtschaftswoche bezieht sich in einem Artikel zu innovativen, flexiblen Modellen von Personalführung auf die INQA-Studie "Führungskultur im Wandel". Die Umfrage unter Führungskräften brachte die Erkenntnis, dass das Arbeiten in starren Regelungen "angesichts der Komplexität und Dynamik der zukünftigen Arbeitswelt nicht mehr angemessen" sein wird. Ein Aspekt, der in der Arbeitswelt nun immer mehr zur Realität wird. Am Beispiel eines Hamburger Start-ups aus der Kommunikationsbranche zeigt der Artikel, wie vollständig eigenverantwortliches Arbeiten ohne Hierarchien gelingen könne. Zentrale Voraussetzung dieser Form von Arbeiten 4.0 sei das hundertprozentige Vertrauen von Führungskräften in die Arbeitnehmenden. Eine Hamburger Unternehmerin verweist dabei auf die absolute Notwendigkeit individueller Ansätze: "Ein Universalkonzept gibt es nicht. Wichtig ist, dass das Führungskonzept schlüssig und authentisch ist, zu einem selbst und den Mitarbeitern passt."

Neue Führungskonzepte in kleinen und mittleren Betrieben

Die Fachzeitschrift "Personalwirtschaft" widmete sich dem Thema Personalstrategien in kleinen und mittleren Betrieben. Oft würden diesen Kapazitäten und somit Kompetenzen für die strategisch ausgerichtete Personalarbeit fehlen. In der Folge sind es überwiegend die KMU-Inhaber selbst, die sich neben ihren fachlichen Leidenschaften schlaglichtartig mit operativen Personalaufgaben, wie Einstellungen, beschäftigen müssten. Als eine Möglichkeit externer Hilfestellung wird das ESF-geförderte Beratungsprogramm unternehmensWert:Mensch benannt. Dessen Wirksamkeit und Erfolg hänge vor allem von einer offenen Einstellung und Veränderungsbereitschaft der Inhabenden ab. Dabei sollten externe Unterstützer keine bloßen "Seminar-Durchführer" für wenige Tage darstellen, sondern gemeinsam mit den Mitarbeitenden nachhaltige Entwicklungsmaßnahmen planen, umsetzen und fortlaufend bewerten.

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