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17.05.2018

HalbZEIT im Projekt ZEITREICH

Am 2. Mai 2018 war es an der ZEIT: Das INQA-Projekt ZEITREICH zog eine Zwischenbilanz. Im Tagungszentrum des Caritasverbands in Frankfurt am Main erfuhren die rund 90 interessierten Besucherinnen und Besucher, welche Ergebnisse das Projekt bislang erzielt hat, welche Erfolgsfaktoren dabei entscheidend waren und wie es in der zweiten Hälfte des Projekts weitergehen wird.

Foto mit Veranstaltungeilnehmern im Tagungszentrum des Caritasverbands in Frankfurt am Main © Institut für Beschäftigung und Employability, Ludwigshafen

Das Projekt ZEITREICH erarbeitet seit Ende 2016 mit 13 Betrieben und Verwaltungen Lösungen für eine konfliktarme Arbeitszeitgestaltung. Nach Abschluss der ersten Modellphase mit sieben Betrieben und Verwaltungen galt es nun, die bisherigen Ergebnisse gemeinsam zu reflektieren. Dafür stellten der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW), die Zahnen Technik GmbH und das Finanzamt Trier ihre Erfahrungen für eine anschließende Diskussionsrunde vor.

Aus den Projektberichten zeigte sich: Eine für jede Belegschaft passende Arbeitszeitgestaltung sollte gemeinsam mit den Mitarbeitenden entwickelt werden. Teleheimarbeit und Gleitzeit waren die Stichworte des BLB NRW. Susanne Ruth und Ulrich Weyhofen berichteten, wie sie mithilfe des ZEITREICH-Beraterteams neue Lösungen in diesen Bereichen gefunden und darüber hinaus eine individuelle Skizze zum Thema Lebensarbeitszeitkonten erarbeitet haben. Lebensarbeitszeitkonten spielen auch für die Zahnen Technik GmbH eine große Rolle. Helena Nickels erklärte, wie das Unternehmen nicht nur eine Neuregelung dieser Zeitkonten, sondern auch der Auswärtsarbeiten der Mitarbeitenden und einen neuen Umgang mit Vertrauensarbeitszeit eingeführt hat. Anschließend widmete sich das Finanzamt Trier einem weiteren wichtigen Aspekt der Arbeitszeitgestaltung: der Teilzeitarbeit. Dr. Julia Köster erläuterte anhand eines Praxisbeispiels, warum Teilzeitarbeit für das Finanzamt eine Herausforderung darstellte und wie sie daraufhin eine umfassende Orientierungshilfe für alle Mitarbeitenden entwickelt haben.

Nach der Vorstellung der Ergebnisse wurde es interaktiv: In einer Fishbowl-Diskussionsrunde, moderiert von Christiane Flüter-Hoffmann (Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.) und Cornelia Rieke (wmp consult – Wilke Maack GmbH), stellten die Besucherinnen und Besucher Rückfragen an die Unternehmen sowie weitere grundlegende Fragen zur Arbeitszeitgestaltung. Michael Behrens und Karsten Wehmeier (thyssenkrupp Steel Europe AG – Werk Finnentrop), Jürgen Kentenich (Finanzamt Trier), Michael Kretschmer (Amtsgericht Dortmund), Susanne Ruth und Ulrich Weyhofen (BLB NRW), Wolfgang Thomassen (Wirtschaftsförderung Hamm) und Herbert Zahnen (Zahnen Technik GmbH) diskutierten mit dem Publikum die Möglichkeiten und Grenzen konfliktarmer Arbeitszeitmodelle sowie deren Umsetzung.

Auch für den inhaltlichen Rahmen der Veranstaltung war gesorgt. Annette Schicke vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) betonte in ihrem Grußwort die politische Relevanz der Projektfragestellung und die damit verbundenen Absichten aus Fördersicht. Prof. Dr. Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability IBE und INQA-Themenbotschafterin für Chancengleichheit & Diversity, zeigte daraufhin den wissenschaftlichen Hintergrund des Projektes auf. Insbesondere das Spannungsfeld zwischen flexiblen Arbeitszeitmodellen und agiler Organisation würde einen neuen Zielkonflikt für die Erarbeitung von Arbeits(zeit)modellen darstellen.

Der am Rande des Programms eingerichtete Projektmarktplatz ergänzte die Veranstaltung mit einer Auswahl themenverwandter Projekte. Mit dabei waren

  • „MASTER – Management ständiger Erreichbarkeit“,
  • „ARBEITSZEITBOX – Praxishilfen für die Arbeitszeitgestaltung“,
  • „GuSagO – Gute Schichtarbeit in gesunden Organisationen“,
  • „Lebenszeit 4.0 – Zeitgerecht“,
  • „FührDiv – Führung in der digitalisierten öffentlichen Verwaltung“ sowie
  • „Strategische Personalplanung für KMU“.

Die Foliensätze der Vorträge stehen auf der Projektwebsite zum Download bereit.

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