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23.05.2019

Neue Anregungen für Kümmerer auf der GestalteMIT-Abschlussveranstaltung in Chemnitz

Gerade kleine und mittlere Unternehmen suchen oft nach Anregungen, wie sie versteckte Potenziale und vorhandenes Knowhow besser nutzen können. Im INQA-Projekt „GestalteMIT“ wurde dieser Gedanke aufgenommen – für die Gesundheitsförderung, eine moderne Personalarbeit oder einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. 80 „Kümmerer“ aus 60 Unternehmen erhielten in praxisnahen Workshops das nötige Rüstzeug, um ihre Rolle als interne Beauftragte, Berater und Gestalter gut ausfüllen zu können. Die Abschlussveranstaltung des Projektes am 14. Mai in der Handwerkskammer Chemnitz bot den rund 50 Teilnehmenden Gelegenheit, auf Erreichtes zurück zu blicken, Neues zu sehen, zu hören und sich auszutauschen.

Abschlussveranstaltung des Projektes GestalteMIT am 14.05.2019 in der Handwerkskammer Chemnitz © ATB Arbeit, Technik und Bildung gGmbH

Der Projektrückblick verdeutlichte, was das Projekt in seiner fünfjährigen Laufzeit geleistet hat und mit welcher Intensität die Kümmerer fit gemacht wurden. Ein Erfolgsfaktor dabei war die Einbeziehung der Bedarfe und Themen der Kümmerer in die Seminar- und Workshopkonzeption. Dadurch bekamen die Kümmerer Methoden und Instrumente an die Hand, um das Miteinander, die Kommunikation und die Prozesse im Unternehmen mitzugestalten und ihre Kolleginnen und Kollegen zum Mitgestalten zu animieren. In ihrem Grußwort unterstrich Dr. Julia Moser, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, den positiven Ansatz des Projektes und verwies auf die Lern- und Experimentierräume, in denen unter dem Dach der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) Neues ausprobiert werden kann.

Menschen müssen gefördert werden und benötigen Rahmen und Perspektive

In ihrem eindrucksvollen Impulsvortrag brachte Kati Bauer, Geschäftsführerin von dieBRILLENBAUER GmbH, sieben Punkte mit, die sie für ein gutes Miteinander im Unternehmen als wichtig erachtet. „Führung kennt keine Pause, man führt immer!“ begann sie ihren 30-minütigen Vortrag. Dabei lautet ihr wichtigster Grundsatz „Loben zieht nach oben“. Das Ohr ist ein lernendes Organ. Das Unterbewusstsein kann nicht unterscheiden, ob ich andere oder mich selbst lobe. Mache ich also den andere groß, stärke ich auch mich selbst. Wichtiges Credo dabei: Man muss Menschen besprechen, nicht bedenken. Klare, gemeinsam erarbeitete Feedback-Regeln unterstützen die Kritikfähigkeit der einzelnen Personen und fördern die Feedbackkultur. „Es geht alles bei mir los!“ Deswegen versucht sie, bei allen Aufgaben und Themen als Vorbild voran zu gehen.

In drei thematischen Workshops gab es anschließend reichlich Gelegenheit für Input und Austausch. Die Teilnehmenden nutzten die knappe Zeit, um zu besprechen was Gesundheit mit Unternehmenskultur zu tun hat, wie man Veränderungen und Unvorhersehbares lieben lernt oder wie Mitarbeiter/innen an das Unternehmen gebunden werden können. Deutlich wurde, dass es nicht nur einen richtigen Weg zum Ziel gibt, sondern es wichtig ist, ein Vorgehen zu wählen, welches die Menschen im Unternehmen einbezieht, mitnimmt und entwickelt – ganz im Sinne des Projektes GestalteMIT!

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gestaltemit.info

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