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15.05.2019

Künstliche Intelligenz in Arbeitsprozesse integrieren – die Umsetzungshilfen Arbeit 4.0 zeigen, wie es geht

Am 6. Mai veröffentlichte das INQA-Partnernetzwerk „Offensive Mittelstand“ auf der Bundespressekonferenz in Berlin Gestaltungsempfehlungen zur produktiven und präventiven Einführung künstlicher Intelligenz in Betrieben. Unter dem Titel „Umsetzungshilfen Arbeit 4.0“ werden kleineren und mittleren Unternehmen Empfehlungen zur Einführung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) gegeben, die sie an ihre konkrete betriebliche Situation anpassen und damit individuell nutzen können.

Foto von Bundespressekonferenz zu Umsetzungshilfen „Arbeit 4.0“ mit den Podiumsgästen Prof. Dr. Sascha Stowasser, Dr. Rosemarie Kay, Anja Heyde (Moderatorin) und Oleg Cernavin © Silz/Offensive Mittelstand

Experten aus Forschung, Betrieben und Verbänden haben im Rahmen des dreijährigen Verbundprojekts „Prävention 4.0“ unter Federführung des BMBF diese Umsetzungshilfen zur Einführung von künstlicher Intelligenz und von 4.0 Technologien entwickelt. „Wir geben mit den Umsetzungshilfen konkrete praxisnahe Gestaltungsempfehlungen zu allen relevanten Themen der Betriebsführung im Mittelstand“, erläutert Dr. Rosemarie Kay vom Institut für Mittelstandsforschung in Bonn. Betreut wurde das Projekt im Förderschwerpunkt „Präventive Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen“ vom Karlsruher Institut für Technologie des PTKA Projektträger Karlsruhe.

Führung & Kultur, Organisation, Sicherheit & Gesundheit im Kontext von 4.0-Technologien

Zielgruppe der Gestaltungsempfehlungen sind Experten und interessierte Fachleute aus mittelständischen Betrieben und Interessenvertretungen sowie Berater. Kay: „Informiert wird beispielsweise über die Auswirkungen der Integration von KI-Anwendungen auf Entscheidungen und Verantwortung im Betrieb, auf den Umgang mit Daten, die Kompetenzen der Führungskräfte und Beschäftigten, aber auch auf das Thema Ergonomie von KI-Systemen, Betriebssicherheit von smarten Arbeitsmitteln oder Möglichkeiten sowie Grenzen von Tracking und Worklogging.“

Die 79 Umsetzungshilfen sind in Aufbau und Struktur identisch. Sie geben zu jedem Thema Hintergrundinformationen, beschreiben die Chancen und Gefahren, die mit der Integration von KI-Anwendungen entstehen und welche Gestaltungsmaßnahmen hilfreich sein können. Sie geben ganz konkrete Hinweise zu Themen wie Strategie, Unternehmensführung, Betriebsklima, Arbeitsorganisation oder Sicherheit und Gesundheit im Umgang mit KI. Ebenso gehen sie auf grundlegende Fragestellungen wie zum Beispiel Fragen der ethischen Grundlagen von KI-Systemen im Betrieb ein. Der Leiter des Forums Soziale Technikgestaltung, Welf Schröter, sagt dazu: „Ein Umbau der Arbeitswelten im Rahmen der digitalen Transformation wird in den Unternehmen, Dienstleistungszentren und Verwaltungen dann gelingen, wenn Führungskräfte und Betriebs- bzw. Personalräte den Weg einer kooperativen Gestaltungskultur einschlagen. Dazu müssen auf beiden Seiten Gestaltungskompetenzen und transparente Verfahrensregeln gestärkt werden, die ein nach vorne offenes Experimentieren auf der Basis vereinbarter sozialer Standards ermöglichen.“

Grundwissen in Sachen KI-Systeme für einen smarteren Betriebsalltag

„Führungskräfte und Beschäftigte müssen keine IT-Experten werden, um die Chancen und Gefahren von KI erkennen zu können“, meint Prof. Dr. Sascha Stowasser vom ifaa in Düsseldorf. „Sie sollten aber die wesentlichen Gestaltungs-Kriterien kennen, um die Stärken von KI-Systemen im Betriebsalltag nutzen zu können.“ Oleg Cernavin von der Offensive Mittelstand ergänzt: „Unsere Umsetzungshilfen setzen genau hier an: Sie geben Interessierten praxisnahe Anregungen, wie sie KI produktiv und gesundheitsgerecht nutzen können. Wir wollen ein reflexives KI-Bewusstsein fördern und die Türen in die KI-Welten konkret für kleine und mittlere Unternehmen öffnen.“

Der kostenlose Download der Umsetzungshilfen Arbeit 4.0 ist hier möglich. Alle Umsetzungshilfen können auch einzeln heruntergeladen werden.

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