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24.06.2019

Psyche? - Hab ich auch - Neuer psyGA Themenschwerpunkt „Destigmatisierung

Dass die Gestaltung der Arbeit eine wichtige Einflussgröße für unser Wohlbefinden ist, ist unumstritten. Doch dem Chef von der Depression zu berichten als wäre es ein Knochenbruch, ist für viele weiterhin undenkbar. Trotz breiter medialer Präsenz und anhaltendem Interesse der Öffentlichkeit an dem Thema Psychische Gesundheit, sind psychische Themen in der Arbeitswelt weiterhin mit einem Stigma behaftet. Das führt dazu, dass die Berücksichtigung des Faktors psychische Gesundheit bei der Gestaltung der Arbeitsbedingungen von vielen Betrieben noch nicht erkannt oder mit spitzen Fingern behandelt wird. Um Überlastungen frühzeitig zu erkennen und die psychische Gesundheit der Beschäftigten zu fördern, ist ein offener Umgang mit dem Thema die Voraussetzung.
Aus diesem Grund widmet sich der neue Online-Fokus des Projektes „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ (psyGA) dem Thema Destigmatisierung.

Bild mit Teilnehmern der zweiten psyGA-Arena in Köln © Kolja Matzke

Wie lässt sich das Thema Psyche aus der betrieblichen Tabuzone holen? Diese Frage stellten sich knapp 100 Experten aus Politik, Wissenschaft, Medizin, den Sozialversicherungsträgern und der Wirtschaft bei der letzten psyGA-Arena in Köln.

Das andauernde Stigma von psychischen Themen am Arbeitsplatz und in der Öffentlichkeit besteht nach Ansicht der Experten aus drei wesentlichen Elementen:

  • mangelnde oder falsche Informationen,
  • vorurteilsvolle Einstellung sowie
  • Diskriminierung und fehlendes, unterstützendes Verhalten der sozialen Umgebung.

Die Ergebnisse der Debatte, sowie wichtige Fakten zum Thema sind im Themenschwerpunkt zusammengefasst.

Einen Einblick in die Praxis gewährt der Technologiekonzern Siemens. Hier kümmert sich der Psychologe Dr. Ulrich Birner explizit um die innerbetriebliche Destigmatisierung psychischer Erkrankungen. Birner spricht im Interview mit psyGA über die Möglichkeiten, mit Mitarbeitenden über ihre psychischen Belastungen zu sprechen und weist darauf hin auf welche präventiven Maßnahmen Unternehmen zurückgreifen können, um die Stigmatisierung aufzubrechen.

Zudem haben Sie bei unserem psyGA Podcast mit dem Thema Psychische Gesundheit in Betrieben die Möglichkeit, Erfahrungsberichte aus erster Hand zu hören. Sie wollen das Thema in Ihrem Betrieb angehen? Das Portal psyGA.info bietet neben kompakten Informationen eine breite Palette an Handlungshilfen und praktischen Tools, sowie Umsetzungsbeispiele.

Das Projekt psychische Gesundheit in der Arbeitswelt (psyGA) wird seit 2012 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) gefördert und von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) wissenschaftlich begleitet. Die Projektleitung liegt beim Dachverband der Betriebskrankenkassen (BKK DV e.V.).

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