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30.10.2019

Hoher Stellenwert der Digitalisierung im Gastgewerbe in Rheinland-Pfalz

Der Report einer Umfrage zum Stand der Digitalisierung im Gastgewerbe in Rheinland- Pfalz ist erschienen. Die Online-Befragung wurde von April bis September 2019 im Rahmen des INQA-Projektes "Guter Gastgeber – Guter Arbeitgeber" in Kooperation mit dem DEHOGA Rheinland-Pfalz e.V. durchgeführt.

Hand hält Smartphone mit Smart-Home-App in Hotelzimmer. © Susanne Egler, ed-media e.V. | Foto: Adobe Stock/zhu difeng

Die Umfrage analysiert den Stellenwert der Digitalisierung, den Digitalisierungsgrad der Betriebe, die Art der Umsetzung von Maßnahmen sowie die Zukunft der Digitalisierung in den Betrieben. Von insgesamt ca. 4.000 Mitgliedsbetrieben des DEHOGA in Rheinland-Pfalz haben 45 Unternehmen mit vollständigen Datensätzen an der Befragung teilgenommen.

62 Prozent der Betriebe schätzen den Stellenwert der Digitalisierung für ihre zukünftige Entwicklung hoch bis sehr hoch ein. Die Auswertung zeigt jedoch, dass nur bei einem Viertel der Betriebe die Digitalisierung bereits fester Bestandteil der Geschäftsstrategie ist. Es werden überwiegend einzelne Maßnahmen umgesetzt, ohne übergreifende Strategie. Um in der heutigen Zeit am Markt bestehen zu bleiben, sind beispielsweise das Marketing über die eigene Internetpräsenz und soziale Medien sowie die Online-Direktbuchbarkeit von Zimmern und Tischen wichtig

Die Befragungsergebnisse zeigen genau diese Abstufung: 93 Prozent der befragten Mitgliedsbetriebe verfügen über einen Internetauftritt. 69 Prozent gaben an, Marketing über soziale Medien zu betreiben. Und bei immerhin 68 Prozent können Zimmer direkt online gebucht werden. Weitergehende Gastservices, wie beispielsweise mobiles Ein- und Auschecken haben noch wenig Verbreitung. Die Bedeutung dieser Angebote wird voraussichtlich im Zuge der Umsetzung des digitalen Meldescheines in 2020 rasant zunehmen. Auch spezifische IT-Systeme für die Arbeitsorganisation und die Kommunikation haben noch keine breite Anwendung.

Die befragten Unternehmen äußern als höchste Hürden bei der Einführung neuer digitaler Technologien den zu geringen Informationsstand und die zu knappen Zeitressourcen. Die Betriebe wissen also nicht genau, wie sie die Digitalisierung angehen können und insbesondere, ob sich der Aufwand rechnet. Es besteht Bedarf an Beratung und Informationen, auch hinsichtlich der Transparenz über Kosten und Nutzen.

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