Führung 2 Minuten Lesezeit Hand­Werk­Zeug für KKU Startseite Angebote INQA-Experimentierräume Schwerpunkt: Organisationale Resilienz

Klein- und Kleinstunternehmen (KKU) im Handwerk fehlen oft Know-how, Personal und Zeit, um sich krisenfest aufzustellen und mit dem Wandel der Arbeitswelt Schritt zu halten. Für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ist eine Resilienzstrategie jedoch ein entscheidender Baustein. Vor diesem Hintergrund ging der INQA-Experimentierraum “HandWerkZeug für KKU” der Frage nach, wie Resilienz in kleinen Betrieben gezielt gestärkt werden kann und welchen Beitrag Führungskräfte und Mitarbeitende dazu leisten können.

Projektziel

Ziel des INQA-Experimentierraum war es, die Resilienz von Klein- und Kleinstbetrieben in Brandenburg zu erhöhen. Kleinere Betriebe sollten in die Lage versetzt werden, sich schnell und wirksam an Veränderungen anzupassen und auch herausfordernde Situationen und Krisen gut zu meistern.

Arbeitsweise

Im Projekt wurden unterschiedliche Werkzeuge und Hilfsmittel entwickelt und erprobt, die die Resilienz von KKU steigern sollen. Diese kamen zunächst in zwei Pilotbetrieben zum Einsatz: bei Dubrau Automobile und der FFD-Bedachungs-GmbH. Gemeinsam mit dem Projektteam ermittelten die beiden Unternehmen ihren jeweiligen konkreten Veränderungsbedarf. Gleichzeitig wurde geprüft, wie verständlich und handhabbar die Werkzeuge in der Praxis sind. Auf Basis dieser Erfahrungen wurden sie weiterentwickelt und angepasst. In einem abschließenden Schritt wurden die Werkzeuge in weiteren Modellbetrieben bundesweit eingesetzt. Die Rückmeldungen aus diesen Betrieben flossen ebenfalls in die Weiterentwicklung ein.

Im Mittelpunkt der Projektarbeit standen insbesondere die Themen resiliente Führung, Kommunikation und Unternehmenskultur. Diese wurden in Workshops und Schulungen mit Hilfe analoger und digitaler Tools vermittelt. Die beiden Pilotbetriebe waren in allen Phasen der Projektarbeit eng eingebunden. Im Verlauf der gemeinsamen Arbeit wurde deutlich, in welchen Bereichen die Unternehmen Unterstützungsbedarf hatten. Darüber hinaus profitierten auch weitere Betriebe von dem strukturierten Lernumfeld, da das Projektteam die gewonnenen Erkenntnisse auf andere Branchen übertrug.

Projektergebnisse und Unterstützungsangebote für die Praxis

Die im Projekt erprobten und weiterentwickelten Instrumente stehen nun auch anderen Betrieben kostenfrei zur Verfügung. Sie unterstützen Klein- und Kleinstunternehmen dabei, ihre organisationale Resilienz gezielt zu stärken und konkrete nächste Schritte abzuleiten:

  • Zentrales Instrument aus dem Projekt ist der Kurzcheck „Organisationale Resilienz“ – jeweils in einer Version für die Geschäftsführung und für die Beschäftigten. Der Kurzcheck greift typische Handlungsfelder organisationaler Resilienz auf und zeigt Nutzenden auf einen Blick, wie widerstandsfähig ihr Unternehmen aktuell aufgestellt ist und wo Handlungsbedarf besteht.
  • Ergänzend verweist der Kurzcheck auf passende Werkzeuge (ZIP, 10 MB), um die Resilienz im Betrieb konkret zu stärken. Der Werkzeugkasten, der auch unabhängig vom Kurzcheck eingesetzt werden kann, umfasst insgesamt 21 praxisorientierte Instrumente – von der Arbeitsplatzbeschreibung über die Mitarbeiterbefragung bis zum Wertschätzungsleitfaden.
  • Für einen niedrigschwelligen Einstieg kann der Kurzcheck auch spielerisch als digitales Brettspiel genutzt werden. Alternativ steht er als Brettspiel zum Ausdrucken (ZIP, 3 MB) zur Verfügung und eignet sich so auch für den Einsatz in Workshops oder Teams.

Darüber hinaus werden alle Materialien mit kurzen Anleitungsvideos begleitet: Einführung, Kurzchecks, Werkzeuge und Brettspiel.

Steckbrief

Projektleitung:

IHK-Projektgesellschaft mbH Ostbrandenburg

Projektpartner*innen:

d-ialogo, Partner für innovative Qualifizierung + Unternehmensentwicklung e.K., Wuppertal

Vereinigung für Betriebliche Bildungsforschung e.V. (IBBF), Berlin

Dubrau Automobile, Calau

FFD-Bedachungs-GmbH, Peitz

Projektlaufzeit:

01.07.2023 – 30.06.2025

Webseite:

www.ihk-projekt.de/inqa-experimentierraeume

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