Diversity 2 Minuten Lesezeit ER­WIN – ER­fah­rungs­WIs­sen Nach­hal­tig sta­bi­li­sie­ren Startseite Angebote INQA-Experimentierräume Schwerpunkt: Diversity

Im Ausbau- und Bauhandwerk steckt ein großer Teil des betrieblichen Know-hows im Erfahrungswissen älterer Fachkräfte. Vieles davon wird jedoch nur informell weitergegeben – und droht beim Ausscheiden aus dem Berufsleben verloren zu gehen. ERWIN will dieses Wissen erfassen, mit digitalen Werkzeugen aufbereiten und jüngeren Kolleg*innen im Sinne der Generationenvielfalt und Fachkräftesicherung zugänglich machen.

Projektziel

Das Projekt „ERWIN – ERfahrungsWIssen Nachhaltig stabilisieren“ will dafür sorgen, dass das umfassende Erfahrungswissen älterer Beschäftigter beim Generationenwechsel nicht verloren geht, sondern bewahrt und weitergegeben wird – damit jüngere Beschäftigte und Auszubildende gut damit arbeiten können.

Entstehen soll eine praxistaugliche Lösung, die Wissensweitergabe strategisch verankert, Generationenvielfalt stärkt sowie eine wertschätzende und alter(n)sgerechte Betriebs- und Baustellenkulturen fördert: Ein Handlungsmodell für Handwerksbetriebe, flankiert von einem Leitfaden zur Nutzung generativer IT-Werkzeuge als Assistenz beim Erfahrungstransfer, soll die Zusammenarbeit verbessern, Teilhabe ermöglichen und die Zukunftsfähigkeit der Betriebe im demografischen Wandel sichern.

Arbeitsweise

ERWIN arbeitet partizipativ mit Betrieben aus dem Ausbau- und Bauhandwerk zusammen. Im Dialog mit den Belegschaften wird das Erfahrungswissen erhoben und mit Hilfe generativer digitaler Technologien – einer Art „Wissensassistenz“ – so aufbereitet, dass es im Arbeitsalltag leicht nutzbar ist. Dazu sollen flexible Modelle entwickelt werden, mit denen ausscheidende Mitarbeitende zeitlich entlastet werden, aber weiterhin in den Betrieb eingebunden bleiben – insbesondere zur punktuellen Weitergabe ihres Erfahrungswissens.

Grundlage ist dabei der Gedanke, dass Lernen am besten direkt im Arbeitsprozess stattfindet und sich an realen Arbeitsabläufen orientiert. Daher soll das erfasste Wissen nicht nur technikbezogen sein, sondern vor allem die konkreten Geschäfts- und Arbeitsprozesse im Betrieb abbilden. Darüber hinaus sollen technische Innovationen mit neuen Formen der Zusammenarbeit und Lernkultur verknüpft werden. Da die im Projekt entstehenden Ansätze zudem aus dem Handwerk selbst heraus entwickelt werden, lassen sie sich später leicht auf unterschiedliche Betriebe und Gewerke übertragen.

ERWIN greift auf die Ergebnisse des INQA-Experimentierraum-Projekts „WiPiA“ zurück. Dort wurden unter dem Titel „Wissen für Prozesse im Ausbauhandwerk“ die Schlüsselprozesse einer gewerkeübergreifenden energetischen Altbausanierung untersucht und zugeordnet. Entlang der so identifizierten Prozessabläufe kann ERWIN beispielhaft zeigen, wie und wo Erfahrungswissen im Arbeitsalltag geteilt und weitergegeben werden sollte, damit der Wissenstransfer im Ausbauhandwerk besser funktioniert.

Steckbrief

Projektleitung:

Berufsförderungsgesellschaft des baden-württembergischen Stuckateurhandwerks mbH, Rutesheim

Projektpartner*innen:

  • S3-Medien GmbH, Rutesheim
  • Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb), Karlsruhe
  • Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB), Berlin
  • Offensive Mittelstand – Regionales Netzwerk Baden-Württemberg
  • Koch Gipser & Stuckateurbetrieb, Plochingen

Projektlaufzeit:

01.12.2025 – 30.11.2027

Webseite:

offen

Diversity
Ansprechpartner*in:
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