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Die digitale Transformation kann zu mehr Chancengleichheit führen. Neue Ansätze in der Organisation von Arbeit, in Führung und Unternehmenskultur eröffnen neue Chancen für Frauen. Der INQA-Experimentierraum #WomenDigit hat untersucht, wie sich die Arbeitswelt in ihrem Sinne weiterentwickeln lässt.

Projektziel

In Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnerunternehmen wurden im INQA-Förderprojekt #WomenDigit Konzepte zur Gleichstellung von Frauen in der Arbeitswelt erprobt. Ziel war es, innovative Lösungen zu entwickeln, die auf die Verbesserung der Chancen von Frauen in der Digitalisierung zielen und gleichzeitig neue Risiken verhindern. Sie setzten an drei zentralen Gestaltungsfeldern der digitalen Transformation an, die besondere Chancen für Frauen bieten: „Agile Arbeitsformen“, „Neue Führungsrollen und Führungskonzepte“ sowie „Neue Raum-Zeit-Konzepte“.

Arbeitsweise

In betrieblichen Experimentierräumen entwickelten Beschäftigte, Führungskräfte, Personalverantwortliche und Betriebsrät*innen gemeinsam neue Arbeitsansätze. Die Experimentierräume wurden als ergebnisoffene Praxislaboratorien am ISF München entwickelt und im Pilotbetrieb bei der Robert Bosch GmbH getestet. Im Rahmen von #WomenDigit kommen sie unter anderem bei der Audi AG, der Volkswagen AG, dem mittelständischen IT-Dienstleister Gothaer Systems und dem Fintech RatePay zum Einsatz.

Steckbrief

Projektleiter*in:

Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. – ISF München

Projektpartner*innen:

AUDI AG, Ingolstadt

Bitkom e.V., Berlin

Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen-Nürnberg

Gothaer Systems GmbH, Köln

IG Metall, Frankfurt

RatePay GmbH, Berlin

Siemens AG, München

Volkswagen AG, Wolfsburg

Projektlaufzeit:

01.11.2018 – 31.10.2021

Projektwebsite:

https://womendigit.de/

Entwicklungen seit Projekt Projektabschluss:

Praxislabs gestartet – neue Lösungen zur Schichtarbeit bei AUDI

Die Durchführung der Praxislaboratorien verlief bei den Projektpartner*innen unterschiedlich: Zum Teil wurden die Maßnahmen aufgrund interner Restrukturierungs- und Strategieprozesse verschoben, zum Teil wurden sie in größere Change-Prozesse integriert und lieferten konkrete Gestaltungsempfehlungen.

Bei der AUDI AG startete im Juli 2019 in der Lackiererei das Praxislaboratorium „Flexibler Einsatz in der Schicht“. Das Ziel: den 2.400 Mitarbeiter*innen in der Produktion mehr Flexibilität ermöglichen. Denn das bisherige Dreischichtsystem war vor allem für jüngere Beschäftigte oder Alleinerziehende problematisch. Es erschwerte Teilzeitarbeit und bot wenig Freiraum. Im Praxislab entwickelten Beschäftigte, die selbst betroffen waren, neue Ideen für ihren Arbeitsplatz. Die Vorgehensweise war agil: Die Themen wurden in mehrwöchigen „Sprints“ in kleineren Gruppen selbst organisiert bearbeitet, dann zurückgekoppelt und weiterentwickelt. Unterstützt wurde der Prozess von einem Lenkungskreis aus Management und Betriebsrat sowie dem Forschungsteam von #WomenDigit. Im Ergebnis wurde bei AUDI ein offeneres Schichtsystem entwickelt, das in Modellversuchen getestet wurde. Bewähren sich die neuen Ansätze, sollen sie künftig auch in anderen Bereichen eingeführt werden.

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