Gesundheit 2 Minuten Lesezeit Di­Co – der di­gi­ta­le Be­glei­ter in der Pfle­ge Startseite Über uns INQA-Experimentierräume KI
auf Facebook teilen auf X teilen auf LinkedIn teilen auf Xing teilen

Die Zukunft ist digital – auch in der Gesundheits- und Pflegebranche. Ob bei der Pflegeplanung oder der Dokumentation einzelner Maßnahmen – die Digitalisierung soll die Arbeit der Mitarbeitenden erleichtern und sie entlasten. Bei dem INQA-Experimentierraum-Projekt Digital Companion (DiCo) haben die Projektpartner*innen dazu beigetragen, ein komplexes digitales Assistenzsystem zu entwickeln. Es soll Pflegeeinrichtungen bei der digitalen Transformation unterstützen und begleiten. DiCo wurde speziell für die Pflegebranche entwickelt und erprobt. Neben dem Assistenzsystem selbst sind dabei zusätzliche hilfreiche Angebote wie die DiCo-Handlungshilfe, der DiCo-Check, ein digitales Planspiel sowie ein Kompendium entstanden.

Der Pflegealltag als zentrale Ausgangslage

Ziel war es, die Digitalisierung in Pflegeeinrichtungen und Verbänden systematisch und bedarfsorientiert voranzutreiben. Ein digitaler Assistent sollte wie ein Organisationsentwickler funktionieren und die Pflegeeinrichtung bei der digitalen Transformation unterstützen – und sich an den Bedürfnissen der Pflegenden und Pflegebedürftigen orientieren.

Gemeinsam für eine erfolgreiche Digitalisierung in der Pflege

Das Projektteam setzt sich aus Menschen zusammen, die fachliche Perspektive und Praxiswissen aus der Pflegebranche mitbringen. In der Laborphase wurde aus einer Vision ein praktikables, digitales Assistenzsystem für die Pflege, welches die Prozesse der Einrichtung analysiert und geeignete Tools vorschlägt. In der Analyse- und Transferphase konnten die Pflegeeinrichtungen der Projektpartner die Implementierung des digitalen Prozesses erproben und gaben wertvolle Feedbacks für eine bessere Handhabbarkeit und Anwendung.

So fand das Projektteam unter anderem heraus, dass die Pflegeorganisationen bei der Digitalisierung der Prozesse unterschiedlich weit fortgeschritten waren und unterschiedliche Bedarfe hatten. Daraus ergab sich die Anforderung an DiCo, flexibel auf diese Unterschiede eingehen zu können.

In vier Schritten zur digitalen Transformation

Das Ergebnis des INQA-Experimentierraums DiCo ist ein multifunktionales und interaktives Tool, welches die Akteure einer Pflegeeinrichtung durch diese vier wichtigen Phasen navigiert:

  1. Sensibilisierung und Orientierung
  2. Analyse und Planung
  3. Erprobung und Einführung eines Produkts
  4. Auswertung und Weiterentwicklung.

Das Experimentierraumprojekt hat gezeigt: Eine systematische, an den Bedürfnissen aller Akteure orientierte Digitalisierung kann die Arbeitsbedingungen in Einrichtungen verbessern und zugleich eine hohe Versorgungsqualität der Pflegebedürftigen sicherstellen. Die Phasen des Transformationsprozesses und auch die einzelnen Prozessschritte aus DiCo lassen sich durchaus auch auf andere Branchen übertragen. Nach zweijähriger Projektphase wurden im Juni 2023 die Erfahrungen und Erkenntnisse auf der DiCo-Abschlussveranstaltung vorgestellt. Den Nachbericht finden Sie auf der Projektwebseite.

Hier finden Sie hilfreiche Unterstützungsangebote für die Praxis

DiCo: Lassen Sie sich beim digitalen Transformationsprozesses in der stationären und ambulanten Pflege begleiten. Eine kostenlose Registrierung ist über das DiCo-Online-Portal möglich.

DiCo-Handlungshilfe: Die Handlungshilfe „Digitale Transformation in Pflegeeinrichtungen – Wie sich der Transformationsprozess gestalten lässt“ übersetzt den digitalen Assistenten DiCo in die analoge Form. Sie kann aber auch ohne DiCo im Transformationsprozess unterstützen, indem sie Pflegeeinrichtungen durch systematisch aufeinander aufbauende Prozessschritte leitet.

DiCo-Check: Der Check „Digitalisierung in der Pflege“ erfasst den Entwicklungsstand der Einrichtung hinsichtlich digitaler Transformation mit Hinweisen auf Stärken und Schwachstellen. Das Tool kann für die erste Transformationsphase „Sensibilisierung und Orientierung“ genutzt werden.

DiCo-Spiel: Für die Phase der Sensibilisierung und Orientierung hat das Projekt das analoge und digitale Planspiel „Digitale Transformation in der Pflege“ entwickelt. Denn um als Team gemeinsam gut starten zu können, bedarf es einer Annäherung zu grundlegenden Fragen wie: Worauf kommt es uns beim Digitalisierungsprozess an?

DiCo-Kompendium: Das Kompendium „Digital Companion – Digitalisierung in der Pflege partizipativ, strategisch und bedarfsorientiert gestalten“ bündelt Fachbeiträge und Praxiseinblicke rund um das Produkt.

So geht es mit DiCo weiter

Der Projektpartner Zentrum für Telemedizin ZTM Bad Kissingen GmbH wird DiCo weiterführen. Pflegeeinrichtungen, die das digitale Assistenzsystem über das DiCo-Online-Portal nutzen, können ihre Erfahrungsberichte hier veröffentlichen. So profitieren auch andere Träger und Einrichtungen von dem angeeigneten Wissen. Es wird auch geprüft, ob der Einsatz der DiCo-Technologien im Bereich Eingliederungshilfe möglich sein wird. Darüber hinaus loten ITA, ZTM sowie Verbände bzw. Pflegeeinrichtungen Fördermöglichkeiten für die Weiterentwicklung von DiCo aus.

Steckbrief

Projektleitung:

Vanessa Kubek, Institut für Technologie und Arbeit e.V., Kaiserslautern

Projektpartner:

Zentrum für Telemedizin (ZTM) Bad Kissingen GmbH
Zana Technologies GmbH
Ergosign GmbH
Das Demographie Netzwerk e.V.
Ökumenische Sozialstation Ludwigshafen
Seniorenheim Saaleufer
Bayerisches Rotes Kreuz - Alten- und Pflegeheim Bad Neustadt
Caritas-Altenzentrum St. Hedwig

Projektlaufzeit:

24.09.2020 bis 23.09.2023

Projektwebseite:

 https://projekt.dico-pflege.de

Kontakt:

Prozess- und partizipationsbezogene Fragen, Anliegen zur Arbeitsgestaltung
Institut für Technologie und Arbeit e.V., Kaiserslautern
DiCo-Projektleitung Dr. Vanessa Kubek
Telefon: 0631 205 83 27
E-Mail: vanessa.kubek@ita-kl.de

Technologiespezifische Fragen DiCo:
Der Zentrum für Telemedizin e.V. (ZTM)
Dr. Tom Zentek
Telefon: 0971 13131-252
E-Mail: dico@ztm.de

Gesundheit Beschäftigte Führungskräfte Gesundheit / Soziales / Pflege auf Facebook teilen auf X teilen auf LinkedIn teilen auf Xing teilen
Das könnte Sie auch interessieren
Kompetenz KI_Ca­fé bringt Künst­li­che In­tel­li­genz (KI) ins Ge­spräch

Bro­schüren, Be­triebs­ver­samm­lun­gen und E-Mail-Rund­schrei­ben hel­fen bei der Ein­füh­rung ei­ner KI nicht wei­ter. Das KI_Ca­fé er­prob­te da­her neue We­ge – mit Part­nern aus dem pro­du­zie­ren­den Ge­wer­be.

2 Minuten Lesezeit
Führung hu­mAIn work lab ge­stal­tet den Wan­del von Ar­beit

Hier wer­den Be­schäf­tig­te selbst zu ak­ti­ven Ge­stal­te­rin­nen und Ge­stal­tern: Das hu­mAIn work lab ent­wi­ckelt und er­probt men­schen­zen­trier­te KI-Sys­te­me in der mo­der­nen Ar­beits­welt.

2 Minuten Lesezeit
Kompetenz KI-LI­AS schafft KI-An­wen­dun­gen für pro­du­zie­ren­de Un­ter­neh­men

Was den­ken ei­gent­lich die Be­schäf­tig­ten dar­über? Die­se Fra­ge fehlt oft in der In­dus­trie, wenn es um Künst­li­che In­tel­li­genz (KI) geht. Be­schäf­tig­te er­hal­ten mit KI-LI­AS ei­nen Pra­xis-La­bor­cha­rak­ter, um an­wen­der­ori­en­tier­ter KI-An­wen­dun­gen zu ge­stal­ten.

2 Minuten Lesezeit
Jetzt für den Newsletter anmelden

Tra­gen Sie sich ein in den IN­QA-Ver­tei­ler und ma­chen Sie mit uns Ar­beit bes­ser!

Ich habe die Datenschutzbestimmungen gelesen. Über einen Link in den Benachrichtigungen der Initiative kann ich diese Funktion jederzeit deaktivieren.