Demografischer Wandel, Digitalisierung, neue Erwartungen an die Zusammenarbeit: Die Arbeitswelt verändert sich – und mit ihr die Frage, wie verschiedene Generationen in einem Unternehmen produktiv zusammenfinden. Das Steuerhaus Kiel, eine Steuerkanzlei aus Schleswig-Holstein, hat sich dieser Frage gestellt – und im Rahmen eines INQA-Coachings konkrete Antworten gefunden.
In drei kurzen Videos sprechen Geschäftsführer Robert Pasewald (55) und Werkstudent Wieland Koch (29) offen darüber, was sie voneinander lernen, wo es hakt und warum gerade der Dialog zwischen den Generationen der Schlüssel zu einer guten Zusammenarbeit ist.
Auf Augenhöhe begegnen
Wer in kleinen Teams arbeitet, kann sich nicht aus dem Weg gehen – umso wichtiger ist gegenseitiges Verständnis. Wieland Koch versucht, den Weg der älteren Kolleg*innen stets im Hinterkopf zu behalten. In Zukunft werde er auch Fragen zur aktuellen Technik haben und würde dabei gerne ernst genommen werden, anstatt von oben herab behandelt zu werden. Robert Pasewald wiederum nimmt auch nach vielen Jahren als Steuerberater neue Impulse dankbar an: „Mir fehlt manchmal das Verständnis und Tempo. Da finde ich es toll zu sehen, dass von der jüngeren Generation ein neuer Ansatz kommt." Was so durch Dialog und gegenseitigen Respekt entsteht, ist kein Einbahnstraßen-Wissen, sondern echte Begegnung auf Augenhöhe.
Veränderung gelingt nur gemeinsam
Lernkultur ist kein Luxus und gerade für KMU mit begrenzten Ressourcen ist sie oft ein entscheidender Hebel. Im Steuerhaus Kiel wurde durch das INQA-Coaching gezielt an der internen Kommunikation gearbeitet. Durch einen Coach wurde Kommunikationstraining erfahren, trainiert und vor allem angewendet. Wieland Koch ist erst seit einem Jahr im Team und bestätigt die Wirkung: „In Teammeetings werden nicht nur fachliche Themen angesprochen, sondern auch technische und soziale Sachen." Wissenstransfer findet hier nicht in der Theorie statt, sondern auch abseits vom Schreibtisch. Das zeigt, dass voneinander Lernen auch niedrigschwellig und auf Augenhöhe im Unternehmen stattfinden kann.
Gespräche führen, Potenziale ausschöpfen
Die unternehmensinterne Digitalisierung ist nach dem Coaching einheitlicher und Prozesse laufen reibungslos. Mandant*innenrechnungen gehen automatisch ins digitale Portal, und müssen nicht mehr per Post abgeschickt werden. Das Unternehmen ruft Steuerbescheide heute elektronisch ab und verarbeitet sie über ein Dokumentenmanagementsystem. Und statt der traditionellen jährlichen Präsenztermine finden jetzt fast alle Gespräche online per Teams statt. „Wir mussten den technischen Wandel sehr streng mitmachen", erinnert sich Pasewald. Doch genau in diesem Wandel liegt eine Chance: Wenn die ältere Generation das Tempo und die Technik der Jüngeren annimmt – und die Jüngeren aus dem Erfahrungsschatz der Älteren lernen – entsteht eine Innovationskraft, die im Dialog wächst.
Ein offener Dialog über Generationen hinweg ist kein Selbstläufer, aber er lässt sich gestalten. Das Steuerhaus Kiel zeigt, dass es nicht die großen Umbrüche braucht, sondern den Willen, einander zuzuhören. Wie Pasewald es formuliert: „Ein Unternehmen kann zukünftig nur Erfolg haben, wenn über die Generationen ein offener Dialog geführt wird." Das INQA-Coaching kann dabei ein erster Schritt sein: praxisnah, gefördert und auf die Bedürfnisse von KMU zugeschnitten.