DigiGAAB

Wie können Handwerksbetriebe die Herausforderungen des digitalen Wandels meistern und dabei die Arbeit auf Baustellen sicherer und gesünder gestalten? Damit beschäftigt sich der INQA-Lern- und Experimentierraums DigiGAAB (Digital unterstützter Gesundheits- und Arbeitsschutz im Ausbauhandwerk). Gemeinsam mit den Beschäftigten werden hier digitale Lösungen für das Baugewerbe entwickelt.

Projektziel

Im Rahmen des Förderprojekts DigiGAAB soll der Arbeits- und Gesundheitsschutz mithilfe digitaler Technologien in den normalen Bauablauf integriert werden. Hierfür erforscht und erprobt das Projektkonsortium unterstützende Technologien, die besonders kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) des Ausbauhandwerks ermöglichen, an der digitalen Transformation teilzuhaben.

Arbeitsweise

„Mehr Sicherheit durch Partizipation“ lautet der Grundsatz des Projekts. Zunächst wird eine App entwickelt, die die Arbeitsschutz-Anforderungen auf der Baustelle abbildet und den Nutzer*innen somit qualitätsbewussteres Arbeiten ermöglicht, etwa bei der Sicherheits- und Gefahrenschutzplanung. Darüber hinaus gibt es zwei experimentelle Lernräume. Der erste widmet sich dem „Training on the Job“, das heißt praktischen Erfahrungen mit neuen Technologien während des Einsatzes auf der Baustelle. Ein zweiter beschäftigt sich mit der Entwicklung einer künftigen Systemlandschaft im Ausbauhandwerk.

Dabei werden stets folgende drei Faktoren berücksichtigt: Wie lernen Mitarbeiter*innen im Handwerk und wie wird das Lernverhalten verbessert? Wie müssen KMU organisiert sein, damit sie das „neue Lernen“ am Arbeitsplatz optimal fördern? Und wie müssen unterstützende digitale Systeme gestaltet sein, damit sie sowohl die Bedürfnisse der Belegschaft als auch die fachlichen Anforderungen gleichermaßen erfüllen?

Steckbrief

Projektträger*in:

  • Berufsförderungsgesellschaft des baden-württembergischen Stuckateurhandwerks mbH, Stuttgart

Projektpartner*innen:

  • Arno Bohmüller – Stuckateur und Malerbetrieb, Walzbachtal
  • Besemer Ausbau und Fassade GbR, Kohlberg
  • BG BAU – Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft, Berlin
  • Christian Gröber GmbH & Co. KG, Stuttgart
  • Forum Soziale Technikgestaltung c/o Talheimer Verlag, Mössingen-Talheim
  • Friederich Stuck – Putz – Farbe, Bad Friedrichshall
  • FS MEDIEN, Rutesheim
  • Gipser- und Stuckateurgeschäft Mathias Schweikle, Pfalzgrafenweiler
  • Heller Stuckateur + Maler GmbH, Weil der Stadt
  • Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main
  • Kurt Sauer GmbH Ausbau + Fassade, Epfenbach
  • Manuel Keicher Stuckateur- und Malerbetrieb, Heilbronn-Biberach
  • Offensive Mittelstand BW, Pliezhausen
  • Sauter GmbH, Singen
  • Soyez Stuckateur GmbH, Ilsfeld
  • Steinbeis-Transferzentrum Produkt- und Verfahrensbewertung (nur mit LOI), Weil der Stadt
  • Striebel GmbH, Laupheim
  • Stuckateur Salzer, Dettingen
  • Stuckateurbetrieb Thomas Salzer, Kusterdingen
  • Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e. V., Berlin

Projektlaufzeit:

28.11.2018 – 27.11.2021

Projektwebsite:

https://www.stuck-komzet.de/projekte/digigaab/

Aktuelles aus dem Projekt

Digitale Musterprozesse aufgesetzt

Es erfolgten zunächst in allen Unternehmen systematische Analysen der Arbeitsprozesse und geeigneter digitaler Lösungen. Dabei wurde deutlich, dass großer Unterstützungsbedarf zu Organisation, Strategien und Innovationen in den Unternehmen besteht. Hierauf konnte reagiert werden, indem z. B. künftig das INQA-Tool „Gutes Bauen: Unternehmenscheck“ in den Betrieben eingesetzt wird. Parallel wurde arbeitswissenschaftliches und baubetriebswirtschaftliches Wissen für die Entwicklung von Musterprozessen in Betrieben aufbereitet. Diese Prozesse werden nun gemeinsam mit unterstützenden digitalen Werkzeugen in den Unternehmen sowie im Kompetenzzentrum eingeführt, erprobt und weiterentwickelt.

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