INQA-Lern- und Experimentierräume: Wer wird gefördert?
  • INQA fördert Unternehmen und Verwaltungen, die innovative Arbeitsansätze in Lern- und Experimentierräumen entwickeln und erproben.
  • Für eine Projektlaufzeit von bis zu drei Jahren stellt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales Fördermittel bereit.
  • 17 Projekte laufen bereits, weitere 13 mit dem Schwerpunkt künstliche Intelligenz kommen im Jahr 2020 hinzu.

Ausgewählte Betriebe, die ihre Konzepte zur modellhaften Erprobung neuer Arbeitsansätze beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales eingereicht haben, werden durch INQA finanziell unterstützt. Solche INQA-Lern- und Experimentierräume werden insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gefördert, aber auch in Verwaltungen und wissenschaftlichen Institutionen. Gefördert werden Projekte, die innovative Lösungen für die Gestaltung der digitalen Arbeitswelt im Interesse der Unternehmen und Beschäftigten entwickeln und erproben, unter Beteiligung der Mitarbeiter*innen und ihrer Interessenvertretungen stattfinden und wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden. Ein zusätzlicher Förderschwerpunkt wurde im Jahr 2019 im Hinblick auf die menschenzentrierte Einführung künstlicher Intelligenz (KI) im Betrieb aufgelegt.

Eine Reihe von Förderkriterien sichern die Qualität der INQA-Lern- und Experimentierräume

Unter welchen Bedingungen Betriebe finanzielle Zuschüsse für ihre Lern- und Experimentierräume erhalten können, ist im Detail in der Förderrichtlinie „Zukunftsfähige Unternehmen und Verwaltungen im digitalen Wandel“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geregelt. Alle INQA-Lern- und Experimentierräume müssen demnach folgende Kriterien erfüllen:

Hohes Maß an Innovation

Gefördert werden Experimentierräume, die hochgradig innovative Lösungen für die Gestaltung der digitalen Arbeitswelt entwickeln und erproben. Dabei sollen technologische und wirtschaftliche Neuerungen mit sozialen Innovationen verknüpft werden.

Einbeziehung der Beschäftigten

Dem sozialpartnerschaftlichen Ansatz kommt bei INQA eine wichtige Bedeutung zu. INQA-Lern- und -Experimentierräume müssen die Mitarbeiter*innen sowie ggf. den Betriebs- oder Personalrat einbinden. Das sichert Vertrauen, Transparenz und nachhaltige Lösungen für gute Arbeitsbedingungen.

Wissenschaftliche Begleitung

Wissenschaftliche Einrichtungen (z. B. Institute, Hochschulen, Akademien) müssen die Lern- und Experimentierräume begleiten und evaluieren. Das macht die Wirksamkeit neuer Ansätze messbar und die Erkenntnisse können verallgemeinert genutzt werden.

Thematischer Schwerpunkt

Die Experimentierräume müssen in einem der vier INQA-Themenfelder angesiedelt sein: 1. Führung, 2. Chancengleichheit & Diversity, 3. Gesundheit, 4. Wissen & Kompetenz.

Förderschwerpunkt künstliche Intelligenz (KI)

Ein eigener Förderschwerpunkt richtet sich an Lern- und Experimentierräume, die sich mit dem Einsatz von KI in Betrieben befassen. Das können z. B. KI-basierte Lernsysteme, digitale Assistenzsysteme zur Entlastung von Beschäftigten etwa in der Pflege oder auch agile Prozesslösungen sein.

Fokus auf KMU

Gefördert werden Betriebe jeder Größe, bevorzugt jedoch kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten. Auch Verwaltungen, Vereinigungen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen können bezuschusst werden.

17 INQA-Lern- und Experimentierräume gibt es bereits, 13 weitere folgen.

Insgesamt 30 Projekte, bis zu drei Jahre Laufzeit, mehrere hundert Akteur*innen bundesweit: Im Jahr 2018 haben die ersten 17 der INQA-geförderten Lern- und Experimentierräume ihre Arbeit aufgenommen. Die Förderung umfasst pro Projekt bis zu 1,5 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Spätestens Ende 2021 läuft die Förderung der ersten 17 Projekte aus. Die Förderung im Themenschwerpunkt künstliche Intelligenz umfasst bis zu drei Millionen Euro pro Projekt. Die ausgewählten 13 INQA-Lern- und Experimentierräume KI sollen voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2020 ihre Arbeit aufnehmen. Neue Förderanträge können nicht mehr gestellt werden. Eine Übersicht über die aktuellen INQA-Lern- und -Experimentierräume finden Sie hier.

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