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„Die Hälfte unserer Mitarbeiter*innen hat den Beruf bei uns erlernt“
  • Dauerstress und körperliche Belastungen: An ihrem Arbeitsplatz sind Beschäftigte den unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt.
  • Arbeitgeber sind in der Pflicht, diesen Belastungen vorzubeugen. Als wichtiger Aspekt der Arbeitsqualität ist Arbeitsschutz auch für INQA ein zentrales Thema.
  • Besonderes Engagement wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit dem Gefahrstoffschutzpreis ausgezeichnet – 2020 mit Fokus auf den Schutz vor krebserregenden Stoffen.

Besondere Anforderungen an den Arbeitsschutz, die zähe Rekrutierung qualifizierter Fachkräfte und 2020 die Ad-hoc-Umstellung betrieblicher Strukturen auf Home-Office: Die URSA-Chemie GmbH, ein mittelständischer Betrieb aus Rheinland-Pfalz, zeigt, wie Unternehmen mit alten und neuen betrieblichen Anforderungen umgehen können. Für sein besonderes Engagement im Bereich des Arbeitsschutzes ist das Unternehmen 2020 neben weiteren Preisträgern mit dem 13. Deutschen Gefahrstoffschutzpreis des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ausgezeichnet worden. Der Betrieb mit 60 Mitarbeiter*innen hat eine Anlage entwickelt, mit der Chromsäurefässer kontaktfrei geöffnet, geleert und gereinigt werden können.

Sicherer Schutz vor krebserregndem Stoff

In zwei Werken im rheinland-pfälzischen Montabaur fertigt die URSA-Chemie GmbH chemische Rohstoffe sowie Zwischen- und Endprodukte für verschiedene Bereiche der Industrie und des Handels. Dabei sind besondere Anforderungen an den Arbeitsschutz geboten. Denn für verschiedene Produktionsprozesse kommt giftige Chromsäure zum Einsatz. Bei Kontakt mit der Haut oder durch das Einatmen wirkt die rötliche Säure krebserregend.

Für die Verarbeitung von Chromsäure nutzen die Werksarbeiter*innen des Chemieunnternehmens heute die neue Anlage, die in Zukunft auch in anderen Betrieben zum Schutz vor der gifitgen Säure beitragen könnte: Bestandteil der Anlage ist eine Handschuhbox, durch die die Chromsäure-Fässer kontaktlos geöffnet werden können. Mit Hilfe einer Vakuumsauglanze wird die Säure aus den Fässern direkt in den Produktionskessel gezogen, das entleerte Fass gereinigt und schließlich wieder der Person, die die Anlage bedient, zum Abtransport bereitgestellt. So wird sichergestellt, dass die Werksarbeiter*innen keinen Hautkontakt mit der Chromsäure haben oder diese einatmen. Zudem kann der gefährliche Stoff nicht in andere Produktionsbereiche verschleppt werden.

Ein zweijähriger Entwicklungsprozess

Die Idee für die Entwicklung der Anlage kam Geschäftsführer Rainer Bloedhorn-Dausner gemeinsam mit einem Kollegen beim Besuch einer Fachmesse in 2017. Dort wurde eine Anlage vorgestellt, in der Pulver, Pellets und körnige Stoffe in einem geschlossenen System mit Vakuum gefördert wurden. „Wir dachten sofort an den Nutzen für die Verarbeitung von Chromsäure, für deren Handling wir schon lange eine sichere Lösung suchten. Die praktische Adaption der Messeanlage auf unsere Bedürfnisse mit der Chromsäure war dann aber noch ein langer Weg“, erläutert der Geschäftsführer, der selbst 25 Jahre lang als Laborleiter für das Unternehmen tätig war. Es sollte noch zwei Jahren dauern, bis das Team eine Anlage entwickelt hatte, die den spezifischen Eigenschaften der Chromsäure gerecht wurde.

Umzug ins Homeoffice

2020 ist für den Chemiebetrieb ebenso wie für die große Mehrheit der Unternehmen in diversen Branchen ein Ausnahmejahr. Wirtschaftlich sei der Betrieb bislang kaum von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen, Kurzarbeit sei zu keinem Zeitpunkt ein Thema gewesen. Doch auch die Belegschaft der URSA-Chemie GmbH musste sich im Zuge der neuen Begebenheiten anpassen, wie der 63-jährige Bloedhorn-Dausner erläutert:

„Neben kaufmännisch Beschäftigten verrichten zur Zeit auch Laborant*innen einen Teil ihrer Arbeit im Homeoffice. Natürlich nur in den Tätigkeitsbereichen, in denen das auch möglich ist – z. B. verlegen wir das Schreiben von Protokollen und Laborberichten an die heimischen Schreibtische.“ So gelingt es im täglichen Wechsel rund 10 Prozent der Mitarbeiter*innen in Heimarbeit zu beschäftigten.

Und auch in anderer Hinsicht verlangte die Krise dem Betrieb ein hohes Maß an Flexibilität ab: Im Frühjahr 2020 erhält Bloedhorn-Dausner einen Anruf aus dem Rathaus in Montabaur. „Die Bürgermeisterin hat uns gebeten, einen Teil unserer Kapazitäten auf die Produkion von Desinfektionsmitteln umzustellen. Das haben wir umgehend gemacht.“ In den kommenden Monaten verarbeitet der Multistoffbetrieb leicht entzündliches Ethanol zu Desinfektionsmittel und versorgt damit z. T. unentgeltlich Krankenhäuser, Pflegeheime und humanitäre Hilfswerke in der Region.

Das Ringen um Fachkräfte in der Region

Solche Ad-hoc-Maßnahmen zeichen das Bild eines krisenfesten Betriebs, doch Geschäftsführer Bloedhorn-Dausner, der sich nach 38 Jahren selbst als „Urgewächs“ des Unternehmens bezeichnet, blickt auf andere Herausforderungen, die auch vor und nach der Krise bestehen:

„Unser Betrieb ist seit seiner Gründung in 1970 kontinuierlich und gesund gewachsen – dabei wird die Suche nach qualifizierten Fachkräften mehr und mehr zur Herausforderung. Wir befinden uns in einer für die Chemiebranche strukturschwachen Region. Qualifizierte Kandidat*innen streben zu den großen Chemieparks in Frankfurt oder Leverkusen.“ Hinzu komme, dass die Rekrutierung im Ausland oder das Anlernen von Geflüchteten gerade in der Chemiebranche mit besonderen Schwierigkeiten verbunden sei: „Es braucht ein solides Level an Deutschkenntnissen um den Arbeitsschutz im Betrieb gewährleisten zu können.“

Das größte Potenzial für seinen Betrieb sieht Bloedhorn-Dausner in der regionalen Rekrutierung und der langfristigen Bindung von Mitarbeiter*innen. „Rund die Hälfte unserer Mitarbeiter*innen hat den Beruf bei uns erlernt.“ Als Lohnfertiger für rund 20 verschiedene Industriebranchen biete URSA-Chemie Auszubildenden die Chance, sich ein umfassendes Wissen anzueignen. In den Prüfungen vor den Kammern schnitten seine Auszubildenden immer wieder überdurchschnittlich gut ab. Damit wirbt der Betrieb in den Schulen und auf Ausbildungsmessen. Auch das Engagement in der Corona-Pandemie soll dem Unternehmen positive Strahkraft verleihen.

Gesundheit im Fokus

Trotz dieser Herausforderungen blickt Bloedhorn-Dausner optimistisch in die Zukunft: „Wirtschaftlich denken wir positiv. Zurzeit investieren wir in eine moderne Produktionshalle für chemische Lohnfertigungen. Wir sind überzeugt davon, dass nach der Corona-Pandemie die Wirtschaft nach solchen Fertigungsmöglichkeiten verstärkt suchen wird. Unser Ziel ist es, ab Mitte 2021 mit diesem zusätzlichen Angebot in den Startlöchern zu stehen.“

Über den Wachstumszielen steht für den Geschäftführer mit der Personalnummer 7 nur eine Priorität: „Gesundheit ist das, was zählt. Das wünsche ich alle unseren Beschäftigten. Das ist das Fundament unserer Arbeit und unserer Zukunft.“

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