Erleichtertes Kurzarbeitergeld [Update]

In der aktuellen Situation soll die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes schnell und gezielt helfen, wenn Unternehmen mit ihren Beschäftigten durch das Coronavirus Arbeitsausfälle haben. Zudem werden die Hinzuverdienst-Möglichkeiten gelockert.

Die Bundesregierung hat die Möglichkeit geschaffen, die Voraussetzungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld abzusenken, und die Leistungen erweitert. Diese Erleichterungen treten rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft und werden rückwirkend ausgezahlt. Wichtige Erleichterungen sind:

Befristete Anhebung des Kurzarbeitergeldes: Gestaffelt nach der Bezugsdauer soll es auf bis zu 80 Prozent (für Eltern auf bis zu 87 Prozent) erhöht werden. So werden ab dem vierten Monat des Kurzarbeitergeldbezugs 70/77 Prozent, ab dem siebten Monat 80/87 Prozent des Lohnausfalls gezahlt.Es reicht, wenn 10 Prozent der Beschäftigten eines Betriebes von Arbeitsausfall betroffen sind, damit ein Unternehmen Kurzarbeit beantragen kann. Sonst muss mindestens ein Drittel der Beschäftigten betroffen sein.Sozialversicherungsbeiträge werden bei Kurzarbeit von der Bundesagentur für Arbeit vollständig erstattet.Kurzarbeitergeld ist auch für Beschäftigte in Zeitarbeit möglich.In Betrieben, in denen Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.

Ansprechpartner ist die Bundesagentur für Arbeit, dort können Anzeigen von Kurzarbeit jederzeit online erfolgen. Bisher haben mehr als 700.000 Betriebe Kurzarbeit angemeldet.

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