EU-Ratspräsidentschaft: Die Europäische Kompetenzagenda im Blick

Homeoffice, Kurzarbeit, Anstieg der Arbeitslosigkeit: Die Corona-Pandemie stellt viele Menschen in Europa vor neue Herausforderungen für ihre berufliche Laufbahn und beschleunigt z. T. den digitalen und ökologischen Strukturwandel. Es wird deutlich: Viele Europäerinnen und Europäer müssen sich an einen sich veränderten Arbeitsmarkt anpassen. In Zeiten solch tiefgreifender Veränderungen macht die EU-Kommission mit der Kompetenzagenda einen wichtigen Schritt auf dem Weg hin zu nachhaltiger Wettbewerbsfähigkeit, sozialer Gerechtigkeit und Resilienz in Europa.

Das Recht auf Weiterbildung und lebenslanges Lernen ist in der europäischen Säule sozialer Rechte verankert. Es soll in ganz Europa – sowohl in Städten wie auch in abgelegenen oder ländlichen Gebieten – Realität werden. Am 1. Juli 2020 hat die die Europäische Kommission die Europäische Kompetenzagenda vorgestellt. Die Kompetenzagenda umfasst zwölf Ziele zum Thema Weiterbildung (Verbesserung bestehender Kompetenzen) und Umschulung (Erwerb neuer Kompetenzen), die in den nächsten fünf Jahren erreicht werden sollen.

Die Ziele beinhalten u.a. eine Analyse und Informationsbereitstellung von regionalen und sektoralen Qualifizierungsbedarfen. Gefördert wird zudem die Erarbeitung moderner und umfassender nationaler Weiterbildungsstrategien sowie deren Umsetzung durch die jeweiligen nationalen öffentlichen Arbeitsverwaltungen. Deutschland hat bereits in 2019 eine Nationale Weiterbildungsstrategie verabschiedet (mehr Informationen finden Sie hier). Als weiteres Ziel der Kompetenzagenda soll erforscht werden, inwiefern individuelle Lernkonten und bestehende Fortbildungsansprüche dabei helfen können, das lebenslange Lernen zu fördern. Mehr Informationen zu allen 12 Zielen finden Sie unter folgendem Link

Im Rahmen der deutschen EU Ratspräsidentschaft, die Deutschland am 01.07.2020 übernommen hat, setzt sich das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zum Ziel, den Wandel bestehender Arbeitsplätze sowie die Entstehung neuer Beschäftigungsformen zusammen mit den EU-Partnerinnen und Partnern sozial und fair zu gestalten. Das Thema Weiterbildung ist ein zentraler Baustein, um Menschen neue berufliche Wege zu eröffnen, unbekannte Aufgaben im Job zu bewältigen und auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig Fuß zu fassen. Deutschland setzt sich hier spezifisch zum Ziel „bei der Umsetzung der Kompetenzagenda… Weiterbildung als zentrale arbeitsmarktpolitische Antwort auf den digitalen und ökologischen Strukturwandel in den Fokus (zu) rücken und den Austausch zwischen den Mitgliedstaaten zur Weiterbildung (zu) intensivieren“ (Quelle).

Am 12. Juni 2019 wurde die Nationale Weiterbildungsstrategie verabschiedet:

Mit der Strategie wird der Handlungsauftrag aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt, nach dem gemeinsam mit den Sozialpartnern und in enger Abstimmung mit den Ländern (und allen anderen Akteuren) eine Nationale Weiterbildungsstrategie entwickelt werden soll mit dem Ziel, alle Weiterbildungsprogramme des Bundes und der Länder zu bündeln, um eine neue Weiterbildungskultur zu etablieren.

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