Diversity 2 Minuten Lesezeit Al­terns­ge­rech­tes Ar­bei­ten: Wie Fahri­on En­gi­nee­ring ei­ne ge­sun­de Ar­beit­sum­ge­bung für al­le schafft Startseite Themen Diversity Diversitätsmanagement
auf Facebook teilen auf X teilen auf LinkedIn teilen auf Xing teilen

Während viele Unternehmen händeringend Fachkräfte suchen, hat der mittelständische Betrieb Fahrion Engineering schon früh auf das Know-how von älteren Mitarbeitenden gesetzt und damit dem Fachkräfteengpass entgegengewirkt.

Eine strategisch gute Entscheidung für das Ingenieurbüro aus dem Großraum Stuttgart. Beim Blick auf die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigt sich, dass die Altersgruppe der 50- bis 69-Jährigen auf dem Arbeitsmarkt stark vertreten ist: Im Jahr 2022 hatte sie einen Anteil von über 35 Prozent.

Fahrion Engineering ist ein familiengeführtes Unternehmen für Fabrikplanung. Bereits in den 2000er Jahren erkannte Otmar Fahrion, der Vater des heutigen Geschäftsführers Jens Fahrion, die Fähigkeiten älterer Mitarbeiter*innen und stellte sie gezielt ein – zu einer Zeit, als große Konzerne Menschen über 50 oftmals in den Vorruhestand schickten. Heute sind von den 40 Beschäftigten mehr als die Hälfte über 50 Jahre alt. Die Kompetenzen des Unternehmens reichen von der Industrie- über die Fabrik- bis zur Produktionsplanung. Konkret heißt das, hier wird alles geplant, was zu einer Fabrik gehört: Von der Produktionsstraße über das Werksgelände bis hin zum Fabrikgebäude. Die Kund*innen bekommen dabei alles aus einer Hand.

Der Vorteil von altersdiversen Teams liegt für Jens Fahrion auf der Hand: Alle lernen voneinander. So geben die jüngeren Mitarbeiter*innen ihr technisches Know-how weiter, zum Beispiel beim Umgang mit den sogenannten CAD-Systemen, mit denen Pläne digital gezeichnet werden. Die älteren hingegen geben ihre langjährige Erfahrung im Ingenieurbüro, aber auch im Umgang mit Kundinnen und Kunden weiter. Dinge, die man nicht aus Büchern lernen kann.

Fahrion Engineering Fahrion Engineering: Ein altersdiverses Team in der Praxis

Gesund im Betrieb alt werden

Bei der Frage, wie sie im Unternehmen mit älteren Mitarbeitenden umgehen, muss Jens Fahrion schmunzeln: „Alternsgerechtes Arbeiten bedeutet für uns eigentlich menschengerechtes Arbeiten. Was für die Älteren wichtig ist, passt in den allermeisten Fällen auch für die Jüngeren“.

Damit ist der Kern alternsgerechten Arbeitens auf den Punkt gebracht. Denn es geht nicht darum, Arbeitnehmer*innen ab einem bestimmten Alter zwingend anders zu behandeln. Vielmehr soll ein langfristig gesundes und nachhaltiges Arbeitsumfeld geschaffen werden, von dem Jung und Alt profitieren.

Bei Fahrion Engineering werden die Bedürfnisse der älteren Beschäftigten individuell erörtert. Danach werden entsprechende Maßnahmen auf den Weg gebracht. Reha-Aufenthalte, Heimarbeit oder reduzierte Wochenstunden gehören im Betrieb zu beliebten Mitteln, um ältere Ingenieur*innen zu entlasten und trotzdem weiterhin von ihrem Wissen zu profitieren. Auch regelmäßige Gehaltserhöhungen machen es dem Unternehmen einfacher, Angestellte zu halten.

Ältere Mitarbeitende anwerben zahlt sich aus

Dass in kleinen und mittleren Unternehmen Personen arbeiten, die über 50 sind, ist an sich nicht außergewöhnlich – sie gezielt anzuwerben allerdings schon. „Wir schreiben gezielt Stellen für Mitarbeitende 50plus aus“, erklärt Jens Fahrion.

Für ihn sind es neben dem ingenieurtechnischen Know-how – um ein Projekt von Anfang bis Ende zu leiten, brauche es im Schnitt zwölf Jahre Berufserfahrung – auch die sogenannten Soft Skills, die ältere Mitarbeitende so interessant machen.

„Ältere Beschäftigte beherrschen nicht nur das Handwerk einwandfrei. Sie sind auch interdisziplinär gut aufgestellt, können mit Kund*innen umgehen, Preise verhandeln und haben auf der Baustelle das Sagen. Diese Dinge müssen jüngere Mitarbeiter*innen oder frische Uni-Absolvent*innen erst noch lernen“. Im Schnitt brauchen Ingenieur*innen, die mit 50 Jahren in den Betrieb wechseln, lediglich ein bis zwei Jahre, um ein Projekt allein leiten zu können.

Das Beispiel Fahrion Engineering zeigt: Unternehmen haben durchaus eigene Hebel, den Auswirkungen des Fachkräftemangels entgegenzuwirken, indem sie beispielsweise gezielt ältere Fachkräfte anwerben und sie bis zum Renteneintritt unterstützen und fördern. Dabei profitieren sie von ihrer langjährigen Berufserfahrung und sichern damit auch den Wissenstransfer im Betrieb.

Diversity Beschäftigte auf Facebook teilen auf X teilen auf LinkedIn teilen auf Xing teilen
Feedback-Modul Wir sind an Ihrem Feedback interessiert. War dieser Artikel für Sie hilfreich?

Haben wir Ihre Erwartungen erfüllt? Sagen Sie es uns! Denn auf Ihr konstruktives Feedback legen wir viel Wert. Wir laden Sie ein, den Wandel der Arbeitswelt aktiv mitzugestalten! Erzählen Sie uns, was Sie in Ihrem Betrieb ganz praktisch ausprobieren und umsetzen. Senden Sie uns eine E-Mail, und zwar an feedback@inqa.de. Herzlichen Dank!

Schön, dass Sie den Text hilfreich finden. Was genau hat gestimmt? Bitte wählen Sie mindestens eine Antwort aus. Mehrfachnennungen sind möglich. Durch den Text verstehe ich das Thema besser. Dieser Artikel hat einen Mehrwert für meine tägliche Arbeit. Der Text liefert mir neue Anregungen, die ich in meinem Arbeitsbereich umsetzen kann. Es tut uns leid, dass dieser Artikel für Sie nicht hilfreich ist. Woran liegt das? Bitte wählen Sie mindestens eine Antwort aus. Mehrfachnennungen sind möglich. Ich habe andere Inhalte erwartet. Der Text ist schwer verständlich geschrieben. Der Text enthält keine neuen Erkenntnisse für mich. Der Text liefert mir keine neuen Anregungen, die ich in meinem Arbeitsbereich umsetzen kann. Bitte wählen Sie Ihre Rolle aus. Es ist nur eine Antwort möglich. Vertreter*in eines kleinen Unternehmens (bis 9 Beschäftigte) Vertreter*in eines mittleren Unternehmens (10 bis 250 Beschäftigte) Vertreter*in eines großen Unternehmens (ab 250 Beschäftigte) Vertreter*in einer Verwaltung Unternehmensberater*in Berater*in einer Institution (zum Beispiel BA, IHK, HWK) Vertreter*in eines Verbandes oder einer Gewerkschaft Sonstige Möchten Sie uns noch individuell etwas zu diesem Artikel mitteilen? Helfen Sie uns, INQA mit ihrem Feedback zu verbessern!  Es ist noch nicht alles gesagt? Sie möchten sich direkt mit uns austauschen und Ihre Praxiserfahrung über INQA teilen? Dann geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an. Die INQA-Redaktion wird sich zeitnah bei Ihnen melden. Ich habe die Datenschutzbestimmungen gelesen. * Pflichtfeld Vielen Dank!
Mit Ihrem Feedback helfen Sie uns, INQA.de besser zu machen.

Jetzt unsere INQA-Newsletter abonnieren und keine Neuigkeiten aus der betrieblichen Praxis verpassen: Zur Anmeldung

Bleiben Sie mit uns in Verbindung

Tra­gen Sie sich in den IN­QA-Ver­tei­ler ein und wer­den Sie Teil der Pra­xis­platt­form für Ar­beits­qua­li­tät und den Wan­del der Ar­beit

Ich habe die Datenschutzbestimmungen gelesen. Über einen Link in den Benachrichtigungen der Initiative kann ich diese Funktion jederzeit deaktivieren.