Kompetenz 2 Minuten Lesezeit Kern Startseite Über uns INQA-Experimentierräume
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Wie lassen sich die Qualifikationen und Kompetenzen von Beschäftigten mithilfe digitaler Assistenzsysteme erfassen und verbessern? Das untersuchte der INQA-Experimentierraum Kern (Kompetenzen entwickeln und richtig nutzen) am Beispiel eines medizintechnischen Unternehmens.

Projektziel

Das INQA-Förderprojekt Kern entwickelte neue Konzepte für das Kompetenzmanagement von Mitarbeiter*innen in der digitalen Arbeitswelt. Das Ziel war die Entwicklung KI-basierter Kompetenz-Assistenzsysteme (KAS), die Unternehmen und Beschäftigte dabei unterstützen, richtige Entscheidungen für die persönliche Weiterentwicklung zu treffen. Hintergrund war, dass klassische Weiterbildungen nur selten genutzt werden, weil Lerninhalte nicht passen und die Beschäftigten das Gelernte nur selten umsetzen können. Moderne Kompetenz-Assistenzsysteme (KAS) hingegen schlagen Weiterbildungen, Aufgaben und Stellen kompetenzbasiert vor und verbinden auf diese Weise Lernen und Arbeiten.

Arbeitsweise

Im Projekt wurden moderne KAS bereitgestellt und in einem betrieblichen Experimentierraum getestet. Dazu wurden vorhandene Kompetenzen erfasst, zukünftige Kompetenzbedarfe definiert und diese in ein KAS überführt. Damit ließen sich dann Lerninhalte gezielt an die individuellen Voraussetzungen der Beschäftigten anpassen. Hierfür entwickelten die Projektbeteiligten diverse Software-Prototypen, einen Leitfaden für die Einführung von KAS sowie Integrationsszenarien in das betriebliche Umfeld.

Steckbrief

Projektleiter*in:

  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Projektpartner*innen:

  • B. Braun Melsungen AG, Melsungen
  • Campusjäger GmbH, Karlsruhe
  • SAP Deutschland SE & Co. KG, Walldorf
  • TÜV Rheinland AG, Köln

Projektlaufzeit:

19.11.2018 – 18.05.2021

Projektwebsite:

https://kern-kas.org/

Entwicklungen seit Projektabschluss:

Feldexperiment zur Untersuchung des „Arbeits-Flows“

Im Sommer 2019 fand eine groß angelegte Feldstudie beim Projektpartner Campusjäger statt. Mithilfe künstlicher Intelligenz wurden dabei sogenannte Flow-Zustände (höchste Fokussierung auf eine Aufgabe) beim Arbeiten untersucht. Mittels eines Brustgurts zeichnete eine Software über den Tagesverlauf die Herzrate der Proband*innen auf und stellte ihnen in zufälligen Intervallen Fragen zu ihrem Flow-Zustand. Die Antworten wurden später den physiologischen Daten zugeordnet. Aus den Ergebnissen hat Kern ein neues Tool zur Flow-Messung entwickelt. Ziel war ein System, das Flow-Zustände bei der Arbeit unterstützt, z. B. durch das bessere Management von E-Mail-Benachrichtigungen.

Halbzeit bei Kern

Im Rahmen einer digitalen Halbzeitkonferenz stellten im März 2020 das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) als Projektleitung sowie die Projektpartner*innen (B. Braun Melsungen AG, Campusjäger GmbH, SAP Deutschland SE & Co. KG, TÜV Rheinland) erste Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Rund 50 Personalverantwortliche folgten der Einladung und informierten sich über die laufende Forschung – u. a. wurde die durchgeführte Mitarbeiterbefragung sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz präsentiert. Daneben wurden die bei den Projektpartnern B. Braun Melsungen und Campusjäger eingerichteten Experimentierräume vorgestellt. Von der Identifikation von Kompetenzen für Unternehmen im digitalen Wandel über die datengetriebene Kompetenzerfassung bis hin zur sogenannten „Flow-Forschung“ boten die Projektpartner*innen einen vielfältigen und umfangreichen Einblick.

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