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  • Wie funktionieren Roboter und was ist bei 3D-Druck zu beachten? Im Trainingszentrum Industrie 4.0 widmen sich Auszubildende und Fachkräfte diesen Fragen. Das Trainingszentrum ist eines der Kernprojekte von Netzwerk Initiative Wirtschaft Eschwege (NIWE).
  • Das Netzwerk begreift die Digitalisierung als Chance dafür, überbetriebliche Aus-, Fort- und Weiterbildung neu zu denken und zu gestalten.
  • Mit dem Trainingszentrum leistet NIWE einen Beitrag für die Gewinnung und Bindung guter Nachwuchskräfte im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis, insbesondere für den starken Technologiesektor in der Region.

Im Wirtschaftsraum Eschwege, der maßgeblich von Produktionstechnologien wie Werkzeugmaschinen- und Formenbau für die Automobilzulieferindustrie geprägt ist, sollten die Anforderungen der Digitalisierung schon früh in Ausbildungs- und Qualifizierungsprozesse integriert werden. Darum hat Netzwerk Initiative Wirtschaft Eschwege (NIWE) das überbetriebliche Trainingszentrum Industrie 4.0 aufgebaut. Es betreibt dieses gemeinsam mit dem Mitgliedsunternehmen PRÄWEMA Antriebstechnik.

Das Trainingszentrum steht allen 60 Mitgliedsunternehmen des Netzwerks als überbetriebliche Ausbildungsstätte sowie für Fort- und Weiterbildungen ihrer Mitarbeitenden offen. Vermittelt werden dort fundierte Kenntnisse in Robotik und Automation – und damit digitale Schlüsselkompetenzen für die Fachkräfte von morgen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Wirtschaftsraum.

Anhand eines Trainingsroboters wird im Trainingszentrum die Funktionsweise von Robotern aufgezeigt und deren Programmierung mithilfe spezieller Schulungssoftware in einzelnen Teilschritten erlernt. Auszubildende bzw. Lehrgangsteilnehmende können die diversen Programmierungsmöglichkeiten am Trainingsroboter dann real ausprobieren und den Roboter beispielsweise so programmieren, dass er komplexe Bewegungsabläufe ausführen kann.

Ein weiterer Schwerpunkt im Trainingszentrum sind additive Fertigungsmethoden mittels 3D-Druck. Anders als bei tradierten Fertigungsmethoden wird ein Bauteil schichtweise aufgebaut, das Verfahren ist „additiv“. Es wird also kein Material abgetragen, wie etwa beim Fräsen. Das Netzwerk hat die Chancen der 3D-Druck-Technologie erkannt und integriert sie nun bindend in die Berufsbildung. Besonders beliebt ist das Ausprobieren der 3D-Druckmöglichkeiten auch bei Schüler*innen im Rahmen von Schulpraktika.

Die Ausgangslage

Die besondere Struktur des Wirtschaftsraums Eschwege machte die Vermittlung digitaler Kompetenzen im Rahmen der Ausbildung notwendig. Um entsprechende Maßnahmen anbieten zu können, entstand 2019 das Trainingszentrum Industrie 4.0. Möglich wurde dies durch die Netzwerkarbeit und Kooperation verschiedener Akteure, wie zum Beispiel der Wirtschaftsförderung Eschwege. Der damalige Wirtschaftsförderer und Netzwerkgründer Wolfgang Conrad initiierte das Vorhaben und koordiniert es bis heute.

Die Kooperation

Das Unternehmen PRÄWEMA Antriebstechnik wurde schnell als geeigneter Partner identifiziert. Das Unternehmen ist schon lange Mitglied der NIWE und der aktuell einzige Akteur in der überbetrieblichen Ausbildung in der Region. Das Unternehmen verfügte damit über die nötigen räumlichen, zeitlichen und personellen Kapazitäten für das Trainingszentrum. Ausbildungsleiter Michael Stey hat die Chancen des Trainingszentrums für den Gewinn von Nachwuchsfachkräften sofort erkannt und sich mit seinem gesamten Team aktiv am Vorhaben beteiligt.

Die Erfolge

Während des dreijährigen Ausbildungszeitraumes durchlaufen jährlich im Durchschnitt 20 bis 30 Auszubildende die Schulungseinheiten im Trainingszentrum. Die 60 Mitgliedsunternehmen von NIWE können die Vorteile der Einrichtung grundsätzlich kostenlos nutzen und ihre Auszubildenden im Trainingszentrum qualifizieren lassen. Künftig sollen auch Angebote für die Weiterbildung bereits im Beruf stehender Fachkräfte aus der Region ermöglicht werden. Die Schul-Experimentiertage, Schülerpraktika oder die Robotik- und 3D-Druck-Tage, die im Trainingszentrum für verschiedene Zielgruppen angeboten wurden, stießen allesamt auf große Zustimmung und Beteiligung. Eine intensive Öffentlichkeitsarbeit sorgt darüber hinaus für eine starke Präsenz des Angebots in der Region und inspiriert andere Standorte zu ähnlichen Initiativen.

Das Netzwerk NIWE hatte bereits in seiner Anfangsphase in den frühen 2000er-Jahren den Strukturwandel in lokalen Unternehmen von Mechanik auf Elektronik vorangetrieben und widmet sich nun der Digitalisierung der regionalen Wirtschaft.

NIWE wurde 2022 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) als „Innovatives Netzwerk 2022“ ausgezeichnet.

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