2 Minuten Lesezeit Mit Cross In­no­va­ti­on zum Kul­tur­wan­del und neu­en Ide­en Startseite Vernetzen Netzwerke Aus der Netzwerkpraxis
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  • Innovation durch interdisziplinäre und branchenübergreifende Zusammenarbeit mit Kreativschaffenden – das ist die Idee von Cross Innovation.
  • Das Projekt Cross Innovation Hub hat verschiedene Formate entwickelt, in denen Kreative gemeinsam mit Unternehmen Lösungen für verschiedene Fragestellungen und Herausforderungen finden.
  • Im Pop-up Office, einem experimentellen Weiterbildungsformat, werden in bunt gemischten Teams innovative Ideen für eine zukunftsgewandte Arbeitskultur entwickelt.

Design Thinking, User Stories, Prototyping, Empathy Mapping: New-Work-Ansätze haben ihre Wurzeln häufig in der Kreativwirtschaft. Inzwischen werden sie auch in vielen anderen Branchen eingesetzt – nur ein Beispiel für das Innovationspotenzial der Kreativwirtschaft. Um dieses Potenzial auch für andere Branchen zu erschließen und nutzbar zu machen, hat sich 2016 der Cross Innovation Hub in Hamburg als eines der ersten Projekte in Europa zu diesem Thema gegründet.

Kreative als Ideengeber*innen für andere Branchen

„Dank ihrer Agilität, ihres branchenübergreifenden Denkens, ihrer Risikobereitschaft und ihres Willens, Altbekanntes über den Haufen zu werfen, bestehendes Wissen neu zu verknüpfen und in andere Kontexte zu setzen, sind Kreativschaffende die perfekten Ideengeber*innen“, betont Louisa Steinwärder, eine der zwei Projektleiterinnen des Cross Innovation Hub.

In unterschiedlichen Formaten bringt das Projekt Kreativschaffende mit Mitarbeitenden aus Unternehmen anderer Branchen zusammen. Diese reichen von niedrigschwelligen Tagesworkshops bis hin zu längerfristigen Arbeitsprozessen über mehrere Wochen und Monate. „Schon wenige Arbeitsschritte nach dem Kick-off machen die interdisziplinären Teams die Erfahrung, dass die unterschiedlichen Arbeits- und Denkweisen Türen öffnen und neue Perspektiven schaffen“, so Steinwärder.

In diesen unkonventionellen Arbeitskonstellationen können je nach Fragestellung innovative Produktideen und Geschäftsprozesse oder Ansätze für eine neue Arbeitskultur entstehen, beschreibt Louisa Steinwärder. „Für Außenstehende ist es nicht immer leicht zu erklären, was da passiert. Es ist sehr intensiv und irgendwie auch magisch.“

Im Pop-up Office werden Visionen und Ideen für den Kulturwandel erarbeitet

Eines der Formate des Cross Innovation Hub ist das sogenannte Pop-up Office, ein experimentelles Weiterbildungsformat zum Thema „New Work“, in dem Kreativschaffende gemeinsam mit Unternehmen und deren Mitarbeitenden innovative Lösungen und Ideen für eine zukunftsorientierte Arbeitskultur entwickeln.

Zielgruppe des Pop-up Office sind Selbstständige und Angestellte kleiner und mittelständischer Unternehmen sowie großer Konzerne und öffentlicher Verwaltung. Die Teilnehmenden aus der Kreativwirtschaft kommen aus den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Design, Film, Literatur, Musik, Theater/Tanz, Presse, Rundfunk, Werbung sowie aus der Softwareentwicklung und der Gamingbranche. Insgesamt wurden bisher acht Durchgänge mit rund 160 Teilnehmenden aus unterschiedlichen Branchen durchgeführt.

Der sogenannte „Culture Sprint“, der Innovationsprozess im Pop-up Office, ist auf dreieinhalb Tage angelegt. In einem Sprint kommen jeweils rund 20 Teilnehmende zusammen, etwa die Hälfte davon aus der Kreativbranche.

Jeder Tag startet mit einem Impulsvortrag eines oder einer New-Work Expert*in. Nach der Analyse des Ist-Zustands und der Formulierung von aktuellen Herausforderungen geht es an die Entwicklung eines Wunsch-Zustands, einer Vision für den eigenen Arbeitskontext. Abschließend entwickeln die Teilnehmenden in bunt gemischten Teams Lösungsansätze und konkrete Maßnahmen, um ihrer Organisation der Zukunft näher zu kommen.

Praktiken und Erkenntnisse aus dem Pop-up Office sollen in den beruflichen Alltag integriert werden können. Konkrete Ergebnisse können zum Beispiel die Umstrukturierung von Teambesprechungen, die kreative Umgestaltung von Arbeitsplätzen oder die transparentere Gestaltung von Entscheidungsprozessen in Unternehmen sein.

Aus der interdisziplinären Zusammenarbeit ergeben sich viele Chancen der persönlichen und organisationalen Weiterentwicklung: „Eine Woche aus dem Job raus, zusammen mit einer bunt gemischten Truppe den Horizont erweitern und dies in den Job mitnehmen, um andere zu entflammen: Das ist für mich das Pop-up Office gewesen! Und es wirkt auch ein Jahr später noch nach. Das hat mich auch zum internen Job-Wechsel ins Changemanagement motiviert“, so Philipp Vongehr vom NDR Fernsehen, der an dem Format teilgenommen hat.

Agile Fachkräfte sind oftmals die Treiber*innen von Innovationsprozessen in Unternehmen, so Louisa Steinwärder, die auch die Bedeutung einer zukunftsgewandeten Arbeits- und Innovationskultur für die Fachkräftesicherung betont. Diese bindet nicht nur gute Fachkräfte an ein Unternehmen, sie wirkt auch attraktiv auf neue Mitarbeitende.

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