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Kompetenz 2 Minuten Lesezeit Fachkräftesicherung und ‑bindung – ein Überblick
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  • Unternehmen aller Größen sehen die Fachkräftesicherung als ihre größte personalpolitische Herausforderung der kommenden Jahre.
  • Vor allem Beschäftigte mit höherer Bildung, besonderem Engagement und in Leitungsfunktionen suchen häufiger aktiv nach einem anderen Arbeitsplatz.
  • Studienergebnisse zeigen, worauf Betriebe bei der Fachkräftesicherung setzen und was Beschäftigten wichtig ist.

Wer auch in Zukunft wettbewerbsfähig sein will, braucht qualifizierte Fachkräfte. Für Unternehmen ist die Fachkräftesicherung daher von zentraler Bedeutung. Denn schon heute gibt jeder vierte Betrieb an, Probleme bei der Stellenbesetzung zu haben. Ursachen für den Fachkräftemangel sind vielfältig, vor allem aber stehen dem Arbeitsmarkt im Zuge des demografischen Wandels perspektivisch immer weniger Menschen zur Verfügung. Wie findet und hält man also qualifizierte Mitarbeiter*innen? Welche Strategien nutzen Unternehmen? Und warum wechseln Beschäftigte den Arbeitsplatz? In mehreren Wellen wurden sowohl Unternehmen als auch ihre Beschäftigten nach diesen und weiteren Themen befragt. Der Monitor „Fachkräftesicherung und -bindung“ analysiert die Ergebnisse und bietet Ihnen wertvolle Impulse für Ihre eigene Strategie zur Fachkräftesicherung.

Betriebe befürchten vor allem Fachkräftemangel

Sowohl große als auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) rechnen in den kommenden Jahren mit Schwierigkeiten, geeignete Mitarbeiter*innen zu finden. Jeder vierte Betrieb gibt bereits jetzt an, Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung zu haben. Sogar 61 Prozent der Unternehmen rechnen hier in Zukunft mit Problemen. Zudem erwartet knapp ein Drittel (31 Prozent) hohe Fehlzeiten oder hohe Lohnkosten. Mehr als ein Viertel (27 Prozent) erwartet in den kommenden zwei Jahren Probleme wegen der Überalterung der Belegschaft. Zahlreiche Betriebe setzen daher z. B. auf eine strategische Personalplanung. Deutlich mehr als die Hälfte der Unternehmen mit über 50 Beschäftigten verfügt über einen Personalplan. Das ist gut, denn es hat sich gezeigt: Wer heute Personalpläne nutzt, hat deutlich seltener Probleme bei der Stellenbesetzung. Wie wichtig auch eine systematische Altersanalyse ist, haben 57 Prozent der befragten Betriebe erkannt und entsprechend durchgeführt.

Fachkräftesicherung: Diese Strategien verfolgen Betriebe

Mit der Digitalisierung eröffnen sich neue Wege zur Fachkräftesicherung. Um Personal zu finden, werden insbesondere soziale Medien als Rekrutierungswerkzeug immer wichtiger. Diese werden in erster Linie dazu genutzt, Stellenanzeigen zu verbreiten, aber auch für Unternehmensdarstellungen oder die gezielte Suche von Bewerber*innen. Fast 30 Prozent der Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten nutzen heute soziale Netzwerke bei der Personalsuche. Dagegen hat die Zahl der Betriebe, die Fachkräfte gezielt im Ausland rekrutieren, im Vergleich zu den Vorjahren abgenommen. Die Studie zeigt zudem: Worauf die meisten Betriebe bei der Stellenbesetzung viel Wert legen, sind fachliche und persönliche Kompetenzen. Um zudem die Fachkompetenz des bestehenden Personals zu steigern, nutzen 57 Prozent der Betriebe Qualifizierungsmaßnahmen, die zu einem höheren Bildungsabschluss führen.

Fachkräftebindung: Was Betriebe tun können, um Beschäftigte zu halten

Viele Unternehmen setzen vor allem auf das allgemeine Betriebsklima und eine attraktive Vergütung, um ihre Fachkräfte im Betrieb zu halten. Engagement und die Verbundenheit mit dem Betrieb spielen eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, das eigene Personal zu binden. Am wenigsten wechselwillig sind Beschäftigte, die zugleich ein hohes Engagement und eine hohe Verbundenheit mit dem Betrieb aufweisen. Ein hohes Engagement bei niedriger Verbundenheit erhöht jedoch die Wechselbereitschaft. Eine systematische Mitarbeiter*innenbefragung kann hier als sinnvolle Grundlage dienen.

Diese Faktoren sind für Beschäftigte wichtig

Zwei Drittel der befragten Beschäftigten haben im letzten Jahr nicht darüber nachgedacht, das Unternehmen zu wechseln. Lediglich zwölf Prozent denken mehrmals im Monat oder öfter daran. Gerade höher gebildete und besonders engagierte Mitarbeiter*innen sowie Beschäftigte in Leitungsfunktionen suchen häufiger nach beruflicher Veränderung. Die Gründe für einen Wechselwunsch sind oft weniger privat als vielmehr berufsbedingt. Wie die Unternehmen geben auch Mitarbeiter*innen an, dass für sie eine bessere Bezahlung – neben veränderten Arbeitsinhalten – der wichtigste Treiber für die Überlegung ist, die Stelle zu wechseln. Allerdings ändern sich die Motive nach einem tatsächlichen Arbeitsplatzwechsel deutlich. Hier gelangt neben den Arbeitsinhalten vor allem das Miteinander mit Kolleg*innen und Vorgesetzten in den Fokus.

Auch Sie können dem Fachkräftemangel entgegenwirken

Der Monitor „Fachkräftesicherung und -bindung“ zeigt Ihnen anhand umfangreicher Befragungsergebnisse von Unternehmen und Beschäftigten, wo und wie auch Sie aktiv dem Fachkräftemangel entgegenwirken können. Denn warum Mitarbeiter*innen in Unternehmen bleiben, Wechselgedanken mit sich tragen oder diese sogar in die Tat umsetzen, wird von einer Vielzahl von Faktoren bestimmt. Wenn Sie die Zusammenhänge kennen, langfristig planen und Ihre Personalentwicklung mitarbeiterorientiert ausrichten, können beide Seiten profitieren. Auf welche Bereiche Sie hierbei besonders achten sollten, dazu kann Ihnen der Monitor wertvolle Hinweise geben.

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