Was bedeutet Chancengleichheit?
In der Arbeitswelt bedeutet Chancengleichheit, dass Menschen nicht aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität im beruflichen Kontext benachteiligt werden. Alle Menschen sollen die Chance bekommen, sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten beruflich frei zu entwickeln. Das ist das Ziel des allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes von 2006, das in Deutschland für Chancengerechtigkeit in der Arbeitswelt sorgen soll.
Warum Chancengleichheit?
Trotz des formalen Verbots erleben viele Menschen aus unterschiedlichen Gründen im Arbeitsalltag Ausgrenzung und Benachteiligung. Zugleich erkennen immer mehr Unternehmen, dass Diversität Potenzial birgt und eine vielfältige Belegschaft ein Vorteil ist: Mehr als 3.900 Betriebe und Institutionen haben bereits die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet. Mit dieser Selbstverpflichtung erklären sie sich bereit, ein wertschätzendes und vorurteilsfreies Arbeitsumfeld zu schaffen. Sie bemühen sich um eine tolerante und faire Unternehmenskultur, die Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Alter, sexueller Orientierung oder anderen Merkmalen eine Chance gibt, sich einzubringen. Dieser Artikel bietet Ihnen einen Einstieg in das Thema Chancengleichheit im betrieblichen Alltag und bietet Tipps für weiterführende Informationen.
Wie kann mehr Chancengerechtigkeit für Frauen erreicht werden?
Wie steht es in deutschen Unternehmen um die Gleichberechtigung von Frau und Mann? Chancengleichheit kann durch Maßnahmen wie flexible Arbeitszeitmodelle gefördert werden. Somit bekommen auch Teilzeitbeschäftigte eher Aufstiegsmöglichkeiten.
Wichtig für mehr Gleichberechtigung ist auch die Vermittlung zusätzlicher Kompetenzen, um Frauen voranzubringen. Betriebe, die weibliche Beschäftigte gezielt fördern wollen, bieten spezielle Weiterbildungsmaßnahmen oder entsprechende Mentoring-Programme an. Eine weitere Maßnahme sind Frauenförderpläne. Es gibt Unternehmen, die sich eine konkrete Quote für Frauen in Führungspositionen zum Ziel gesetzt haben. Grundsätzlich zeigt sich, dass Frauen in den Branchen besonders häufig in Führungspositionen anzutreffen sind, in denen auch der Anteil der weiblichen Beschäftigten hoch ist – etwa im Gesundheitssektor. Zudem besteht ein Zusammenhang mit der Unternehmensgröße: Je größer ein Betrieb ist, desto eher wird Chancengleichheit aktiv unterstützt.
Auch viele kleine und mittlere Betriebe sind heute schon sehr aktiv in Sachen Gleichstellung. Auch Sie können einiges tun!
Weitere Informationen über mögliche Maßnahmen zur Förderung von Frauen finden Sie im Artikel „Chancengleichheit im Arbeitsalltag – ein Überblick“ und im INQA-Monitor Monitor „Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsplatz“ (PDF, 10 MB).