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Generalschlüssel zu einer erfolgreichen Unternehmenskultur: die Marnach Hauswartung und das INQA-Audit

Einmal alle Prozesse und das Klima im Unternehmen intensiv auf den Prüfstand stellen und alles abklopfen, was vielleicht noch nicht ganz optimal läuft: Diese Möglichkeit ergriff die Marnach Hauswartung GmbH. Das Unternehmen nutzte dazu gleich zweimal das INQA-Audit. Die erfolgreiche Re-Auditierung im Jahr 2018 belegt, dass das Unternehmen den Weg zu einer zukunftsfähigen Unternehmenskultur erfolgreich geht.

Die Grafik stellt zwei Männer dar, die auf dem Weg zu einem Wohnhaus sind, um dort wieder für Sauberkeit und Ordnung zu sorgen.
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Zwei Mitarbeiter auf dem Weg zum Objekt, um wieder für Sauberkeit und Ordnung zu sorgen.

Ausgangslage

Was war die Herausforderung?

Die Marnach Hauswartung GmbH wurde 1983 gegründet und hat ihren Sitz in Berlin. Das Unternehmen ist Dienstleister für Immobilienverwalter und Immobilienbesitzer. Rund 60 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich unter anderem um Sauberkeit und Ordnung in den Objekten der Auftraggeber, erledigen die Gartenpflege oder erstellen Nebenkostenabrechnungen. Eine möglichst enge und effiziente Zusammenarbeit der verschiedenen Aufgabenbereiche und Berufe im Unternehmen ist dabei Voraussetzung für einen reibungslosen Arbeitsablauf – und damit für zufriedene Kunden. 2015 entschied sich die Marnach Hauswartung GmbH mit Gründer und Geschäftsführer Peter Marnach an der Spitze, das INQA-Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ durchzuführen, um das Arbeitsumfeld gemeinsam mit den Beschäftigten nachhaltig zu verbessern.

Aktivitäten

Was wurde wie gemacht?

Im Rahmen des INQA-Audit wurden die Beschäftigten und die Geschäftsführung zunächst per Fragebogen anonym befragt. Die Auswertung zeigte unter anderem, dass die Wertschätzung der Beschäftigten untereinander, aber auch zwischen den unterschiedlichen Hierarchieebenen nur gering entwickelt war. Das zu ändern, die Kommunikation im Unternehmen zu verbessern und dafür nachhaltig wirkende Strukturen zu schaffen, wurde deshalb zu einem zentralen Vorhaben. Um die Durchführung kümmerte sich eine Projektgruppe aus vier Beschäftigten mit enger Bindung an die Geschäftsführung. Sie entwickelte Ideen und trieb deren Umsetzung voran.

Ein erster Workshop für alle Mitarbeiter diente dem besseren gegenseitigen Kennenlernen. Was ist eigentlich die Aufgabe meiner Kollegin oder meines Kollegen? Welche Erfahrungen machen sie in einzelnen Objekten? Worauf müssen die Gebäudereiniger, Hausmeister, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Außen- und Innendienst in ihrer täglichen Arbeit achten? Der Workshop bot den Einstieg in einen zielgerichteten intensiven Austausch. Wie die Projektgruppe ist er inzwischen zur Dauereinrichtung bei der Marnach Hauswartung GmbH geworden und findet jährlich statt.

Die Projektgruppe war von Anfang an für die Geschäftsführung und die Kolleginnen und Kollegen ansprechbar. Unterstützt wurde sie dabei von einem Berater des INQA-Netzwerkes Offensive Mittelstand und Prozessbegleiter, Ferdinand Kögler. Die Projektgruppe wurde zu einer Institution im Unternehmen und widmet sich dauerhaft den kleinen und großen Fragen der täglichen Arbeit, aber auch der mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur: Wie bewerten wir, wann ein Einsatz wirklich dringend ist? Wie kann wertschätzende Kommunikation über WhatsApp zwischen den Kollegen gelingen? Können wir gemeinsam definieren, wie Touren-Fahrzeuge zu übergeben sind?

Ergebnisse

Was konnte erreicht werden?

  • Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeitermotivation sind durch das INQA-Audit und die daraus entstandenen Maßnahmen gestiegen.
  • Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden schneller und gründlicher eingearbeitet.
  • Die Beschäftigten haben persönliche Sichtweisen und fachliche Hintergründe ihrer Kolleginnen und Kollegen besser kennen und verstehen gelernt. Das hat das Arbeitsklima nachhaltig verbessert.
  • Das Gemeinschaftsgefühl im Unternehmen wurde gestärkt.
  • Die Kundenzufriedenheit ist ebenfalls messbar gestiegen.

Erfolgsfaktoren

Was können andere davon lernen?

  • Um gute Arbeitsbedingungen im Betrieb zu erreichen und nachhaltig zu etablieren, muss der Verbesserungsbedarf in den einzelnen Bereichen möglichst detailliert identifiziert werden. Die erkannten Schwachstellen müssen konsequent beseitigt werden.
  • Für ein gutes Arbeitsklima im Betrieb ist es unerlässlich, die Maßnahmen gemeinschaftlich herauszuarbeiten und umzusetzen.
  • Die gemeinsame Arbeit am Projekt fördert die Kommunikation zwischen den Beschäftigten und der Führungsebene. Zugleich motiviert die enge Zusammenarbeit die Beschäftigten, sich aktiv an Prozessverbesserungen zu beteiligen.
  • Die vorgestellten Maßnahmen verbessern das Arbeitsklima und stärken das Gemeinschaftsgefühl. Dadurch nimmt auch die Kundenzufriedenheit deutlich zu.

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Zusatzinformationen

Logo

Logo der Marnach Hauswartung GmbH

Ansprechpartner/in

Peter Marnach

Geschäftsführer

Marnach Hauswartung GmbH
Wilhelm-von-Siemens-Str. 23
12277 Berlin

Telefon: 030 691 60 56

Ferdinand Kögler

Prozessbegleiter

Regionales Netzwerk Offensive Mittelstand Berlin-Brandenburg
Merseburger Str. 13
10823 Berlin

Telefon: + 49 171 765 15 82

Steckbrief

Themen

  • Führung

Branche

  • Verarbeitendes Gewerbe

Bundesland

  • Berlin

Unternehmensgröße

  • 50 - 249 Mitarbeiter

Standort des Unternehmens

Abbildung des Unternehmensstandortes auf der interaktiven Karte