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"Hilfe zur Selbsthilfe" - Mit basik-net ist die optimale Regelbetreuung von Kleinstbetrieben möglich

Der Unternehmer ist von Gesetzes wegen verpflichtet, für ausreichenden Arbeits- und Gesundheitsschutz zu sorgen. Aber gerade in Klein- und Kleinstunternehmen sind sie auf Grund der Komplexität und Fülle der Aufgaben oft überfordert. Mit dem Internetportal "basik-net" wurde ein modernes Instrumentarium geschaffen, mit dem Verantwortliche des Maler- und Lackiererhandwerks sowie des Dachdecker- und Gerüstbauhandwerks bei der Erfüllung ihrer Pflichten effektiv unterstützt werden.

zwei Dachdecker auf dem Dach.

Ausgangslage

Was war die Herausforderung?

Die Anzahl meldepflichtiger Arbeitsunfälle liegt bei den rund 1,65 Millionen Klein- und Kleinstbetrieben zwar im Durchschnitt, aber bei den Arbeitsunfallrenten stehen Betriebe dieser Größe an der Spitze. Oftmals verfügen die kleinen Betriebe nicht über eigene Experten für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz und führen keine Gefährdungsbeurteilung durch. So können die Gefährdungspotenziale und damit die Risiken nicht oder nicht vollständig erkannt werden. Die fehlende Unterweisung der Mitarbeiter, z. B. im Umgang mit Gefahrstoffen, in der sicheren Benutzung von Arbeitsmitteln oder über Gefahren bei Arbeiten mit Absturzgefahren, führt oft zu Unfällen und erhöhten Gesundheitsbelastungen der Mitarbeiter.

Aktivitäten

Was wurde wie gemacht?

Das Internetportal "basik-net" schafft hier in Kombination mit persönlicher Beratung Abhilfe. Es bietet praxisorientierte Instrumentarien für die Betreuung der Beschäftigten in Handwerksbetrieben gemäß der Unfallverhütungsvorschrift „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ (DGUV Vorschrift 2, früher BGV A2).
Ziel ist es, die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kleiner Unternehmen zu sichern.
Dabei stehen dem Unternehmen wesentliche Instrumente zur Verfügung:

  • Online-Expertenforum bestehend aus Internetportal "www.basik-net.de" mit branchenbezogen Informationen und Beratung zu den Online-Instrumentarien
  • Checkliste "Handlungsbedarf für Einsteiger"
  • Gefährdungsbeurteilung online (GBU online) für die Gewerke Maler und Lackierer, Dachdecker und Gerüstbauer
  • Gefahrstoffverzeichnis online für die vorgenannten Gewerke
  • Materialien zur Erstellung von Betriebsanweisungen und zur Durchführung von Mitarbeiterunterweisungen
  • Leitfaden und Vordrucke zur Erstellung eines Explosionsschutzdokumentes

Mit der Beantwortung von 16 Fragen der kleinen Checkliste kann der Unternehmer seinen Stand der sicherheitstechnischen und betriebsärztlichen Betreuung der Beschäftigten selbst überprüfen und erhält innerhalb von etwa sieben Minuten einen Überblick zu seinem Handlungsbedarf im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Im ersten, öffentlich zugänglichen Teil, befindet sich eine Informationsplattform mit dem Leistungsangebot von „Sicherheit mit basik-net“ und  einer branchenspezifischen Auswahl des staatlichen Rechts und von Schriften der BG BAU sowie Handlungsanleitungen zum Lesen und Downloaden, wie BG-Vorschriften (BGV), BG-Regeln (BGR), BG-Informationen (BGI) und BG-Grundsätze (BGG).

In der Rubrik „Nützliche Links“ findet der Nutzer relevante Informationen und Links und reduziert so das weitestgehend zeitaufwendige Suchen nach Veröffentlichungen. Die Verknüpfung mit anderen Internetseiten, wie z. B. Infopool der BG BAU, GISBAU oder Wingis-Online, haben sich als praktische Hilfen für den Unternehmer bewährt.

Im geschützten Bereich hat der Handwerksmeister mit der Gefährdungsbeurteilung online die Möglichkeit, menügesteuert, quasi automatisch, seine eigene vollständige Gefährdungsbeurteilung zu erstellen. Dabei benötigt der Handwerksmeister keine speziellen EDV-Kenntnisse. Er hat sicher alle relevanten Gefährdungen für den jeweiligen Arbeitsplatz bzw. für die jeweilige Baustelle berücksichtigt, wenn er die menügesteuerte Struktur der Gefährdungsbeurteilung online vollständig bearbeitet hat. In nur acht aufeinander aufbauenden Schritten wird der Unternehmer zu seiner betriebsspezifischen Gefährdungsbeurteilung geführt.

Das Gefahrstoffverzeichnis online enthält zurzeit ein Mustergefahrstoffverzeichnis mit mehr als 620 Produkten. Die Datensätze beinhalten alle relevanten Informationen. Hier kommt man in vier Schritten zum spezifischen, betrieblichen Gefahrstoffverzeichnis.

Dabei vereinfacht die Einstufung in gefahrstoffhaltige Produktgruppen (GISCODE, Produktcode) die Erfassung von Gefahrstoffen und ihre Verknüpfung mit Betriebsanweisungen und Sicherheitsdatenblättern, was einen erheblichen Zeitgewinn für den Unternehmer bedeutet.
Der besondere Vorteil dieses Onlineverzeichnisses ist zudem, dass alle dem Expertenforum basik-net angeschlossenen Unternehmer, unabhängig von der installierten Software, mit ihrem erprobten Internetbrowser das Gefahrstoffverzeichnis bearbeiten können.
Aus dem betrieblichen Gefahrstoffverzeichnis heraus kann der Unternehmer jederzeit auf das Mustergefahrstoffverzeichnis zugreifen oder selbst einen neuen Gefahrstoffdatensatz in seinem betrieblichen Gefahrstoffverzeichnis anlegen.
Das Gefahrstoffverzeichnis online ist automatisch mit der Gefährdungsbeurteilung online verknüpft. So kann der Unternehmer bei der Bearbeitung der Gefährdungsbeurteilung direkt auf sein Gefahrstoffverzeichnis zugreifen. Dies erlaubt ihm, sofort zu prüfen, welche gefahrstoffhaltigen Produkte in seinem Betrieb verwendet werden.

Neben diesen Hauptinstrumenten stehen Betriebsanweisungen und sogenannte Unterweisungspakete zur Durchführung von Mitarbeiterunterweisungen zur Verfügung. Darüber hinaus werden Vordrucke und Informationen für die Erstellung eines Explosionsschutzdokumentes angeboten.

Ergebnisse

Was kann erreicht werden?

  • Mit Anwendung der einfachen Online-Instrumente spart der Unternehmer Zeit und Kosten bei der Erfüllung seiner Pflichten im Arbeits- und Gesundheitsschutz.
  • Durch Präventionsmaßnahmen werden Arbeitsausfallzeiten auf Grund von Unfällen reduziert. Ein Ausfalltag weniger deckt z. B. die Kosten der Regelbetreuung durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit für einen Kleinstbetrieb mit weniger als 10 Beschäftigten für mehr als ein Jahr ab.
  • Zudem fördert der Unternehmer mit seinem Engagement die Mitarbeitermotivation und die Identifikation mit der eigenen Firma.

Erfolgsfaktoren

  • Ist gewerksspezifisch angelegt; berücksichtigt die Arbeitsvorgänge, Arbeitsmittel und Gefahrstoffe, die am Arbeitsplatz des Malers und Lackierers, des Dachdeckers sowie des Gerüstbauers eingesetzt werden,
  • Praxistauglichkeit der Software in und mit 157 Handwerksbetrieben erprobt,
  • Entwickelt mit Fachleuten aus den Innungen und Verbänden sowie Betriebsärzten des AMD der BG BAU.

Einfache browserbasierte Anwendung, unabhängig vom Betriebssystem und teurer Software.

Hinweis:

Das Online -Portal  wurde im Europäischen Wettbewerbs für gute praktische Lösungen ("European Good Practice Award“) prämiert. Es entstand Rahmen eines Modellprojektes im Förderschwerpunkt "Kleine Betriebe zeitgemäß betriebsärztlich und sicherheitstechnisch unterstützen" .

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Zusatzinformationen

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Logo vom Modellprogramm zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen

Ansprechpartner/in

Anbieter

Fred Graumann

uve GmbH für Managementberatung
Wolfgangstr. 8
88239 Wangen im Allgäu

Telefon: 07522 - 972 990

Referenzunternehmen

Heiko Meiners

Geschäftsführer

Gerüstbau Meiners GmbH & Co. KG
Diessemer Bruch 68
47805 Krefeld

Telefon: 02151 - 542 739

Steckbrief

Themen

  • Gesundheit
  • Bauen
  • Mittelstand

Branche

  • Baugewerbe

Bundesland

  • Bundesweit

Unternehmensgröße

  • 50 - 249 Mitarbeiter