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Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Link zur Startseite) Eine Initiative für
Arbeitgeber und Beschäftigte

Zukunft sichern, Arbeit gestalten

Gesundheitliche Risiken durch ständige Erreichbarkeit mit den MASTER-Umsetzungshilfen reduzieren

Ständige Erreichbarkeit, d.h. die Erreichbarkeit außerhalb der eigentlichen Arbeitszeit für arbeitsbezogene Anfragen, ist nicht nur in der IT-Branche verbreitet und birgt für Beschäftigte Risiken für die psychische Gesundheit und die Aufrechterhaltung einer gesunden Work-Life-Balance. Mit den Umsetzungshilfen aus dem INQA-Projekt MASTER wurde das Phänomen erfasst und wirkungsvolle branchenübergreifende Gestaltungsansätze gemeinsam mit Beschäftigten entwickelt.

Zwei Frauenhände halten ein Smartphone © Shutterstock.com

Aktivitäten

Was wurde wie gemacht?

Das im Rahmen von INQA geförderte Forschungsprojekt „MASTER – Management ständiger Erreichbarkeit“ (Laufzeit 2014 bis 2017) der Universität Freiburg untersuchte in Kooperation mit dem Institut für sozialwissenschaftliche Forschung (ISF München) Ausmaß, Ursachen und Folgen ständiger Erreichbarkeit in fünf Unternehmen der IT-Branche. Ziel war es Maßnahmen zum Management ständiger Erreichbarkeit in Unternehmen abzuleiten. Hierzu wurden im Rahmen des Projekts unterschiedliche Instrumente entwickelt, die nun für einen branchenübergreifenden Einsatz in der betrieblichen Praxis vorliegen und das Ziel verfolgen, ständige Erreichbarkeit zu messen, gesundheitliche Risiken zu identifizieren und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Der Selbstcheck „Ständige Erreichbarkeit – Ein Thema in meinem Unternehmen?“ ist als anonymer Fragebogen konzipiert, der die Grundlage zur Durchführung einer Mitarbeiterbefragung zum Thema ständige Erreichbarkeit darstellt. So soll u.a. geklärt werden, wie viele Personen im Unternehmen in welchem Ausmaß von ständiger Erreichbarkeit betroffen sind und was mögliche Auslöser für ständige Erreichbarkeit sind. Er kann u.a auch im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen eingesetzt werden. Der Fragebogen kann in Papierform oder über etablierte Online-Plattformen verschickt werden. Als Ergebnis werden Durchschnittswerte ermittelt, welche flächendeckend im Unternehmen kommuniziert werden sollten. Sie können zudem als Grundlage für die Initiierung eines Workshops zur Ableitung von Gestaltungsansätzen ständiger Erreichbarkeit dienen.

Aufbau und Ablauf eines solchen Workshops ist im Leitfaden zum „Management ständiger Erreichbarkeit“ beschrieben. Ziel des Workshops ist es, Gestaltungsansätze im Unternehmen für das Management ständiger Erreichbarkeit und den Umgang mit diesem Thema zu entwickeln. Für die Durchführung des Workshops sollte zunächst eine zuständige Stelle im Unternehmen, z.B. Personalabteilung, betriebliches Gesundheitsmanagement, benannt werden. Fünf bis 15 Beschäftigte sollten teilnehmen und gemeinsam Gestaltungsansätze erarbeiteten, welche in einem Aktionsplan zusammengefasst werden, für dessen Umsetzung ca. sechs bis neun Monate einzuplanen sind. Um die Qualität des Workshops zu erfassen kann am Ende der Veranstaltung zusätzlich ein Evaluationsbogen erarbeitet werden.

Die Umsetzungshilfen liegen als Onlineversion vor oder können in Papierform bestellt werden.

Ergebnisse

Was kann erreicht werden?

  • Sensibilisierung von Verantwortlichen und Beschäftigten für das Thema „Gesundheit und ständige Erreichbarkeit“
  • Gesundes Management ständiger Erreichbarkeit
  • Reduktion gesundheitlicher Risiken durch ständige Erreichbarkeit bei Beschäftigten

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Zusatzinformationen

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Logo der Initiative Neue Qualität der Arbeit

Ansprechpartner/in

Nina Pauls

Wirtschaftspsychologie

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Engelbergerstr. 41
79085 Freiburg

Telefon: 0761 - 203 915 3

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Themen

  • Gesundheit
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